Originalabschrift von unserem 1. Präsidenten und Gründer Hans Leuenberger

Wie es kam

Es scheint, dass die Jungmannschaft des Blumensteinquartiers zum Fussballspiel geboren ist. Auch ich wurde unter Anleitung der aelteren Knaben schon als Drittklässler ins "Tschuten" eingeweiht. Meine Freude am Kicken wuchs von Tag zu Tag, trotzdem wir Jüngsten öfters des Platzes verwiesen wurden, weil wir unsern Fussballvätern nur in den Beinen herum zwirbelten. Heute bedeutet für mich das Fussballspiel den Trumpfbauer des Sportes.

FC Bielstrasse, FC Stalden, FC Autophon, FC Post und Rathaus, FC Volksbank, diese Namen sind alle in Solothurner-Stadtsportgesprächen enthalten. König Fussball triumphiert!

Soll dabei das Blumensteinquartier hinten anstehen.     Nein!

Träge, von einem schühlen Abendwind umsäuselt, liess ich mich eines schönen Juni-Abends in der Badeanstalt noch ein wenig sonnen, als ich plötzlich von einem, nicht eben sanften Schlag aus dem Dahindösen aufgeschreckt wurde. Fritz Jenny war der Ruhestörer. "Du, Hans, was meinst du?" ! " " ? ? ? ?"

He ja, eben, wir sollten doch einen Fussballclub gründen, zum Beispiel aus jetzigen und ehemaligen Blumensteinquartierbewohnern? Was meinst du zu diesem Vorschlag? Jetzt war ich wach und sprang auf. Das ist eine glänzende Idee! Eh, weisst du was ...? Und so weiter.

Die Idee wurde weiter verarbeitet, und schon am nächstfolgenden Abend trafen im historisch-ehrwürdigen "Fegetz" Fritz Jenny, Charles Bernet, Franz Arnold, Ruedi Schenker, Werner Bamert und meine "Wenigkeit" zu eingehenden Besprechungen zusammen. Nun war es so weit: Ein FC Blumenstein war Wirklichkeit geworden!

Unsere Kräfte wollen wir nun messen, weitere Mitglieder werben, und uns zu Ehren emporschwingen.

Der Anfang war gemacht, er gelang gut; möge das als gutes Omen gelten.

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Originalabschrift der Gründung vom 20.07.1939

Gründungsfeier

Beginn: 21 Uhr.

Nach dem feinen Sieg gegen den FC Bielstrasse wurde im Restaurant "Hirschen" unser Sportclub gegründet. Anwesend waren:

Arnold Franz

Bernet Charles

Füeg Franz

Leuenberger Hans

Jenny Fritz

Zarro Toni

Von Felten Walter

Weitere, nicht anwesende Mitglieder der Gründung sind:

Bamert Werner

Jenny Ruedi

Füeg Hans

Schenker Ruedi

Wagner Max

Zimmermann Willy

Nach einer kurzen Begrüssung durch Hans Leuenberger, gab er kurze Momente, die zur Gründung führten, bekannt, und dann wurden sofort die durch provisorischen Vorschläge aufgestellten Statuten behandelt. Aenderungen von grundsätzlicher Bedeutung wurden keine vorgenommen. § 1 "Unter dem Namen "Blustavia" besteht in Solothurn der Sportklub des Blumensteinquartiers, wurde denn nach kurzem Einwand von Fritz Jenny angenommen.

"Blustavia"

heisst er also, unser Sportklub.

Anschliessend folgte die Wahl des Vorstandes und der andern Amtshinhabern. Unter grosser Akklamation wurden Charli Bernet zum Trainer und ganz besonders Ruedi Jenny zum Catain gewählt.

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

Präsident: Hans Leuenberger

Aktuar: Franz Füeg

Kassier: Hans Leuenberger:

Trainer: Charles Bernet

Weitere Aemter haben inne:

Propaganda: Werner Bamert

Captain: Ruedi Jenny

Das Amt eines Materialverwalters, der die Torsteckli vor dem Training einzustecken hätte und den Ball mitzubringen, wurde vorläufig nicht vergeben.

Es wurden dann noch einige kleine Geschäfte erledigt, wie Trainingsgelegenheiten, Kassaangelegenheiten, etc. die teilweise auf später verschoben wurden.

Schluss der Gründungsfeier: 22 Uhr

Genehmigt den 20. Juli 1939

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Zu den Originaldokumente der ersten Statuten vom SC Blustavia (zum Schmunzeln gut)

 

Zu den Originaldokumenten der Vereinsversammlungen (ein absolutes Muss)
20.10.1939
17.11.1939 / 1
17.11.1939 / 2
12.01.1940 / 1
12.01.1940 / 2
01.03.1940 / 1
01.03.1940 / 2
10.04.1940 / 1
10.04.1940 / 2
10.04.1940 / 3

 

 

Matchbericht vom allerersten Spiel unseres Vereins vom 20.07.1939

Original Matchbericht

SC Blustavia - FC Bielstrasse 5:3

Blau lachte der Himmel und winkend verschwand die Sonne hinter den blauen Jurabergen, als wir zum ersten Spiel antraten. Um 7 Uhr (Abends) begann es gegen den FC Bielstrasse. Dem 3x wechselnden Schiedsrichter, ohne Pfeife, nebenbei bemerkt, stellt sich unsere Mannschaft mit folgender Aufstellung:

R. Jenny

F. Jenny            M. Wagner

F. Arnold        H. Leuenberger        F. Füeg

Pauli Werner    A. Zarro    C. Bernet    W. Zimmermann     W. Von Felten

Das Spiel begann sofort mit einer Ueberlegenheit unserer Mannschaft, die im Verlaufe der Zeit sich noch steigerte. Besonders Charles Bernet, der 1. Liga-Star war vorne die treibende Kraft. Das Zusammenspiel haperte noch bedenklich, was allerdings etwas paradox erscheinen mag. Doch dürfte die Gesamtleistung gegen eine schwächern Gegner den Ausschlag zum Siege gegeben haben. Das Toremachen scheint aus dem Zusammenspiel nicht möglich. Das Aufbauspiel der Verteidigung und des defensiv spieldenden Mittelläufers lässt viel zu wünschen übrig in Sachen Rasanz und Genauigkeit.

C. Bernet geht plötzlich in der 23. Minute durch, scheint den Ball an der agressiven Verteidigung zu verlieren, schiebt ihn aber im letzten Moment vor seine Füsse und nach allem wurde auch der Tormann unterlaufen, und wunderbar sass das Leder in der rechten Torecke. 1:0!

Nun werden auf beiden Seiten schöne, individuelle Leistungen gezeigt, aber das Zusammenspiel gelingt nicht. Wieder ist es Charly Bernet, der wieder nach Alleingang das Leder wieder in die rechte Ecke setzte. 2:0

Unsere Verteidigung hält dicht, und selten hat R. Jenny einen gefährlichen Schuss zu meistern, bis plätzlich Senn eine scharf und präzis geschossene Bome loslässt, die unser Torhüter aber mit Bravour herunterholt. In der 33. Minute kann Huber Füeg überspielen, nach links hinüber flanken und das 2:1 war fertig. Doch Aie (Bernet) will es wissen, und sendet fein zum 3:1 ein.

Das Spiel wird nun lebhaft und auf ein Missverständnis zwischen Torhüter und Verteidigung holt Senn auf 3:2 auf. Noch 4 Minuten sind in der 1. Halbzeit zu spielen, als es wieder Aie, der, von F. Jenny einen Steilpass erhaltend, durchgeht, und das Pausenresultat herstellt. 4:2

In der zweiten Halbzeit machen sich die Ermüdungserscheinungen immer stärker bemerkbar. So wird das Spiel zerhackt. Bernhard von Derendingen bringt nun den Bielstrassturm etwas in Schwung, doch die Läufer und Verteidigung erweisen sich als sehr sicher. Endlich nach 20 Minuten kann Toni Zarro wieder einmal erfolgreich sein. 5:2

Die von der Bielstrasse lassen sich nicht demütigen. Sie greifen mit neuem Elan an, der ihnen den auch das verdiente Tor bringt. Einen anschliessenden Panalty, von Bernhard wunderbar in die tiefe linke Ecke geschlagen, hält unser brave Ruedi mit vollendeter Eleganz und Sicherheit.

Der Gegner drückt nun immer mehr, aber schon weit vor der Sechzehnerlinie verlaufen alle Angriffe im Sande. Mit einem feinen Erfolg geht das Spiel zu Ende.

Kritik: Wie eingehend erwähnt, fehlte es allgemein am Zusammenspiel, doch die Klasse einiger Einzelspieler brachte einen verdienten Sieg. An Härte und Einsatz fehlte es nicht. Bis auf ein Missverständnis spielte die Verteidigung als solche sehr gut, nur fehlte das Aufbauspiel und die rasche Ballabgabe. Ueber die Läuferreihe ist das gleiche zu sagen, nur hätte sie sich besonders in den Ueberlegenheitsperioden mehr offensiv einstellen sollen. Der Sturm war der schlechteste Mannschaftsteil in Sachen stürmen.

Ruedi Jenny war, wie er immer sein soll; vielleicht wäre das 2. Tor zu halten gewesen. Das Abspiel liess in der 2. Halbzeit etwas zu wünschen übrig.

Fritz Jenny darf mit Max Wagner das Urteil der Verteidigung im allgemeinen für sich in Anspruch nehmen.

Franz Arnold war etwas zu wenig angriffig, der Einsatz und die Härte fehlten.

Hans Leuenberger war sehr agil und leistete ein grosses Arbeitspensum, nur sollte er seine Defensivstellung aufgeben und etwas offensiver wirken.

Franz Füeg erledigte seine Aufgabe nur halb, indem er wohl gut verteidigte, bis auf eine Ausnahme, die zum 1. Tor führte, das Aufbauspiel war jedoch gleich Null.

W. Pauli fiehl als Flügel ganz aus.

Toni Zarro war neben Bernet der beste Stürmer, nur fehlte ihm zeitweilig die Uebersicht und damit der Zug nach vorne.

Charles Bernet war der Gewinner des Matchs. Sein Spiel drückt Erfahrung, Uebersicht und grosses Können aus. Seine Tore waren alles solche, denen man das Prädikat " Klasse" geben darf.

W. Zimmermann hat mich persönlich etwas enttäuscht, weil er die Sache, besonders zu Beginn, etwas umständlich in die "Hand" nahm. Zum Schluss lief er zu grosser Form auf. Warum? Weil er offensiv spielte.

Walter von Felten war als Flügel zu langsam und konnte die Situation in keiner Weise beherrschen, weil ihm der Einsatz abging.

Genehmigt den 20. Juli 1939 vom Präsident Hans Leuenberger

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Usflug uf's Sunnemätteli, Fritig, den 28. Juli 1939. Obe. Nach einem wunderschönen Bericht von Charly Bernet (der es als Fussballer bis in die Schweizer Nationalmannschaft brachte) in Schweizerdeutsch. Auf Papier gebracht von Hans Leuenberger.

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Jahresbericht 1939/40 Originalabschrift vom Dokument von Werner Bamert

Morgen Samstag, den 20. Juli, ist es genau ein Jahr, dass unser Klub aus der Taufe gehoben wurde. Sieben Kameraden versammelten sich damals im Hirschen, um der siegreichen Mannschaft, die am Nachmittag die Bielstrasse 5:3 geschlagen hat, einen Namen beizulegen. Ich war damals in Lausanne und bin zuerst entäuscht gewesen, dass nicht mehr herausgeschaut hat als der Name "Blustavia". Auch von aussen ist der Name oft angefeindet worden, doch von den Klubs, die glaubten Kritik üben zu müssen, existiert, glaube ich, keiner mehr.

Das vergangene Jahr hat uns viel gelehrt. Reiche Erfahrungen konnten wir machen, vor allem in spielerischer Hinsicht, aber auch in kameradschaftlicher. Es gab viele kleine Zwistigkeiten, die unseren Klub erschütterten, aber glücklicherweise hat keine uns irgendwie geschadet.

Geschäftliches: Ausser der Gründungsfeier fanden durch das Jahr hindurch 5 ordentliche und eine ausserordentliche Vereisversammlungen statt. Es ergab sich von selbst, dass sie fast alle im Winter abgehalten wurden, besonders aus 2 Gründen: 1. ist es die spiellose Zeit und 2. musste der Kontakt zwischen den Klubmitgliedern erhalten bleiben. Die meisten Zusammenkünfte waren im Rebstock, da sich der kleine Saal besonders gut für uns eignete. Aenderungen im Vorstand erfolgte nur eine, indem das Amt des Aktuars Werner Bamert übergeben wurde. Die Uebergabe fand in der 3. Versammlung vom 20.10.1939 statt. Erfreulich ist, dass sich unser Mitgliederbestand sehr erhöht hat. Von den ursprünglichen 13 Aktiven Mitgliedern haben 4, nämlich Franz Arnold, Hans Füeg, Ruedi Schenker und Max Wagner den Austritt gegeben. Ruedi Schenker hat aber inzwischen seinen Fussballverleider überwunden und ist wie weiland der verlorene Sohn zu uns zurückgekehrt. Als neue Mitglieder sind zu verzeichnen, nach dem Zeitpunk ihres Eintrittes: Marco Piffaretti, Charles Neher, Arnold Rüefli, Paul Oppliger, Rudolph Pfluger, Karl Senn, Ernst Hofer und Armin Harder als Aktive, als Passive, Ronny Rufer, Werner Pauli, Eugen Kappeler. In der Folge wurde wegen anstössigen Benehmens Karl Senn aus dem Klub ausgeschlossen, Ebenso wird mit baldiger Streichung von Rudolph Pfluger und Eugen Kappeler zu rechnen sein. Auch auf Arnold Rüefli müssen wir wohl verzichten müssen, doch sind hier andere Gründe vorhanden als bei den Obigen. Unser Klub besthet demnach mit Einvernehmung der 3 letzteren aus insgesamt 21 Mitgliedern, davon sind 18 Aktibe und 3 Passive. Ein hartnäckiges Sitzungstraktandum war jeweilen auch die Bestimmung der Farben, die wir tragen wollen. In der Sitzung vom 12.1.1940 wurde die Anschaffung von 12 weissen Jerseys mit Kragen beschlossen. Unser Tenue ist demnach: Weisses Jersey, weisse Hose, schwarze Strümpfe mit weissen Revers, die übrigens von Frau Leuenberger und ihrer Tochter gestrickt wurden. Ich will es nicht unterlassen, ihnen auch an dieser Stelle noch einmal für ihre Arbeit zu danken. In der letzten ordentlichen Versammlung vom 1.3.1940 wurde auch noch der Vereinsausflug beschlossen und zwar wird Sissach als Ziel erklärt und zugleich ein Match mit dem dortigen Sportverein vereinbart. Auch ein Konditionstraining für den Monat März wurde in Aussicht genommen, das man aber später wegen mangelhaften Besuchs aufgab. Zum Schluss will ich noch den Nettobetrag der Kasse bekanntgeben, der sich auf Fr. 45.95 beläuft. Die bestbesuchte Versammlung war die vom 17.11.1939 (16).

Spielerisches: In spielerischer Hinsicht haben wir vom 1. bis zum 8. Spiel einen ganz rapiden Formanstieg bemerken können. Wenn man bedenkt, dass wir mit 2 Ausnahmen gegen Mannschaften antraten, die uns an Alter, Erfahrenheit und physischer Verfassung weit überlegen waren, so dürfen wir mit den erzielten Erfolgen wohl zufrieden sein. Erfreulich ist besonders die Tatsache, dass kein einziges Spiel mit einer "zu Null" Niederlage ausging. Immer, wenn auch in letzter Minute wie am letzten Samstag, gelang es uns, die generische Abwehr zu besiegen und wenigestens den Ehrentreffer zu erzielen. Es ist natürlich müssig, hinterher zu behaupten, wir hätten alle Gegner schlagen können. Zugegeben, oft waren wir von rabenschwarzen Pech verfolgt, aber an Niederlagen lernen wir mehr als an Siegen. Dazu kommt die Tatsache, dass wir in verlorenen Treffen nicht schlechter gespielt haben als unsere Besieger. Allen Gegnern waren wir mindestens ebenbürtig und leider konnten wir kein einziges Mal in unserer stärksten Aufstellung antreten. Wer hätte gedacht vor einem Jahr, dass wir einst gegen die Luftschutzkompanie aufrücken könnten, ohne katastrophal besiegt zu werden. Und dennoch, wir haben mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir uns nicht überschätzt haben.

Zum Spielerischen gehört aber auch noch die Tätigkeit unserer Eishockeysektion, die aber nicht solche Erfolge zeitigen kann wie die Fussballer. Hinzu kommt jedoch der Faktor, dass eben nur eine Mannschaft existierte, mit der sie sich messen konnte, und die war eben zu stark. Wir müssten das Fussballen auch an den Nagel hängen, wenn in Solothurn kein Gegner vorhanden wäre als der FC. Eishockeyaner, lasst den Kopf nur nicht hängen, vielleicht kommt die Zeit, wo die "Bluestars" das blaue Auge davon tragen und nicht die Blustavianer.

Statistik: Im verganenen Jahr hat unser Team insgesamt 8 Spiele absolviert. Dazu kommt am nächsten Sonntag "der Clou der Saison", der Match in Sissach. Die Gegner sind Bielstrasse, Sauser, Scintilla, Gasapparate, Grenchen Junioren, Backer Kp. 4 und Luftschutzkp. 3 gewesen. Dabei fanden 2 Spiele gegen die Scintilla statt. Von diesen 8 Treffen gewannen wir 4, 3 gingen verloren, eines endigte unentschieden.

Die Spiele und unsere Torschützen, Aufstellung sind:

1. Spiel: Blustavia - Bielstrasse 5:3 (4:2) Torschützen: Bernet (4), Zarro

Jenny R., Jenny F, Wagner, Arnold, Leuenberger, Füeg, Pauli, Zarro, Bernet, Zimmermann, von Felten

2. Spiel: Blustavia - Sauser 4:2 (2:1) Torschützen: Zarro, Bernet (2), R. Jenny (Pen)

R. Jenny, Wagner, Jäggi, Zarro, Zimmermann, Maurer, Leuenberger, Schenker, Bernet, Bamert, Rüefli

3. Spiel: Blustavia - Scintilla 1:2 (0:1) Torschütze: Bernet

R. Jenny, Bernet, Bamert, Maurer, Zimmermann, F. Jenny, Neher, Pfluger, Leuenberger, Flury, Senn

4. Spiel: Blustavia - Scintilla 3:0 (1:0) Torschützen: Flury, Bernet, Senn

Von Felten, Zimmermann, Bamert, Pfluger, Jenny, Leuenberger, Flury, Neher, Bernet, Zarro, Senn

5. Spiel: Blustavia - Gasapparate 2:2 (1:1) Torschützen: Bernet, Leuenberger

Harder, Zimmermann, Bamert, Schenker, Maurer, Piffaretti, Hofer, Zarro, Bernet, Leuenberger, Pauli (Oppliger)

6. Spiel: Blustavia - Grenchen Junioren 2:0 (1:0) Torschütze: Bernet (2)

R. Jenny, Zimmermann, Schenker, Leuenberger, Maurer, Hodel, Neher, Zarro, Bernet, Oppliger, Von Felten

7. Spiel: Blustavia - Backer Kompanie St. Urs 1:3 (0:1) Torschütze: Bernet

R. Jenny, Zimmermann, Schenker, Maurer, Zarro, Leuenberger, Hofer, Neher, Bernet, Louis, von Felten

8. Spiel: Blustavia - Luftschutz Kompanie 3   2:3 (0:0) Torschütze: Zarro (2)

Hofstettler, Zimmermann, Bamert, Maurer (Hodel), Schenker, Neher, Leuenberger (Piffaretti), Zarro, Bernet, Oppliger (Leuenberger), von Felten

Torverhältnis: 20: 15 für Blustavia    pro Spiel 2,5 : 1,875

Torschützenliste:

Bernet 12 Tore, Zarro 4 Tore, R. Jenny 1 Tor, Flury 1 Tor. Senn 1 Tor, Leuenberger 1 Tor

Zugesprochene Penaltys: 5   verwandelt: 1

Erhaltene Penaltys: 2              verwandelt: 0

Alle 8 Treffen absolvierten 3 Spieler: nämlich: Bernet Charles, Leuenberger Hans, Zimmermann Willy

Zu diesen 8 Matches kommt noch ein Trainingsspiel dazu, das 12:0 gewonnen wurde. Gegner war eine kombinierte Mannschaft aus der Stadt. Ich weiss davon nur noch, dass Bernet Ch. 7 Tore erzielte und ich fast so viele Lattenschüsse. Dieses Spiel eingerechnet würde die Durchschnitttsziffer von 2,5 auf 4,25 erhöhen. Das ist die Bilanz unserer Spiele, hoffentlich wird sie nächsten Sonntag in Sissach noch verbessert.

Diverses: Zum Schluss möchte ich noch den Tanz kurs erwähnen, der innerhalb unseres Klubs durchgeführt wurde. Max Glanzmann versuchte den ballgewohnten Beinen die hohe Kunst des Tanzens beizubringen, was ihm nach Augenzeugenberichten ganz gut gelungen sein soll. Auch einige kameradschaftliche Ausflüge seien noch angeführt, die viel dazu beigetragen haben, unser Ideal, die echte sprotliche Kameradschaft und Freundschaft aufrechtzuerhalten und zu fördern.

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1. Generalversammlung vom 19.7.1940 Originalabschrift Bericht von Werner Bamert

Bereits kann unser junger Klub auf ein Jahr seines Bestandes zurückblicken und sicher mit Stolz, hat er doch von den ausgetragenen 8 Spielen, bereits deren 4 gewonnen. In diesem Sinne eröffnet unser Präsident auch die heutige Generalversammlung. Er gedenkt vor allem auch der Gründungsfeier im Hirschen. Darauf verliest der Aktuar das Protokoll der Gründungsversammlung und den Jahrsbericht, der von den 16 anwesenden Mitgliedern einstimmig genehmigt  wurde. Der von Hans Leuenberger in vorbildlicher Weise abgefasste Kassabericht über das Vereinsjahr 1939/40, der bei Fr. 174.10 Einnahmen und bei Fr. 128.15 Ausgaben mit einem Einnahmenüberschuss von Fr. 45.95 abschliesst, wird angenommen und bestens verdankt. Die Kasse revidierte Ch. Neher, sein Revisionsbericht wird gutgeheissen. Die vom Vorstand vorgeschlagne Statutenrevision wir als notwendig erachtet und einem Ausschuss zur Umarbeitung übertragen. In der nun folgenden Aussprache von W. Bamert legt der Sprechende die Vorzüge, aber auch die sich bemerkbar machenden Mängel unseres Vereins dar. Besonders verurteilt er die Kleinlichkeit gewisser Mitglieder und spricht die Hoffnung aus, das Spiel in Sissach möge unser Selbstvertrauen und unsere Kameradschaft in günstigen Sinne beeinflussen. Im Anschluss daran wird noch Grundsätzlich die Beibehaltung der Wochenbeiträge gefordert. Der 2. Teil bringt zuerst die Versteigerung zweier Salametten, die von der Corona an Ort und Stelle zum verschwinden gebracht werden. In den nun folgenden Wahlen wird ein Vizepräsident gewählt, der an W. Bamert vergeben wird. Leider muss unser bewährter Kassier wegen Ueberlastung sein Amt niederlegen. An seine Stelle tritt W. von Felten. Weiter Aemter bekleiden: Aktuar: W. Bamert, Vizeaktuar: Toni Zarro, Sekretär: Ch. Neher.

Mutationen im Mitgliederbestand:

a) Eintritte: Max Hodel, Ruedi Schenker (seine Aufnahme wegen Nichterscheinen veerschoben), Edouard Hofstettler

b) Austritte: Eugen Kappeler (passiv), Ruedi Pfluger

Ferner hat unser Gast Hans Glanzmann unserem Klub ein Lied geschenk, das ihm an dieser Stelle bestens verdankt sei.

Zum Schluss werden noch die letzten Anweissungen für Sissach erteilt. Um 22.30 schliesst der Präsident nach einem gemütlichen Hock die glänzend verlaufene 1. Generalversammlung

W. Bamert

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