Zur Information: Alle Links führen zum gleichen Fotoalbum mit allen Scans der Originaldokumente (ausser der History-Link)
|
Die Jahre 1941 - 1945 waren geprägt vom 2. Weltkrieg. Einige Mitglieder verrichteten Aktiv-Dienst in der Schweizer Armee und der Betrieb des jungen Vereins wurde auf eine harte Probe gestellt. Während des Krieges konnte sich unser Verein als Untersektion beim FC Solothurn eingliedern und konnte dadurch überleben. Nach dem Krieg im Jahre 1945 übernahm unser Gründer Hans Leuenberger wieder resolut die Zügel in die Hand und wartete mit einer Wiedergründung auf, der Vertrag mit dem FC Solothurn wurde gekündigt und der Verein wieder in eigeständige Bahnen gelenkt. Nach wie vor war das leidige Platzproblem zu bekämpfen (mehr davon in den weiteren Jahren). Leider ist über die sportlichen Aktivitäten als Untersektion nicht viel bekannt und der Chronist kann darüber nicht viel schreiben. Deshalb gehen wir ein wenig näher auf die vorhandenen Vereinsversammlung der Jahre 1941 und 1942 ein. Ab diesem Zeitpunkt sind bis ins Jahre 1945 fast gar keine Unterlagen mehr vorhanden. Aus einem Brief können wir entnehmen, dass die Blustavianer-Spieler während diesen Saisons in der 4. Liga unter dem FC Solothurn spielten. Spiele, sowie Trainer dieser Zeit sind ebenfalls nicht vorhanden. |
History der Spiele 1941 - 1945 Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenliste, Zeitungsartikel usw. |
Jahresberichte liegen keine vor. Dafür noch einige Dokumente über die Vereinsversammlungen in dieser Zeit. Jahr 1941/42 Vereinsversammlung vom 16. Oktober 1941 im Restaurant Storchen Anwesend sind 12. Mitglieder, Entschuldigt haben sich die Bundeskinder Leuenberger und Zarro. Paul Oppliger eröffnet die Versammlung mit einer Blitzansprache, und geht dann zu den Traktanden über. Neu als Mitglieder werden aufgenommen: Amiet, Kislig, Rudolf Charles Neher demissioniert als Sekretär und Aktuar, nachdem ihm seine Gehaltserhöhung nicht bewilligt wird. An seiner Stelle rücken die neuen Kräfte Amiet und Rudolf vor. Kassabericht liegt keiner vor, sodass wir zum letzten Traktadum Varia kommen. Hier bringt Franz Füeg einige Vorschläge und Kritiken vor u.a. Trainingsmangel, Spielbetrieb über den Winter, 2 tägiger Ausflug, mehr Kameradschaft, gemeinsames Training für das Sporttreffen, Skiausflüge, Beteiligung am Quer durch Solothurn, mehr Hocks usw. Nach lebhafter Diskussion übergibt man die Arbeit zur Ausarbeitung eines Winterprogramms an Kislig, von Felten und Füeg. Am Quer durch Solothurn werden für Blustavia starten: Rudolf, von Felten und Füeg. Als Eishockeymanager walten Kislig Röbi. Bernet beklagt sich über den schlechten Informationsdienst, und möchte gerne von Zeit zu Zeit einen kleinen Bericht über die Geschehnisse unseres Vereins (er lebte damals in Zürich und spielte bei YF Zürich in der Nationalliga A und war auf dem Wege Schweizer Nationalspieler zu werden, anm. des Chronisten) Schluss der Versammlung 21.50 Uhr Schluss der inoffiz. Versammlung, Sonntagmorgen 3.00 Uhr
Protokoll zum "Hock vom 3. Dezember 1941 im Rebstock Anwesend 16 Mitglieder Wie gewohnt lässt unser Präsident seine Begrüssungsansprache von Stapel. Zu derselben fügte er insbesondere den schwachen Besuch des Training; er appeliert an die Anwesenden, solche inskünftig besser zu besuchen. Um unser Glück auch einmal auf die Probe zu stellen, opferte unsere Kasse einen "Heuer"; jeder musste ein Sport-Toto ausfüllen und jeder hoffte natürlich auf einen grössern Gewinn!!! Unser altbekannter Spielrepporter Charles Neher liest uns den flotten Matchbericht gegen Utzenstorf vor. Derselbe fand unter den Anwesenden grossen Anklang und wurde vom Präsident verdankt. Anschliessend wir über die Aufstellung gegen den nämlichen Gegner diskutiert. Nach langer und reger Aussprache wird die Mannschaft definitiv aufgestellt. Unter Varia wurde wieder das Winterprogramm von Franz Füeg aufgewirbelt. Nach längerer Diskussion neigt man zur Ansicht, das Programm auf ein Minimum abzuändern; besonders wegen dem 2tägigen Ausmarsch protestierte der Präsident; hierauf wurde das abgeänderte Programm angenommen. Die Hockeymannschaft wurde Röbi Kysling unterstellt. Leider ist in dieser Sache bis jetzt nicht viel unternommen worden, so dass man fast annehmen muss, dass es wieder ins Wasser fällt. Zum Abschluss der Versammlung gibt der Präsident nochmals aufmunternde Worte, besonders mit der Aufforderung, das Training zahlreicher zu besuchen. Schluss des Hocks 22.30 Uhr
Vereinsversammlung vom 9. Januar 1942 im Rest. Storchen Punkt 8.15 war unser kleiner Verein im Lokal zum Storchen versammelt. Zu unserer Ueberraschung stellten fir fest, dass unser Vize-Präsident - da der Präsident Hans Leuenberger im Militärdienst weilte - nicht anwesend war. Es war Charles Nehres, der in die Lücke sprang und das Präsidium übernahm. Nach kurzer Begrüssung des Vorsitzenden, wurde zu den Traktanden geschritten. Der Kassabericht konnte nicht akzeptiert werden, da er unvollständig war und zudem der Kassier noch nicht anwesend war. Als neues Mitglied wurde Rudolf Travaglini einstimmig in unsern Verein aufgenommen. Hoffen wir, dass er sich weiterhin als guter Kamerad in unserem Verein erweisen wird. Zum Leidwesen aller wurde der Austritt von unserem Kamerad Ruedi Jenny vorgelegt, welcher vorläufig nicht angenommen wurde. Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, ihn weiterhin als Mitglied unseres Vereines behalten zu können. Auf die mündliche Demission von unserem Kassier Walter von Felten wird nicht eingetreten. Als wichtigstes Traktandum stand das Blustavia-Soirée zur Diskussion. Es wurde als Aufführungsort der Saal z. Rest. Touring vorgeschlagen, mit welchem alle einverstanden waren. Als Tag wurde der 31. Januar 1942 vorgemerkt. Zum Abschluss der Versammlung wurde noch der Wanderpreis dem "fleissigsten" Mitglied übergeben. Der letzte Besitzer Hans Leuenberger musste ihn an Walter von Felten abtreten. Dies ist wohl zurückzuführen, da Hans Leuenberger viele Dienstage hinter sich hat, und daher verhindert war, das Training regelmässig zu besuchen. Dennoch weist er die zweit besten Besuche auf, was sehr anerkannt wurde. Zum Schluss der Versammlung sangen wir noch einige Lieder. Schluss der Versammlung ca 10.45 Uhr
Vereinsversammlung vom 6. März 1942 Um 18.15 eröffnet unser Präsident H. Leuenberger mit einer kurzen Begrüssung die Versammlung. Einen speziellen Gruss richtet er an unser neues Mitglied Ruedy Jäggi, velcher beabsichtigt in unsern Verein einzutreten. Der Kassabericht konnte nicht vorgelegt werden. Aber dennoch gab unser Kassier einen kurzen prov. Bericht ab, aus dem wir folgendes entnehmen können: Kassabestand Fr. 74.--, Einnahmen am Blustavia-Soirée Fr. 24.30, Ausgaben 29.30, verbleibt einen Verlust von Fr. 5.--. Das letzte Protokoll konnte nicht anerkannt werden, da einige Punkte der Berichtigung bedarf. Als Haupttraktandum war dieser Abend die Diskussion zum Beitritt in den Schweiz. Fussball- und Athletik-Verband. Hier war besonders eine rege Diskussion. Unser Präsident gab der Genugtung Ausdruck, dass es in der heutigen Zeit vielleicht leichter wäre in den Verband einzutreten. Da unser Verein bis heute nur gegen hiesige Firmen gespielt hatte und solche nicht mehr bestehen, ist der Moment gekommen welchen wir benützen wollen in den Verband einzutreten. So wie Leichtigkeiten stehen uns auch Schwierigkeiten im Wege. Einige Mitglieder unterstützten den Antrag des Präsidenten, damit es glinge, dass wir in den Varband aufgenommen werden können. Da einzelne Mitglieder von uns jedoch noch an den FC Solothurn gebunden sind, müssten solche sich sofort lösen, ansonst sie bei allfälligen Meisterschaftsspielen nicht spielberechtigt wären. Natürlich müsste ein jeder von uns eine grosse Pflicht auf sich nehmen und zu jeder Zeit seinen Mann stellen, ansonst einen solchen Vorschlag nie in Frage käme. Nach langem hin und her konnten wir uns doch entschliessen die nötigen Schritte zu unternehmen, welche dem Präsident anvertraut wurden. Er dankte jedem das ihm geschenkte Vertrauen und gab der Genugtung Ausdruck, dass er es zu einem Ziele bringen wolle. Da unser bisheriger Kassier Walter von Felten in die RS einrücken musste, wurde Hans Doensch einstimmig als Nachfolger geählt. Als neues Passiv-Mitglied konnten wir diesen Abend Hans Glanzmann begrüssen. Er hat sich schon manchmal sehr hilfreich gegenüber unserem Verein erwiesen und wurde in unsere Reihen aufgenommen. Endlich hatten wir es soweit gebracht, dass wir auch durch den Winter unser Training fortsetzen können. Der Box-Club Solothurn ist uns in dieser Hinsicht entgegengekommen und gab uns die Erlaubnis mit ihnen zu trainieren. Dies ist besonders unserm Charles Nehres zu verdanken der die nötigen Veranlassungen getroffen hatte. Darum soll es besonders für jeden Blustaianer eine besondere Freude sein das Training regelmässig zu besuchen, was vom Präsident besonders betont wurde. Der Monats-Beitrag der bis heute Fr. -.50 war, wurde - unterstützt von allen Mitgliedern - auf Fr. -.80 hinaufgeschraubt. Diese neue Ordnung tritt ab 1. April 1942 in Kraft. Auch die Statute erfuhr eine kleine Aenderung. § 5 wurde abgeändert, bezw. erweitert. Er lautet nunmehr wie folgt: § 5a Neu eintretende Vereinsmitglieder (Aktiv- und Pasivmitglieder) haben Fr. 2.-- Eintritts- bezw. Einschreibegebühr zu entrichten. In diesem Betrage sind die Statuten des SCB inbegriffen. Franz Füeg unterbreitet den Vorschlag, dass Neueingetretene mindestens 8 Training besuchen müssen, bevor sie in den Verein aufgenommen werden. Nach einer Diskussion wurde beschlossen, dass jedes neue Mitglied wenigsten einen Monat in unserem Verein sein muss, bis es definitiv aufgenommen werden kann. Als unser Vereinslokal und Stammtisch wurde die Metzgerhalle vorgeschlagen, welche von der Versammlung gutgeheissen wurde. Laut Beschluss der Versammlung wurde Hofstettler und Pifaretti aus unserem Verein gestrichen, da beide von Solothurn weggezogen sind. Zum Abschluss der Versammlung las Röbi Kislig noch den Matschbericht gegen Utzenstorf vor. Leider entsprach er nicht den Tatsachen und musste noch einmal niedergeschrieben werden. Schluss der Versammlung 10.45 Uhr
Vereinsversammlung vom 19. Mai 1942 Der vom Vicé President P. Oppliger einberufene Versammlung hatten nur 7 Mitglieder Folge geleistet. Anwesend waren: Oppliger, Wagner, Füeg, Hofer, Glanzmann, Rudolf, Amiet. Entschuldigt hat sich von den Fehlenden keiner; dies zeugt von einer grossen Nachlässigkeit. Es wird sehr verurteilt, dass die Mitglieder so wenig Interesse zeigen, just in einem Monat, wo unser Verein vor wichtigen Aufgaben steht. Da sich die Versammlung hauptsächlich i/S. Fusion mit dem FC S befassen sollte, wurde sie als sehr wichtig angesehen. Leider war nicht einmal die Hälfte unseres Vereins anwesend, weshalb wir von einem endgültigen Beschluss absehen mussten. Franz Füeg liest uns den Vertrag, der zwischen SCB und dem FCS zustande kommen soll vor und gibt auch einige Erläuterungen dazu ab, was sicher jedes Mitglied interessiert hätte. Auch wird der Vorschlag gemacht, dass die Leuchtathletik mehr forciert werden muss. Daher wird ins Auge gefasst, eine Leichtathletik-Gruppe zu gründen, damit diejenigen, welche mehr Freude am Turnen hätten, sich hier anschliessen könnten. Da gewöhnlich die Fussballsaison im Sommer still gelegt ist, wäre es am Platz, ein Leichtathletiktraining durchzuführen. Da keine weitere Beschlüsse gefasst werden konnten, wurde um 9.30 Uhr die Versammlung als geschlossen erklärt.
Vereinsversammlung vom 13.Juni 1942 in der Metzgerhalle Das Protokoll und Kassabericht wird unter Verdankung genehmigt. Hierauf wird zum Haupttraktadum i/S Fusion mit dem FCS geschritten. Einleitend gib uns Franz Füeg Aufschluss über die bis heute unternommenen Schritt in dieser Angelegenheit: Unser Verein beabsichtigt schon lange dem S.F.A.V. beizutreten. Keider ist dies bis heute zufolge der Platzfrage, bedingt durch die heutigen Zeitverhältnissen nicht möglich gewesen. Um aber unserem Fussball-Ideal treu zu bleiben hat sich der Vorstand dahin geeinigt, dem FCS als Kollektivmitglied beizutreten und unter seinem Namen die Meisterschaft zu bestreiten. Zu diesem Zwecke wurde ein diesbezüglicher Vertrag ausgearbeitet, welcher zwischen dem SCB einerseits und dem FCS anderseits bestehen soll. Der Vertrag wird der Versammlung zu Kenntnis gebracht. Nach reger Diskussion wird beschlossen, denselben zu unterzeichnen, mit der Bedingung, dass sich jedes Aktivmiglied schriftlich damit einverstanden erklärt. Auf Wunsch wird jedem Mitglied dieser Vertrag zur näheren Prüfung vorgelegt. Demissionen & Austritte: Es liegt die Demission und gleichzeitig der Austritt von Paul Oppliger vor. Mit Bedauern wird die Demission und der Austritt genehmigt: es sollen aber Schirtte unternommen werden ihn unbedingt wieder als Mitglied gewinnen zu können. Wahlen: An Stelle des demissionierenden Vicé-Präsident wird Franz Füeg vorgeschlagen. Der genannte nimmt das Amt an, unter der Bedingung, dass er diese Funktion nicht länger als ein halbes Jahr ausüben werde. Unser Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: Präsiden: Hans Leuenberger, Vice-Präsidend: Franz Füeg, Kassier: Hans Doensch, Sekretär: Hans Rudolf, Aktuar: Edy Amiet. Matchbericht: Seit unserer letzten Versammlung wurde nur ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Unsere Elf verlor dieses Spiel gegen Balsthal 6:1. Mutationen: Charles Nehres war im Frühling d.J. nach Amerika vereist und wurde von unserer Mitgliederliste gestrichen. Arnold Rüefli betätigt sich nunmehr in Breitenbach als Fussballspieler und wurde ebenfalls gestrichen. R. Travaglini hat sich als ganz dubioses Mitglied erwiesen, sodass sich der Vorstand genötigt sah, ihn als Mitglied auszuschliessen. Werner Bamert, welcher sich in Basel niedergelassen hatte, wurde von Aktiv- zum Passivmitglied transferiert. Gleichzeitig wurde der Passiv-Beitrag pro Jahr auf Fr. 4.-- festgesetzt. Schluss der Versammlung: 10.30 Uhr |
Originalvertrag mit dem FC Solothurn, unterzeichnet am 1. Juli 1942 Während der nächsten 3 Jahren gehörte der SCB als selbständige Untersektion an. Leider sind aus deiser Zeit keine Dokumente vorhanden Vertrag zwischen dem FCS, Fussballclub Solothurn, einerseits, und dem SCB, Sportclub Blustavia Solothurn, andererseits 1. Der FCS nimmt den SCB als Kollektivmitglied in seinen Club auf. 2. Der Kollektivmitgliedschaft entsprechend ist der SCB als solcher (& nicht seiner Mitglieder) als Mitglied zu werten. 3. Der SCB stellt im Rahmen des FCS und unter dessen Namen eine eigene Fussballmannschaft, um sich an der Schwiezer Meisterschaft zu beteiligen. 4. Alle für eine Mannschaft nötigen Vorbereitungen (Abschluss von Wettspielen, Aufgebote, Mannschaftsaustellungen, Avis an Clubs & Schiedsrichter, Organisation von Reisen usw.) sind vom SCB selbst zu treffen. 5. Der SCB lässt sich an den Vorstandssitzungen des FCS durch eine von ihm bezeichnete Vertrauensperson vertreten. 6. Die von der Kollektivmitgliedschaft erfassten Mitglieder des SCB haben dieselben Rechte und Pflichten eines natürlichen FCS-Mitgliedes. d.h. sofern die hier vertraglichen Bestimmungen nichts anderes vorschreiben. Im Uebrigen gelten die Statuten des FCS in Ergänzung dieses Vertrages. 7. Fals der SCB noch andere Sportarten (Leichtathletik) betreibt, hat er die Berechtigung, die im Stadion bestehenden Anlagen und die vorhandenen Geräte zu benutzen. 8. Uebertritte von einem zum zum andern Club sind unzulässig. Dagegen können von Fall zu Fall und mit Zustimmung der Vertragspartner Spieler des einen Clubs in Mannschaften des andern Clubs verwendet werden. 9. Mit Ausnahme des Sportbetriebes im Stadion berühren alle andern Fragen, den SCB betreffend, den FCS in keiner Weise. 10. An Quartals- und Generalversammlungen des FCS hat sich der SCB durch ihren Vertrauensmann und einer weitern Person vertreten zu lassen. Beide sind stimmberechtigt. Für die übrigen Mitglieder des SCB sind solche Anlässe fakutativ. 11. In Streitfälle sind in jedem Falle die Vorstände der beiden Clubs zuständig. 12. Bei Auflösung dieses Vertrages sind beide Vertragspartner jeder Verpflichtung enthoben, sofern im Verlaufe der Vertragszeit keine solchen geschafften werden. 13. Nach Vertragsauflösung können die Mitglieder des SCB vom FCS nicht gesperrt werden. 14. Die Dauer dieses Vertrages ist unbefristet und kann von beiden Vertragspartnern auf 14 Tage gekündigt werden. Der SCB verpflichtet sich, eine Kündigung auf Saisonende (Frühjahr) vorzunehmen und jede begonnene Saison zu Ende zu spielen, vorausgesetzt, dass er die nötige Zahl Spieler stellen kann. 15. Uebergansbestimmung: Vor Beginn der Meisterschaft im Herbst 1942 ist der SCB berechtigt, auf dem Fussballplatz des FCS 4 Freundschaftsspiele auszutragen, unter seinem eigenen Namen. Dem FCS dürfen daraus keine weitern Verpflichtungen entstehen. Zuhanden der beiden Vertragspartner in 2 Exemplaren ausgefertigt. Solothurn, den 1. Juli 1942 |
Jahr 1945 (bis 30.06.) Sehr wahrscheinlich wurde nach dem Kriegsende von Hans Leuenenberger ein Schreiben verfasst, indem er allen Blustavianern die Neugründung mitteilte. Hier die Antwort von Charles Bernet aus Zürich: Meine lieben Sportfreunde! Euer Brieflein bereitete mir grosse Freude. Es war wirklich Zeit, dass ihr den Mut zu diesem Wagnis, der Neugründung des Vereins aufgebracht habt. Doch was schwatze ich da von Wagnis. Es ist ja gar keines! Etwas, sei es was es wolle, das auf Kameradschaft aufgebaut ist kann nie schief gehen. Auf den Tag, da ihr das erste Spiel bestreitet freue ich mich wie jeder von Euch. Und wenn ich mal nach Solothurn komme oder wenn es Euch gar einmal zu einer Züricherreise langt, so ware es mein grösster Wunsch, wieder einmal den Sturm meiner alten Klubkameraden anzuführen. Darf ich? Gegenwärtig bin ich gerade ein bisschen auf dem Hund. (Das ist ja heute eine häufige Erscheinung!) Aber Ende dieses Monats werde ich meine Passivmitgliederkarte einlösen und hoffe, dass ich sie für Fr. 10.-- erhalten werde. Soli, nun befolgt alle Ratschläge Eures Trainers Ruedi und schreibt mir bald, wie hoch ihr den ersten Match gewonnen habt. Es lebe Blustavia! Euer Blustavianer Charlie Bernet Am 8. Juni 1945 wurde der FC Solothurn angefragt, ab der SC Blustavia einmal pro Woche im Stadion trainieren dürfe. Sehr wahrscheinlich aus Konkurenzgründen wurde die Anfrage mit Brief vom 1. Juli 1945 abgelehnt. |
Generalversammlungen wurden während dieser schwierigen Zeit keine abgehalten. Erst im Jahre 1946 wird von der 3. Generalversammlung zu berichten sein. |