Zur Information: Alle Links führen zum gleichen Fotoalbum mit allen Scans der Originaldokumente (ausser der History-Link)
|
Dieses Jahr war geprägt durch die Eröffnung des Sportplatzes Aarmatt. Endlich hatte der 15jährige Verein seine Heimat gefunden. Der Spielbetrieb konnte bereits im August 1954 auf dem neuen Sportplatz aufgenommen werden. Die Platzeröffnungsfeier fand allerdings erst im August 1955 statt. Mehr davon in der nächsten Saison. Die Kosten wurden aber von der Platzkommission in unerwartete Höhen getrieben. Leider war diese Kommission nicht transparent und die Mitglieder wussten lange nicht was da abging. Unter dieser Kostenverteuerung musste der Verein noch lange Jahre bluten. Erfreulich war auch, dass die erste Mannschaft den 2. Gruppenrang in der 3. Liga holte, was die bisher beste Platzierung in der Geschichte war. Nach dem unser Präsident schon in den Jahren zuvor, seinen Rücktritt angedeutet hatte, war es auf die GV so weit. Unser Hans trat nach 16jähriger Amtszeit zurück, ohne allerdings dem Verein den Rücken zu kehren. In diesen 16 Jahren war er mit vorbildlichem Pioniergeist als "Reiser" vorausgegangen. Man denke nochmals an den Einsatz in Sachen Sportplatz und er konnte den Verein mit einem "Zuhause" übergeben. Die Aarmatt
|
Jahresbericht Saison 54/55 Wenn ich in Gedanken das abgelaufene Vereinsjahr 1954/55 Revue passieren lasse, dann schieben sich wohl ganz verständlich zwei Punkte des Vereinsgeschehens in den Vordergrund, die dieses weitaus am stärksten in Anspruch nahmen, nämlich das Spielwesen einerseits und andererseits die Fortsetzung der Bau-Arbeiten an unserem Sportplatz in der Aarmatt. Teichte es unserer 1. Mannschaft vor Jahresfrist zum beachtlichen 3. Tabellenplatz, so erkämpfte sie diesmal, nachdem sie lange Zeit an der Spitze ihrer Gruppe stand, den ehrenvollen 2. Platz, wozu ihr an dieser Stelle herzlich gratuliert sei. Dieser gute Fortschritt lässt uns leise ahnen, dass in der bevorstehenden Meisterschaft der Gruppensieg fällig sein sollte, so man die Hoffnungen und Erwartungen auf der im Ansteigen begriffenen Erfolgskurve aufbaut. Die 2. Mannschaft hat wohl nicht ganz das gehalten, was wir uns von anfänglich von ihr versprachen. War die Meisterschafts-Vorrunde von vielen Misserfolgen gekennzeichnet, so schauten schlussendlich in der Rückrunde doch noch einige Punkte heraus, wodurch dann noch knapp der Anschluss an das Mittelfeld der betr. 4. Liga-Gruppe gefunden werden konnte. Das etwas negative Leistungsergebnis unserer 2. Garnitur dürfte vor allem auf die vielen Mannschafts-Aenderungen und Umstellung zurückzuführen sein, die sich infolge öfterner Abwesenheit mehrerer guter Standard-Spielder als sehr nachteilig auswirkten. Hier muss wohl die Spielkommission im nächsten Jahr den Hebel kräftig ansetzen. Man neigt ganz allgemein leicht dazu, sich zu fragen, ob es bei einigen dieser immer und immer wieder entschuldigt oder oftmals auch unentschuldigt abwesenden Spieler doch nicht am gutten Willen fehlte? Was die Bau-Arbeiten auf unserem neuen Sportplatz anbelangen, musste ich bereits in meinem letzten Jahresberichte die Arbeitsleistungen gewisser Mitglieder sehr bemängeln. Damals war vorgesehen, die Anlage am 8. August 1954 einzuweihen. Trotz stark forciertem Arbeitseinsatz reichte aber das Ergebnis bis zum besagten Termin nicht einmal zur Hälfte des vorgesehenen Arbeits-Pensums und an eine festliche Platzeinweihung war unter diesen Umständen somit nicht zu denken. Dieser Anlass ist nunmehr auf den 21. August 1955 anberaumt worden. Noch ist aber enorme Arbeit an unserer Sportplatzanlage zu leisten, damit sie sich bis zu diesem Zeitpunkt in voller Schönheit und Sauberkeit präsentieren kann. Eine erstaunlich grosse Anzahl von Vereinsmitgliedern scheint immer noch nicht erfasst zu haben, worum es eigentlich bei unsern Frondienst-Leistungen geht. Letzte und höchste Anstrengungen sollen nun unternommen werden, damit entlich das gesteckte Ziel erreicht wird. Wir wollen alle zusammen hoffen, dass auch der letzte Blustavianer unserem neuerlichen Aufruf zu restlosem Einsatz verständnisvoll, uneigennützig und hilgsbereit Folge gibt. Im Berichtsjahre fanden 5 Vereinsversammlungen und 9 Vorstandssitzungen statt. Die Delegiertenversammlung des Kan. Fussballverbandes in Trimbach besuchte im Auftrag unseres Klubs Kollege Martin Sommer, währedndem Franz Bargetzi, Willy Zimmermann und der Sprechende unsern Verein an der Klub-Funktionärenversammlung vom 30. Januar 1955 in Biberist vertraten. Auch einer Einladung zur Jubiläums-Feier des Stadt-Tunrvereins Solothurn am 11. Juni 1955 im Konzertsaal wurde Folge gegeben. Im Namen unseres Vereins überbrachten Hansruedi Pfyl und Eduard Pfister hebst einem gediegenen Präsent unserer besten Glückwünsche. Der Mitgliederbestand des SC Blustavia hat auch im verflossenen Vereinsjahre, die übrigens auch in den Jahren zuvor, einen beachtenswerten Sprung nach aufwärts genommen. Betrug dieser an der letzten Hauptversammlung genau 50 Mitglieder aller Kategorieren, so sind es heute deren 58. Die Gruppe Aktiv-A zählt 41 und die Aktiv-B Gruppe 14 Mitglieder. Dazu kommen 3 für unsere Farben beim kant. Schiedsrichterverband eingeschriebene Schiedsrichter, worauf wir ganz speziell Stolz sein dürfen. Ihnen gebürt unser aufrichtiger Dank für die uns damit erwiesene Ehre. In Herrn Josef Hohl, Zuchwil, haben wir einen umsichtigen, pflichtbewussten und einsatzfreudigen Platzwart gefunden, dem wir unsere schöne Sportplatzanlage mit bestem Gewissen anvertrauen dürfen. Wir alle sind erfreut, wenn er sein verantwortungsvolles Amt ab heute gestütz auf einen definitiven Vertrag übernehmen wird und wir wollen ihm gerne die Zusicherung geben, ihn in seiner Funktion nach bester Möglichkeit und besten Kräften zu unterstützen. Am 10. Februar 1955 fand im Roten Turm organisiert durch den Kant. Solothurnischen Schiedsrichterverband ein Film-Abend über Fussballregeln statt. Referent war Herr Erwin Hummel, Präsident des Fachausschusses des kant. Schiedsrichterverbandes. Der Besuch seitens unserer Aktiven war erfreulich gut und sicher hat jeder viel Neues und vorher unbekanntes in Sachen Spielregeln mit sich nach Hause genommen. Der Gegenbesuch bei unsern lieben dänischen Sportfreunden aus Silkeborg erfolgte in der Zeit vom 17. - 24. August 1954. Die frohmütige Reisegesellschaft umfasste 31 Teilnehmer. Die Organisation klappte tadellos. Als verantwortlich zeichneten dafür Eduard Pfister und Hansruedi Pfyl. Ihnen möchten wir nochmals bestens danken. Die Betreuung durch unsere dänischen Sportfreunde war fürstlich und was sie uns an Schönem und Unvergesslichen boten, kann man in Worten kaum ausdrücken. Die alten Freundschafsbände wurden noch enger geknüpft und mit der gegenseitigen Vereinbarung eines baldigen Winterbesuches in der Schweiz sagte man sich nach 4 wundervollen Tage, da und dort sogar mit tränenfeuchten Augen, herzlich auf baldiges Wiedersehen. Das Freundschaftsspiel zwischen dem FC Silkeborg und unserer 2. mit paar Mann aus dem 1. Team garnierten Mannschaft ging vor rund 1200 Zuschauern hoch mit 9:2 verloren. Dies hatte aber absolut nichts zur Sache und recht kameradschaftlich und von echtem Sportlergeist erfüllt, klpfte man sich nach heissem Kampfe herzlich auf die Schultern. Und mach einer unserer tapferen Streiter bemerkte zuversichtlich: Wartet nur, das nächste Mal dann wieder bei uns in der Schweiz! Der traditionelle Bänze-Jass wurde wiederum in unserem Stammlokal und zwar am 4. Dezember 1954 geklopft. Diesmal waren auch die sonst guten Jasser zur Abwechslung einmal bei den Vorderen. Im Bad Derendingen gelangte am 4. Juni 1955 unser diesjähriger Unterhaltungsabend zur Abwicklung. Das Programm mit dem 10 Mann starken Tanz- und Unterhaltungsorchester Alesanders aus Basel und dem bis weit über unsere Landesgrenze hinaus bekannten Suggestor und Telepatist Rinoldi wurde begeistert aufgenommen. Dementsprechend war auch der Publikumserfolg ein recht guter. In finanzieller Hinsicht resultierte aber leider wieder ein negatives Ergebnis. Dies dürfte uns ein Fingerzeig mehr dafür sein, dass trotz ausserwähltem Programm und guter Vorbereitungsarbeit das Bad Derendingen an Zugkraft seit geraumer Zeit beträchtlich eingebüsst hat. Mit diesen Betrachtungen zum abgelaufenen Vereinsjahre möchte ich meinen Bericht schliessen. Dem SC Blustavia wünsche ich auch weiterhin Fortschritt, Enftaltung und höchsten Erfolg. Solothurn, 14.7.1955 Der Präsident: Hans Leuenberger
Rücktritt von Hans Leuenberger Solothurn, den 1. Juli 1955 Liebe Vorstandskollegen, Liebe Vereinsmitglieder Aus gesundheitlicher Rücksichtsnahme sehe ich mich veranlasst, Ihnen meinen Rücktritt als Vereins-Präsident zu unterbreiten. Nachdem ich bereits vor 2 Jahren und auch vor Jahresfrist den Wunsch äusserte, man möchte mich von diesem verantwortungsvollen, wegbereitenden Posten entlassen und ich auf Drängen seites des Vorstandes und der Generalversammlung beide Male wieder in die Zügel stieg, möchte ich hiermit ausdrücklich festhalten, dass alle diesbezüglichen Bemühungen heute umsonst sein werden, da ich meinen Entschluss endgültig gefasst habe, weil dieser auf ärztlichen Ratschlag basiert. Es geht mir nun darum, ein chronisches Magenleiden nervöser Art zu kurieren, das mich schon seit Jahren gesundheitlich belastet. Ihr alle kennt meine Art und mein Wesen sicher zu gut, als dass jemand behaupten dürfte, ich könnte mich nicht an einem reibungslos und harmonisch funktionierenden Triebwerk eines Vereins, namentlich an jenem des mir lieben SCB erfreuen und erfrischen. Leider habe ich aber gerade in dieser Hinsicht allen Beteuerungen und Versprechen zum Trotz immer und immer wieder Enttäuschungen erleben müssen, über die ich einfach nicht leichtfertig hinweggehen konnte und die deshalb mehr und mehr Spuren gesundheitsschädigender Natur in meinem Innern hinterliessen. Ich stand und stehe eben heute noch immer auf dem Standpunkt, dass wenn man schon ein Amt im Vereinsvorstand oder in einer Subkommission übernimmt, man dieses dann auch pflichtbewusst, zuverlässig und selbstverständlich im Interesse des Vereins erfüllt. Alles andere, und das kommt bei unserem Kader nicht selten vor, ist unkameradschaftlich und muss streng verurteilt werden. Vielleicht liegt es auch an der langen Präsidialzeit von nicht weniger als 16 Jahren, die meinen Abgang als wünschenswert erscheinen lässt. Ein alter Besen wischt bekanntlich nicht mehr so gut; wenn auch gründlich, so doch scheinbar zu wenig autoritär, vielleicht aber auch zu wenig modern. Ich möchte nur hoffen, dass meinem Nachfolger jene kameradschaftliche Unterstützung zuteil wird, die ich während Jahren stets ersehnte, dann ist mir um das Schicksal des SC Blustavia nicht bange. Ihm wünsche ich Wohlergehen und Fortschritt, wofür ich mich selbstverständlich gerne beratend und wenn es sein muss auch im Rahmen des Erlaubten helfend einsetzen werde. Mit kameradschaftlichm Gruss Hans Leuenberger |
Dänemarkreise des SC Blustavia Solothurn (Pressebericht) Am 17. August 1954 warteten 32 reiselustige Personen auf dem Hauptbahnhof auf die Abfahr des Schnellzuges Richtung Basel. In aller Eile wurden noch die ltzten organisatorischen Angelegenheiten erledigt, und schon hiess es, von Solothurn Abschied zu nehmen. In Basel wurde der Hamburg-Express bestiegen. An den Fenstern wiesen uns weisse Zettel mit der Aufschrift: Reserviert, Blustavia bis Hambur, den Weg in komfortable Wagen der Deutschen Bundesbahnen. Die Zollformalitäten waren rasch erledigt, und schon führ der Zug durch die nächtliche Landschaft des Theinlandes. Ueberall hoben sich die Silhouetten von grossen Fabriken in der klaren Mondnacht vom Himmel ab. Zur Weiterfahrt von Hamburg waren uns die Plätze in dänischen Wagen reserviert. In Padborg durchfuhren wir die dänische Grenze. Bald zeigten sich uns die ersten typischen Landschaftsbilder. In Fredericia sahen wir zum erstenmal die Ostsee. Von hier aus erreichten wir nach dreistündiger Fahrt unser Reiseziel Silkeborg. Unterdessen war es Mitternacht geworden. In der Bahnhofhalle entbot uns der Präsident des FC Silkeborg, Herr Pedersen, den Willkommensgruss. Die Organisation klappte vorzüglich. Jeder erhielt ein Couvert mit Name und Adresse des Gastgebers. Im Inhalt entdeckten wir zu unserer grossen Ueberraschung ein gedrucktes, künstlerisch sehr wertvoll gestaltetes Programm. Von der langen Reise müde, waren wir froh, unser Unterkunft beziehen zu können. Am ersten Tag unseres Aufenthaltes, traf man sich bereits am Morgen früh zur Dampferfahrt nach Himmelbjergets. Welch prachtvolle Landschaft! Dort angekommen, bestieg man den höchsten Punkt Dänemarks, den Himmelsberg. Obwohl seine Höhe nur 150 Meter beträgt, genossen wir doch gleichwohl eine wunderbare Rundsicht. Um 18.30 Uhr traf man sich auf der prächtig gelegenen Sportanlage zum Freundschaftstreffen: SIF - Blustavia. Die beiden Landesfahnen schmückten den Eingang. All das zeremonielle, die vielen Zuschauer und das riesige Spielfeld (125 x 95 m) kamen den Solothurnern recht ungewohnt vor! In der ersten Spielzeit war das Spiel gar nicht so eindeutig zugunsten des Platzclubs ausgefallen. Nachher stellten sich zu dem bereits Erwähnten noch die Müdigkeit ein, und im Nu war das Schlussresultat von 9:2 hergestellt. Und doch war es ein ritterlicher Kampf. Am zweiten Tag stnd auf unserem Programm: Fahr an die Nordsee. Zuerst führte uns der Weg an die Badeküste bei Vederso. Von hier gings nach dem Mittagessen dem Meer entlang zum Besuche eines Leutturmes. Eine Wendeltreppe führte uns zu den Apparaturen hinauf. Nach dem Besuche des Fischerdorfes Hvide Sande, wo wir zusehen konnten, wie die Beute ausgeladen und verpackt wurde, mussten wir die Rückfahrt antreten. Kurz vor dem Eintreffen machten wir am Erinnerungskreuz von Kaj Munk einen kurzen Halt. In bewegten Worten schilderte uns Reiseleiter Hilmer, was sich hier ereignet hat. Kaj Munk, Pfarrer und Schriftsteller, wurde 1942 von der deutschen Gestapo verhaftet und auf der Fahrt nach Silkeborg hier ermordet. Seither ist dieses Kreuz, stets mit frischen Blumen geschmückt, zum Wallfahrtsort des freiheitsliebenden dänischen Volkes geworden. Auch wir Solothurner schmückten dieses Kreuz mit einem Strauss rot-weisser Nelken. Am Abend fand im Hotel Astoria ein geselliger Abend statt, an dem uns unsere Gastgeber mit einem internationalen Programm erfreuten. Als Geschenk durften wir eine grosse Vase aus dem kostbaren Kopenhagener Porzellan entgegen nehmen, während wir unseren Freunden neben der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ein 45 cm hohe geschnitzte Abbildung des Tellendenkmals in Altdorf mitbrachten. Am Stamstag erfolgte der Besuch der Papierfabrik und am Nachmittag zog das grosse Blumenkorso durch die Stadt. Eine Delegation unseres Vereins war am Nachmittag vom Bürgermeister empfangen worden. Im Namen und Auftrag unserer Stadt überbrachte Herr Willi Schindler neben den aufrichtigen Grüssen das Solothurner Buch. Schlagzeilen in allen Zeitungen Silkeborgs taten der Freude ob diesem Geschenk kund. Unser Aufenthalt sollte am Sonntag mit dem königlichen Regattafest seinen Abschluss nehmen. Als Auftakt fand das grosse Fussballspiel ACF Aarhus gegen die gleiche Mannschaft von Silkeborg statt, die uns 9:2 besiegte. SIF gewann sicher 4:2. Um 19.30 bestiegen wir dann die Jacht Falke. Mit 150 000 Menschen warteten wir die Ankunft des Königs ab. Um 20 Uhr setzte sich die Flotte in Bewegung, darunter die Jacht Falke, geschmückt mit einem grossen Schweizerkreuz. Riesig applaudiert von der Menge, kehrten die fünf Schiffe von der Fahrt zurück, um sich zum grossen Feuerwerk bereitzustellen. Und dann erlebten wir Solothurner etwas, das wir uns nie hätten träumen lassen. Ein Feuerwerk von ungluablicher Wucht. So hätte unser Aufenthalt wohl keinen würdigeren Abschluss nehmen können. Am Montagmorgen mussten wir vom Herzen Jütlands Abschied nehmen. Ueber Hamburg kehrten wir am Dienstag nach Hause zurück, dankbar und mit vielen Erinnerungen. Bestimmt freut sich jeder auf das Wiedersehen mit den Sportskameraden aus Silkeborg. Auf Wiedersehen im Winter 1955!
1954 Fussballweltmeisterschaft in der Schweiz Im Jahre 1954 fand in der Schweiz die Fussballweltmeisterschaft statt. Die Ungarische Nationalmannschaft war der grosse Favorit. Im Finale unterlagen sie völlig überraschend den Deutschen mit 2:3. Die Ungaren waren in Solothurn, im Hotel Krone beheimatet. Hans Leuenberger liess es sich nicht nehmen, ihre Autogramme zu ergattern.
Im Juni 1955 wurden verschiedene Nationalliga Vereine von uns angefragt, ob sie bei uns das Einweihungsspiel der Sportanlage Aarmatt bestreiten würden. Hier die Briefköpfe der damaligen Anfragen.
|
History der Spiele Saison 1954/1955 1. Mannschaft Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenliste, Zeitungsartikel usw. Zum erstenmal auf der Aarmatt, Original Platzinspektion
|
Folgende Dokumente sind im Fotoalbum: Jahresbericht Präsident Rücktritt Hans Leuenberger Vereinsversammlungen 1954/55 Jahresbericht der Spielkommission Mitteilungsblätter für Blustavia-Kasten im Stammlokal
Mitgliederverzeichnis 1.7.1955
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
12. Generalversammlung vom 15. Juli 1955 im Roten Turm Vorsitz: Hans Leuenberger, Präsident Anwesend: laut Präsenzliste 31 Mitglieder Um 20.40 Uhr eröffnet der Vorsitzende mit einer kurzen Begrüssung die 12. Generalversammlung des SCB. Zu Ehren unseres verstorbenen Mitgliedes, Karl Schwyter sel., erhebt sich die Versammlung von den Sitzen. 1. Protokoll Das Protokoll der letzten GV vom 9.7.54 wird vom Aktuar verlesen und gutgeheissen. 2. Jahresberichte Die Jahresberichte unseres Präsidenten und des Präsidenten der Spiko Franz Bargetzi werden verlesen. Sie streifen noch einmal die rege Tätigkeit des SCB im verflossenen Vereinsjahr. Diese beiden Berichte werden von der Versammlung und bester Verdankung genehmigt. 3. Jahresrechnung Ueber das Kassawesen orientiert uns Otto Bläsi. Die Jahresrechnung, abgeschlossen per 10.7.55 hat folgendes Bild: Einnahmen: 5132.95 Ausgaben 4817.30. Ueberschuss Fr. 315.65, Vermögen per 10.7.55 1035.56. Zur Jahresrechnung wird nichts besonderes bemerkt und nach Vorlesung des Revisionsberichtes die vorliegende Rechnung genehmigt und dem Kassier und den übrigen Vorstandsmitglieder Decharge erteilt. Gleichzeitig verdankt der Vorsitzende unserem Kassier, Otto Bläsi, die grossen und zur vollen Zufriedenheit ausgeführten Arbeiten. Budget: Das vorgelegte Budget sieht bei Fr. 3940.-- Einnahmen und Fr. 4130.-- Ausgaben eine voraussichtlichen Ausgabenüberschuss von Fr. 190.-- vor. 4. Mutationen Im abgelaufenen Vereinsjahr sind folgende Austritte resp. Eintritte zu verzeichnen: Eintritte: Hirsig Rolf, Drexler Hans, Meyer Kurt, Leuenberger Willy, Weber Peter, Valli Mario, Weichlinger Werner, Danz Armin, Schwyter Karl, Lenggenhager Hermann, Gasser Franz, Rutz Max, Risch Heinz, Baumann Ernst, Ammann Werner, Obi Alfred, Forster Paul, Kopp Hansruedi Austritte: Schenker Rudolf, Müller Willy, Wagner Peter, Schuwey Hans, Morgenthaler Willy, Oppliger Paul, Hofer Robert, Zedrosser Bruno, Weichlinger Werner, Schwyter Karl Diesen Ein- resp. Austritten wird die Genehmigung erteilt. 5. Wahlen Vorerst verdankt der Vorsitzende den Vorstandsmitgliedern sowie den Mitgliedern der übrigen Kommissionen ihre im verflossenen Vereinsjahr geleistete Arbeit. Zur Wahl des Präsidenten übernimmt der 1. Vizepräsident, Edy Pfister, den Vorsitz. Leider muss er den anwesenden Mitgliedern bekannt machen, dass unser langjähriger Präsident, Hans Leuenberger, auf ärztliche Verordnung hin, nicht mehr den Präsidentenstuhl besteigen darf. Für die überaus grossen Verdienste wird Hans Leuenberger auf Antrag des Vorstandes und der GV zum Ehrenmitglied des SCB ernannt. Edi Pfister überreicht dem scheidenden Präsident unter grossem Applaus die Urkunde und einen schönen Nelkenstrauss. Sichtlich gerührt verdankt Hans Leuenberger diese grosse Ehrung und hofft gerne, auch in Zukunft seine ganzen Kräfte dem SCB zur Verfügung zu stellen. Zum neuen Präsidenten wird auf Vorschlag des Vorstandes Kurt Müller einstimmig (durch Erheben von den Sitzen) gewählt. Kurt Müller verdankt mit kurzen Worten diese grossartige Wahl und versichert, das Vereinsschifflein, so gut wie nur möglich, aufwärts zu steuern. Daraufhin gibt der Präsident noch folgende Demissionen bekannt: Hans Oberer als Aktuar, H.R. Pfyl als Beisitzer, H.R. Dreier als Platzkommissions-Präsident, E. Pfister als Platzkommissions-Mitglied, H.R. Pfyl als Propagandakommissions-Präsident, Albin Strähl als Trainer, Walter Büttigkofer als Platzwart. Nachdem schon an einer Vorstandssitzung eine Reorganisation der Spiko gefordert wurde, ist diese nunmehr auf nur fünf Mitglieder verkleinert worden. Als Ersatz für diese Demissionen werden vom Vorstand vorgeschlagen: Hans Leuenberger als Aktuar, Rober Götschi als 1. Beisitzer, Hans Leuenberger als neuer Platzkommissions-Präsident (bis 21.8.55), Max Rutz als neuer Progagandakommissions-Präsident, Albert Reize als neuer Trainer, Josef Hohl als neuer Platzwart Mit diesen Nominationen geht die Versammlung einig und die Genannte werden einstimmig gewählt. Die übrigen Vorstands- und Kommissionsmitglieder haben sich für ein weiteres Jahr zur Verfügung gestellt und werden in Globo wiedergewählt. Der Vorstand und die verschiedenen Kommissionen setzten sich nunmehr wie folgt zusammen: Vereinsvorstand: Präsident: Kurt Müller - 1. Vizepräsident: Eduard Pfister - 2. Vizepräsident: Edi Amiet - 1. Sekretär: Hansruedi Pfyl - 2. Sekretär: Hans Glanzmann - Kassier: Otto Bläsi - Platzkassier: Albert Lüthy - Aktuar: Hans Leuenberger - Beisitzer und Materialverwalter: Kurt Hänni - Beisitzer: Robert Götschi Spielkommission: Präsident: Franz Bergetzi - Sekretär: Rudolf Müller - Mitglieder: Captain 1 + 2 Mannschaft, Trainer A. Reize Propagandakommission: Präsident: Max Rutz - Mitglieder: Edi Pfister, H.R. Pfister, Iwan Pfyl, Bruno Hofstetter Platzkommission: Präsident: Hans Leuenberger (bis 21.8.55) - Sekretär: Edi Amiet - Mitglieder: Hansruedi Pfister (ab 21.8.55 als Präsident), Fredi Hinz, Franz Bergetzi, Kurt Hänni, Hansruedi Pfyl Platzwart: Josef Hohl 6. Festsetzung der Jahresbeiträge Der Belassung des Jahresbeitrages auf bisheriger Höhe wird zugestimmt. 7. Vorschau auf die Spielsaison 55/56 und Tätigkeitsprogramm In der bevorstehenden Fussballsaison wir sich die 1. und 2. Mannschaft wiederum an der 3. resp. 4. Liga des SFAV beteiligen. Auch am Schweizercup soll teilgenommen werden. Am 20./21. August 1955 findet die grossaufgezogene Einweihung unseres Sportplatzes statt. Im Herbst soll event. erstmals ein Unterhaltungsabend im Konzertsaal stattfinden. Anträge der Spiko an die GV: 1. In Zukunft sollen die Spieler-Aufgebote im Vereinskasten spätestens am Dienstagmorgen angeschlagen werden. An Auswärtige wird weiterhin ein persönliches Aufgebot zugeschickt. 2. Die Teamsitzungen sind besser zu besuchen, und bei Nichterscheinen ist eine Entschuldigung am Platze. Persönliche Einladungen werden keine mehr gemacht. Diesen beiden Anträgen wird versuchsweise Zustimmung erteilt. 8. Anträge Der Vorstand beantragt der GV nachfolgende Massnahmen zur Annahme: 1. Fortsetzung der oglig. Platzarbeit: Jedes Aktivmitglied des SCB verpflichtet sich vom 18.7. bis 24.9.55 Pflichtstunden zu leisten. Für jede nicht geleistete Stunde wird Fr. 3.-- bezahlt. Edi Pfister und Hans Leuenberger machen Gegenantrag für 10 Pflichtstunden bis und mit 21.8.55. 2. Passivkarten: Jedes Mitglied übernimmt wiederum Passivkarten zum Verkauf. Für die neue Saison 55/56 je 2 Stück zu min. Fr. 3.-- pro Karte. Nicht verwendbare Karten können dem Kassier bis 15.8.55 rückerstattet werden. Bis 31.8.55 soll der Einzug beendet sein. Zu Beginn Sept. wird Rechnung gestellt. Max Rutz macht die Anregung, den Passivbeitrag auf Fr. 5.-- zu erhöhen, währenddem Rob. Götschi auf Verbleib von Fr. 3.-- drückt. Die GV erteilt den beiden Anträgen Genehmigung wie folgt: Antrag 1: 10 Pflichtstunden bis 21.8.55, Antrag 2: 2 Passivkarten zu Fr. 3.-- bis 15. August. 9. Verschiedenes Am 16. Juli 1955 findet in Kestenholz die Deleg. Versamlung des SFAV statt. Für unseren Verein werden HR. Pfister und HR. Pfyl abgeordnet. Franz Bargetzi orientiert die Mitglieder, dass off. Training Mittwoch, den 27. Juli 1955 auf dem Sportplatz wieder aufgenommen wird. Robert Götschi ermahnt alle Aktivspieler, dem SCB auch in sportl. Hinsicht treu zu bleiben und bei den Meisterschaftsspielen immer rechtzeitig zu erscheinen. Unser neuer Trainer, A. Reize, hofft zuversichtlich auf eine erfolgreiche Saison und appeliert an alle Aktiven, die Trainingsstunden lückenlos zu besuchen. Ueber die in vollem Gange laufende Organisation der Platzeinweihung übernimmt Edi Pfister das Wort. Für die grosse, rasche Arbeit aller Organisations-Mitglieder kann er nur gratulieren und er hofft auch von seiten aller Mitglieder einen restlosen Einsatz für diese Gross-Veranstaltung. Um 23.10 schliesst der Präsident die 12. GV Der Aktuar: Hans Oberer |