Zur Information: Alle Links führen zum gleichen Fotoalbum mit allen Scans der Originaldokumente (ausser der History-Link)
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Das Jahr startete mit einer tollen Einweihungsfeier für die Sportanlage Aarmatt. Nachdem man bereits im letzten Jahr auf der Anlage gespielt hatte, wurden die restlichen Gestaltungsarbeiten noch fertiggestellt. Sportlich lief es der 1. und 2. Mannschaft sehr gut. Beide Teams mussten am Ende der Saison ein Entscheidungsspiel um den jeweils 1. Platz in ihrer Gruppe bestreiten. Leider verloren beide diese Spiele und wurden deshalb beide Tabellenzweite in der 3. und 4. Liga. Erfreulicherweise konnte auf die Rückrunde eine 3. Mannschaft gemeldet werden. Die Bestrebungen eine Juniorenabteilung ins Leben zu rufen waren ebenfalls in vollem Gang. Im Juni 1956 waren bei SCB 27 Junioren gemeldet. Die Freude am Sportplatz wurde überschattet von der Kostenüberschreitung der Platzkommission. Im Budget hatte der Verein Fr. 16'000.-- für den Bau des Platzes. Dieser Betrag war von der Stadt Solothurn und Sport-Totto abgesichert. Das Budget wurde aber um weitere Fr. 16'000.-- überschritten. Die die Kommission nicht transparent war, wusste niemand ausserhalb von dieser massiven Kostenüberschreitung. Die Schlussabrechnung wurde erst im August 1957 dem Verein abgegeben. In der Schlussabrechnung musste dies mit Erschütterung zur Kenntnis genommen werden. Der Verein nagte noch lange Jahre an diesen finanziellen Verpflichtungen. Mehr Details entnimmt man den Vorstandssitzungen und Vereinsversammlungen. Die Kostenüberschreitung wurde in der Schlussabrechung begründet. Nachzulesen im Fotoalbum der Aarmatt. Folgende Vereine konnten die Anlage gegen Miete zu dieser Zeit ebenfalls benützen: TV Solothurn Handball, Katholische Jungmannschaft, Pfadfinder Solothurn Handball und aus dem Firmensport: FC Batschari, FC Nordmann, FC Handelsbank, FC Volksbank. Stetig war auch die Zunahme der Aktiven. Ende der Saison betrug die Mitgliederliste ca. 50 Aktive und 15 Aktiv-B Mitglieder. Der Verein war im Wachstum. |
Jahresbericht Saison 55/56 (leider noch nicht gefunden)
Dafür haben wir aber einen Bericht über die Baugeschichte der Aarmatt vom August 1955 Während langer Jahre war der Sportclub Blustavia gezwungen, seine sämtlichen Spiel auswärts auszutragen, da in der Stadt Solothurn keine Sportanlage zur Benützung zur Verfügung stand. Es ist deshalb verständlich, dass in den Reihen des jungen Sportclub der Ruf nach einem eigenen Platz immer lauter wurde. Auf ein entsprechendes Gesuch hin beschloss die Gemeinderatskommission der Stadt Solothurn am 2. September 1953, dem SCB das nötige Terrain zum Ausbau einer Sportanlage in der Aarmatt zur Verfügung zu stellen. Der mit dem damaligen Pächter abgeschlossene Pachtvertrag war jedoch erst auf den 1. Oktober 1955 kündbar. Durch ein feundliches Entgegenkommen des Pächters konnte jedoch bereits im Herbst 1953 mit den ersten Vorarbeiten begonnen, die ersten Planierarbeiten ausgeführt werden. Der eigentliche Bau wurde im Frühjahr 1954 an die Hand genommen. Das Spielfeld, das eine Grösse von 94 x 65 m aufweist, musste geebnet, ausgebessert und nachgesät werden. Eine grössere Restparzelle sollte als Trainingsfeld dienen. Das Clubahus, von einer Spezialfirma nach eigenen Plänen erstellt, sah bereits letzten Sommer seiner Vollendung entgegen. Zwei grosse Ankleideräume dienen der Gast- und Platzmannschaft, ein Aufenthaltsraum ist für Sitzungen etc. vorgesehen; der Douchenraum bietet zwei Mannschaften gleichzeitig genügend Platz. Selbstverständlich verfügt auch der Schiedsrichter im neuen Clubhaus über ein eigenes Zimmer. Sämtliche Installationen, Gas, Wasser und Licht, wie auch alle diese Zuleitungen und der gesamte Innenausbau wurden von Mitgliedern erstellt und ausgeführt. Gas, Wasser und Kanalisation konnten bei den bereits bestehenden Anlagen im Gaswerk angeschlossen werden. Die ganze Sportanlage wird von Pappeln umsäumt; eine Bretterwand schützt den Platz vor Zaungästen. Die Zugangs- und Zufahrtsmöglichkeiten dürfen als sehr gut bezeichnet werden; den Autos steht ein genügend grosser Parkplatz zur Verfügung. Es dürfte interessant zu wissen sein, dass für den gesamten Ausbau total über 2200 Stunden Frondienstleistungen der Mitglieder des Sportclubs notwendig waren.
Am 20. und 21. August 1954 fand die Platzeinweihung des SC Blustavia statt hier die erhaltenen Veröffentlichungen in der Presse: Solothurner Zeitung August 1955: Endlich hat auch der Sportclub Blustavia seinen Sportplatz Nach einer Odyssee von 16. Jahren, während man sich in Tüttenen, Gerlafingen und Zuchwil vorübergehend Gastrecht sicher musste, steht nun dem am 20.7.39 von sieben Fussballbegeisterten aus dem Blumensteinquartier - daher der brasilianisch klingende Name - gegründete Sportklub Blustavia Solothurn ein eigener Sportplatz zur Verfügung. Am 20. und 21. August feiert der SCB die Einweihung seiner Aarmatt. Die Gründer hätten sich wohl seinerzeit eine solche Entwicklung kaum auszudenken gewagt. Die Geburt der Vereines fiel ja in eine ungünstige Zeit. Während des 2. Weltkrieges musste sich der junge Verein wie all die andern in der sportlichen Tätigkeit stark einschränken. Die Spieltätigkeit beschränkte sich auf Treffen gegen Tirmen- und Militärteams, gelegentlich mass man sich auch mit SFAV-Mannschaften. Zu regelmässigem Spielbetrieb kam Blustavia erst mit dem im Jahre 1947 erfolgten Eintritt in den Schweizerischen Firmensportverband. Das im Tegionalverband Bern mitwirkende Team erspielte sich in den folgenden Jahren einige beachtliche Erfolge. So erkämpfte sich Blustavia 1948 und 1949 den zweiten Rang in der Meisterschaft, 1950 gewannen die Solothurner gar diesen Wettbewerb. Im Jahre 1951 erfolgte der Uebertritt in den SFAB. Mit einem zweiten Rang in der 4. Liga war der Start ein guter, schonn ein Jahr später konnte Blustavia zwei Mannschaften melden, von denen sich das A-Team den Augstieg in die 3. Liga sicherte. In dieser Klasse machte Blustavia sofort wieder gute Figur. Die Meisterschaft 1953/54 beendete es im 3., die folgende im 2. Rang. Einige spätere Spitzenspieler holten sich im SCB die fussballerische Grundschulung. So spielten z.B. Ruedi Jenny und Charly Bernet in den ersten Jahren nach der Gründung im SC Blustavia. Nicht sportliche Erfolge aber waren es, die der SCB in erster Linie anstrebte. Die Pflege der Kameradschaft war und ist sein erstes Anliegen. Diese saubere Einstellung zum Sport ist wohl der Grund, weshalb sich der SCB trotz zahlreicher Widerwärtigkeiten zu einem festen Gefüge entwickeln konnte, in dem 60 aktive Fussballer das Pendant zu ihrem Beruf finden. In kameradschaftlicher Zusammenarbeit haben diese wahren Idealisten unter den Fussballern auch ihren Sportplatz geschaffen. Im Jahre 1953 hatten sie sich an die Einwohnergemeinde Solothurn mit dem Ersuchen gewandt, man möge ihnen zu einem eigenen Platz verhelten. Am 2. September 1953 beschloss die Gemeinderatskommission, es sei dem Gesuchsteller das zum Ausbau einer Sportanlage nötige Terrain in der Aarmatt zur Verfügung zu stellen. Noch im Herbst des gleichen Jahres machten sich die Fussballer an die Arbeit; es wurden die ersten Planierungsarbeiten ausgeführt. Voll konnte dann im Frühjahr 1954 mit der Arbeit eingesetzt werden. Die ersten Spiele wurden im Herbst des gleichen Jahres ausgetragen. Die gesamte Platzgestaltung wurde von Vereinsmitgliedern ausgeführt. Es wurde ein Spielfeld von 94 x 64 m bereitgestellt, eine Spezialfirma erstellte ein Klubhaus nach den Plänen eines Vereinsmitgliedes. Der Innenausbau dieses Klubhauses, die Installation von Gas, Wasser und Licht, wie auch sämtliche Zuleitungen wurden selbst ausgeführt. In 2200 Stunden Fronarbeit ist eine Sportanlage entstanden, auf die der SCB stolz sein darf, die ihm eine weitere gedeihlihce Entwicklung sichern dürfte. Was lange währt, wird enlich gut. Hier erhält das Sprichwort seinen Sinn. Wie sehr die Bereitstellung eines weiteren Sportplatzes Gebot war, zeigt die Tatsache, dass sich jetzt schon 5 weitere Vereine das Gastrecht auf der Aarmatt gesichert haben.
Emsige Hände (Solothurner Zeitung August 1955)
Neue prächtige Sportanlage des SC Blustavia Solothurn (Solothurner Anzeiger 19. August 1955) Als wir erstmals eine Spaziergang vom Hauptbahnhof Solothurn am neuen Zeughaus vorbei Richtung Zuchwil unternahmen und dort links aarwärts abbogen, waren wir geradezu erstaunt, in welch herrlicher Landschaft der neue Sportplatz eines rührigen Solothurner Fussballklubs der 3. Liga dort in 2200 (!) Fronstunden entstanden war. Nächsten Samstag und Sonntag erfolgt nun die festliche Platzeinweihung. Es darf dies nicht nur als ein Grossereignis für den löblichen SCB, sondern für die Stadt Solothurn und Umgebung gebucht werden. Wer ist der Sportclub Blustavia? Wir können ihn wie folgt vorstellen: Es ist ein Sportverein, der allem voran die Kameradschaftstreue, also das stellt^, was man einen flotten, guten Sportsgeist nennt. Es wird in erster Linie darauf gehalten, dass sich einer in Beruf und Familie und im gesellschaftlichen Kreis bewährt. Es wird darauf geachtet, dass der Fussballsport als ein Stück Kultur gelten kann. Wo diese sportliche Auffassung dominiert, da bleiben auch die sportlichen Erfolge nicht aus. Ein Fähnlein der sieben Aufrechten - es waren sieben noch sehr junge Kameraden - hat am 20. Juli 1939 den Grundstein zu diesem heute gesellschaftlich und sportlich in weitesten Kreisen geschätzten Verein gelegt. Es waren sieben junge Kameraden aus dem Blumensteinquartier, woraus sie übrigens ihren Sportclub den Namen Blustavia ableiteten. Während vieler Jahre beteiligten sich die Blustavianer an der Meisterschaft des Schweizerischen Firmensportverbandes. Sie holten sich jeweilen den 1. Rang in den Jahren 1949 (Bernische Firmensporttage), am Turmix-Fussballturnier in Murten, und zwar dreimal nacheinander, d.h. in den Jahren 48, 49 und 50, und wurden Gewinner des wertvollen Wanderpreises. Wiederum 1950 in Bern gewann der Sportclub Blustavia die Firmenfussball-Meisterschaft. Das sind hervorragende fussballsportliche Erfolge. In Paris und in Dänemark wurden auch internationale Begegnung mit Erfolg ausgetragen. Einem Sportklub mit soch gesunder Sportsauffassung gehört sein eigener Fussballplatz! Wir nehmen an, dass auch unsere Stadt- und Bürgergemeindeväter diesen gesunden Bestrebungen eine offene Hand bekundet haben. Dies will etwa nicht als nötiger Wink mit dem Zaunpfahl aufgefasst sein, denn wenn der Herr Stadtammann zum offiziellen Anlass der Blustavianer seine Zusage gegeben hat, so ist dies diesen strebsamen jungen Männern wohl zu gönnen und wird der entsprechende geistige und klingende Obolus bereits spendiert sein.
Alle Achtung, der SCB hat sein Spielfeld in der Grösse von 94 x 65 m in eigener Fronarbeit spielbar bereitgestellt. Es steht zudem noch eine schöne Restparzelle als Traininsplatz zur Verfügung. Auch das gediegene Clubhaus, inklusive alle Pläne, sind Eigenarbeit der Blustavia-Mitglieder. Dieses umfasst grosse Umkleideräume für Gast- und Platzmannschaft, einen Aufenthaltsraum, Schiedsrichter, Duschen- und Toilettenraum. Sämtliche Installationen (Gas, Wasser, Licht) wie alle Zuleitungen wurden ebenfalls von den Clumitgliedern selber erstellt. Prächtige Pappel umsäumen die Sportanlage. Zugangs- und Zufahrtsmöglichkeiten dürfen als vorzüglich bezeichnet werden, und auch für Autos steht ein genügend grosser Parkplatz zur Verfügung Die festlichen und sportlichen Anlässe beginnen morgen Samstag um 20.15 Uhr in der wie noch selten reich und festlich dekorierten Reihalle mit einem grossen Bunten Abend. Der vom Zirkus Knie bestbekannte Clown Andreff bildet eine Gross-Attraktion. Luftakrobatische Einlagen und eine Reihe von Ueberraschungen sorgen für Unterhaltung und Kurzweil. Besonders sei das Orchester The Alexandeers Basel (10 Musiker) erwähnt. Fussballerherzen schlagen höher, wenn man das sprotliche Programm überblickt. Nächsten Sonntag um 10 Uhr spielt im freundschaftlichen Spiel Blustavias zweite Garnitur gegen den FC Zuchwil. Am Sonntag-Nachmittag, Beginn um 14.30, Blustavia 1 - Luterbach 1 In grosszügiger und verdankenswerter Weise haben sich unsere bestrenommierten Clubs der Nationalliga A, resp. B FC Grenchens 1. Mannschaft und FC Malley Lausanne zur Verfügung gestellt, um auf sportlichem Gebiet zweifelsohne Bestes zu bieten, zumal es der letzte Galopp zur nächsten Sonntag beginnenden Meisterschaft bedeutet. Dieses Treffen folgt im Anschluss an das obige Spiel. Wir glauben, dass es keine weiteren Worte bedarf. Diese einmalige Veranstaltung empfehlen sich allen Sportfreunden aus nah und fern selber. Der SCB verdient aufrichtige Sympathie und guten Besuch! Wir beglückwünschen die Blustavianer zu ihrem Idealismus und flotten Sportgeist, der Voraussetzung zu dieser prächtigen Sportanlage war, die sich auf diesem Gebiete als ein Schmuckstück für die Stadt Solothurn und Umgebung präsentiert.
Aus dem offizielen Matchprogramm
Weitere Presseberichte
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History der Spiele Saison 1955/1956 1. Mannschaft Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenliste, Zeitungsartikel usw.
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Folgende Dokumente sind im Fotoalbum: Protokoll Generalversammlung Vereinsversammlungen 1955/56 Vorstandssitzungen 1955/56 Jahresbericht der Spielkommission Mitteilungsblätter für Blustavia-Kasten im Stammlokal
Mitgliederverzeichnis 1.7.1956
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13. Generalversammlung vom 21. Juli 1956 im Restaurand Baseltor Vorsitz: Kurt Müller, Präsident Anwesend: laut Präsenzliste 50 Mitglieder Der Präsident eröffnet um 20.30 Uhr die Verhandlungen mit einer kurzen, markanten Begrüssung. Insbesondere wendet er sich an unsere neuen Vereinsmitlieder, die er im Kreise des SC Blustavia recht herzlich willkommen heisst. Der UOV liess uns ein Telegramm zugehen, das uns die besten Glückwünsche übermittelt. Traktandum 1 Das Protokoll der letzten GV vom 15.7.55 wird einstimmig genehmigt und bestens verdankt. Traktandum 2 Mit grosser Aufmerksamkeit laust der hinterste Blustavianer dem wahrhaft mit grosser schriftstellerischer Begabung abgefassten Jahresbericht des Präsidenten. Langeanhaltender Beifall liess erkennen, wie sehr die tiefgehenden, sinnreichen Gedanken die Gemüter der anwesenden Blustavianer erfasst haben. Der 1. Vizepräsident Eduard Pfister verdankt dem Vorsitzenden diesen flott verfassten Jahresbericht herzlich. Er wird von der Versammlung diskussionslos genehmigt. Traktandum 3 Der Kassier, Otto Bläsi, verliest die Jahresrechnung, die folgendes Gesamtbild ergibt: Den Einnahmen in der Verwaltungsrechnung von Fr. 4052.20 stehen Ausgaben in der Höhe von Fr. 4408.15 gegenüber, sodass die Verwaltungsrechnung mit einem Rückschlag von Fr. 355.95 abschliesst. Vermögen per 30.6.56 Fr. 679.61. Zur Jahresrechnung ist aber zu bemerken, dass noch Ausstände an Beiträgen und Platzbenützungsgebühren in der Höhe von rund Fr. 565 zu registrieren sind, die nicht aktiviert wurden, wogegen noch unbezahlte Rechnung im Betrage von Fr. 356.-- vorliegen. Demnach würde die Verwaltungsrechnung um Fr. 209.-- besser abschliessen, sodass im Grunde genommen nur ein Defizit von Fr. 146.95 bestünde. In der Vermögensrechnung ist das Darlehen von Fr. 600.-- an den Platzwart zum Ankauf von Schafen nicht berücksichtigt. Diese würden demnach gegenüber 1955 keinen Rückschlag, sondern eine Vorschlag von Fr. 244.-- erzeigen. Trotzdem wir ein sehr kostspieligers Vereinsjahr hinter uns haben, dürfen wir demnach mit dem Rechnungsergebnis vollauf zufrieden sein. Der Bericht der Rechnungsrevisoren enthält einige Hinweise betreffend das Kassawesen, die hier kurz festegehalten seien: 1. Für jede Einnahme sollte auch ein Einnahmen-Beleg erstellt werden, wie dies übrigens schon im letzten Revisionsbericht gewünscht wurde. Solche Belege fehlen zum grössten Teil. 2. Sämtliche finanziellen Vorgänge müssen aus der Buchhaltung ersichtlich sein. Es dürfen keine Netto-Buchungen erfolgen. 3. Für sämtliche Vereinsanlässe und Veranstaltungen müssen detaillierte Abrechnungen erstellt werden. 4. Aktiven und Passive des Vereins müssen in der Vermögensrechnung aufgenommen werden. (Klubhaus, Platzeinrichtungen, Mobilar, Inventar, Darlehen etc.) 5. Es sollte ein Verzeichnis und eine Kontrolle über die Passivmitglieder geführt werden. Im übrigen wird das ausgewiesene Rechnungsergebnis von den Rechnungsrevisoren als richtig erklärt und dem Kassier für seine sauber geführte Buchhaltung der beste Dank erstattet. Der GV wird beantragt, die Rechnung in vorliegender Form zu genehmigen und dem Kassier, sowohl als auch dem gesamten Vereinsvorstande Decharge zu erteilen. Auch der Präsident dankt dem Kassier für seine geleistete Arbeit und schreitet anschliessend zur Abstimmung. Der Kassabericht des Kassiers Otto Bläsi wird diskussionslos genehmigt. Traktandum 4 Der Jahresbericht des Spikopräsidenten ist wiederum in gewohnt klarer, übersichtlicher Weise abgefasst. Er wird verdankt und genehmigt. Traktandum 5 Der Vorsitzende gibt zum Wahl-Traktandum vorerst die diversen eingetroffenen Demissionen bekannt. Es sind dies: Eduard Pfister als 1. Vizepräsident, Edi Amiet als 2. Vizepräsident, Otto Bläsi als Kassier, Hans Glanzmann als 2. Sektretär, Handruedi Pfister als Platzkommissionspräsident, Max Rutz als Präsident Propagandakommission, Kurt Hänni als Materialverwalter, Alber Lüty als Platzkassier, Hans Leuenberger als Aktuar, Ruedi Müller als Sekretär der Spielkommission, Edi Amiet als Sekretär der Spielkommission, Kurt Hänni als Mitglied Platzkommission, Hansruedi Pfyl als Mittglied Platzkommission, Iwan Pfyl und Bruno Hofstetter als Mitglieder Propagandakommission und leider auch Kurt Müller als Vereinspräsident. Der Vorsitzende darf aber mit Genugtung feststellen, dass sich ein grosser Teil der genannten Vorstandskollegen und Kommiswwionsmitglieder jedoch in anderer Beamtung ein weiters Jahr dem Vereine zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig dakt er den Vorstands- und Kommissionsmitglieder herzlich für die im abgelaufenen Vereinsjahr dem SCB erwiesens Arbeitsleistung. Endgültig aus Vorstand und Kommissionen scheiden aus: Edurart Pfister, Otto Bläsi, Hans Glanzmann, Kurt Hänni, Albert Lüthy, Iwan Pfyl und Bruno Hofstetter. Für die verschiedenen Chargen werden neu vorgeschlagen, gewählt und z. T. wiedergewählt: Vereinsvorstand: Präsident: Edy Amiet - Vizepräsident: Robert Götschi - Hauptkassier: Walter Ammeter - Aktuar: Franz Gasser - Sekretär - Hansruedi Pfyl - Materialverwalter: Hansruedi Pfister - 1. Beisitzer: Kurt Müller - 2. Beisitzer: Ubald Flury - Präsident der Spielkommission: Franz Bergetzi - Präsident der Platzkommission: Hans Leuenberger - Präsident der Propagandakommission: Max Rutz Spiko: Präsident: Franz Bargetzi - Sekretär: Hansruedi Dreier - Trainer: Hugo Flury - Kaptains der Mannschaften Platzkommission: Präsident: Hans Leuenberger - Mitglieder: Ruedi Müller, Werner Schläpfer, Peter Schüpbach, Ernst Baumann, Fredi Hinz, Franz Bargetzi Juniorenkommission: Obmann: Edy Amiet, Sekretär: Urs Rieder, 1 Mitglied vakant Propagandakommission: Präsident: Max Rutz - Mitglieder: Eduard Pfister, Hansruedi Pfyl Des weiteren gewählt: Her Reize als Hilfstrainer, Erhard Kiener als Platzkassier, Werner Schläpfer als Beitragskassier und im Amte für ein weiters Jahr bestätigt: Revisoren: Hans Oberer und Hans Allemann sowie der Platzwart: Josef Hohl. Die bisherigen Chargen eines 2. Vizepräsidenten und 2. Sekretär werden nicht mehr besetzt und deshalb aufgehoben. Der Präsident dankt vor allem noch dem neuen Trainer Hugo Flury für seine spontane Zurverfügungstellung und Herrn Reize für seine geleistete Arbeit als Trainer im abgelaufenen Veriensjahr. Auch dem Platzwart widmet er freundliche Worte des Dankes. Traktandum 6 Der Präsident begründet in überzeugender Weise die vom Vorstand beantragte Erhöhung der Beitrages für Aktiv-A Mitglieder von bisher Fr. 15.-- auf Fr. 20.-- jährlich. Die grosse Mehrheit der anwesenden Mitglieder stimmt diesem Antage spontan zu. Der Beitrag von Fr. 15.-- wird bei den Aktiv-B Migliedern ein weiteres Jahr auf dieser Höhe belassen. Traktandum 7 Das vom Kassier errechnete Budget sieht bei Fr. 5750 voraussichtlichen Einnahmen und Fr. 4835 Ausgaben einen aussergewöhnlichen Einnahmenüberschuss von Fr. 915 vor. Hans Leuenberger stellt den Antrag, es seien für das Juniorenwesen mindestens Fr. 500 auf der Ausgabenseite einzustellen. Die Juniorenabteilung wurde auf die kommende Saison hin neu geschafften und im Budget kommt dies wohl irrtümlicherweise überhaupt nirgens zum Ausdruck. Dieser Antrag wird von der GV einstimmig gutgeheissen. Damit reduziert sich der Einnahmenüberschuss auf Fr. 415.--. Traktandum 8 Der Vorstand beantragt der GV folgenden Beschluss anzunehmen: Jedes Aktiv-A Mitglied ist verpflichtet, in der Zeit vom 26. Juli bis 30. August 1956 auf dem Sportplatz Aarmatt insgesamt 10 Pflicht-Arbeitsstunden zu leisten. Die Arbeit erfolgt nach Weisung der Platzkommission. Für jede nicht geleistete Arbeitsstunde ist eine Vergütung von Fr. 3.-- an die Vereinskasse zu entrichten. Die Platzkommission hat eine genaue Arbeitskontrolle zu führen. Nach dem 30. August können keine Arbeitsstunden mehr nachgeholt werden. Nach diesem Termin wird der Kassier jenen Mitglieder, welche ihre Pflichtstunden nicht erreicht haben, Rechnung stellen. Die Arbeitszeiten werden wie folgt festgelegt: Je Montag- und Donnerstag-Abend ab 18.00 Uhr und Samstag-Nachmittags ab 14.00 Uhr. Kollege Werner Schläpfer, der dem Vorstande termingemöss einen ähnlichen Antrag eingereicht hat, zieht diesen zurück, weil er sich im Grossen und Ganzen mit demjenigen des Vorstandes deckt. Die Abstimmung über den Antrag des Vorstandes ergibt eine überwältigende zustimmende Mehrheit. Traktandum 9 Franz Bargetzi gibt bekannt, dass es sich erübrigt, hier näher auf das bevorstehende Tätigkeitsprogramm für die neue Fussball-Saison einzutreten, da am 31.7.56 eine Team-Sitzung für sämtliche Aktiv-Spieler stattfinden wird. Bei dieser Gelegenheit dürfte dann das Tätigkeitsprogramm näher ins Licht gerückt werden. Traktandum 10 Ueber den bevorstehenden grossen Unterhaltungs-Anlass des SCB vom 1./2. September 1956 in der Reithalle und auf unserem Sportplatz referieren kurz die verschiedenen Komitee-Präsidenten. Dadurch erhält ein jeder eine ungefähre Vorstellung von dem, was da gespielt und geboten werden wird. An die Delegiertenversammlung des SKFAV werden Franz Bargertzi und Otto Gasser abgeordnet. Die Delegation wird einstimmig beauftragt, den Antrag einzureichen, es sei gegen den Antrag des SFAV hinsichtlich willkürlicher Erhöhung der Spielerversicherungsgebür, der auf dem Programm der Delegiertenversammlung des SKFAV figuriert, ein Vorstoss in dem Sinne zu unternehmen, dass eine Höchstgrenze festzulegen ist. Diese soll nicht mehr als 20 Rappen, pro Spieler über die jetzige Gebühr von Fr. 1.-- hinaufsteigen dürfen. Also höchstens bis auf Fr. 1.20 erhöht werden dürfen. Ferner wird den Delegierten der Antrag mit auf den Weg gegenben, es sei in Zukunft mit der Meisterschaftsrückrunde nicht vor dem Monat März zu beginnen. (Begründung: Platzeinnahmen-Ausfall, Ski-Sport, Unspielbarkeit der Plätze etc.) Hansruedi Dreier verdankt dem Verein das ihm überreichte Hochzeitsgeschenk. Ebenso die vielen Besuche von Blustavia-Kameraden im Spital während seines langen Aufenthaltes daselbst infolge der erlitten Beinbruches im Entscheidungsspiel Grenchen 3 - Blustavia 2a in Bettlach. Ivan Pfyl wünscht bekanntgabe der Spieler-Mutationen auf Saisonbeginn 56/57. Der Spiko-Präsident erteilt Auskunft wie folgt: 1. Uebertritte von andern Vereinen zum SCB: René Paratte vom FC Autophon - Gerard Giroud vom FC Autophon - Aldo Trevisan vom FC Fulgor - Rolf Christ vom FC Solothurn - René Burnier vom FC Nordmann - Hugo Flury vom FC Lengnau 2. Uebertritte vom SC Blustavia zu andern Klubs: Albin Strähl zum FC Moutier - Roland Spinnler zum FC Moutier - Urs Orlando zum FC Bettlach - Armin Danz zum FC Amiet-Hofmann - Martin Sommer zum FC Grenchen. Anschliessend spricht Kollege Eduard Pfister dem scheidenden Präsidenten Kurt Müller den herlichen Dank aller Blustavianer für die dem Vereine geleisteten Dienste aus und überreicht ihm als äusseres Zeichen einen Nelkenstrauss und ein kleines Präsent. Der Präsident erwidert diesen Dank umgehend an die Adresse des ganzen Vorstandes. In Tat und Wahrheit hat jeder einzelne im Vorstand vieles für den Verein geleistet und enorm viel Zeit aufgewendet. Der Dank gilt somit allen. Mit diesen Worten schliesst der Vorsitzende die in allen Teilen flott verlaufene 13. GV um 23.15. Der Aktuar: Hans Leuenberger |