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Ein ruhiges Jahr ohne grosse Höhepunkte. Im sportlichen Bereich wurde der Aufstieg in die 2. Liga wieder verpasst. Der Trainingsbesuch war ein weiteres Mal nicht befriedigend. Gesellschaftlich wurde der traditionelle Bänzenjass und eine Soirée sowie das Tschutti-Turnier durchgeführt. |
Jahresbericht Saison 59/60 Liebe Blustavianer "Es wär zu schön gewesen, es hat nicht sollen sein" Mit diesen Worten, die sicher vielen unter Euch nicht unbekannt sein dürften, möchte ich meinen Jahresbericht für das vergangene Vereinsjahr, das bewegt, arbeitsreich seinen Abschluss gefunden hat, beginnen. Wiederum konnte der Aufstieg in die 2. Liga nicht bewerkstelligt werden, und das, liebe Kameraden, war für mich die grösste Enttäuschung im verflossenen Vereinsjahr. Dabei hätten wir es einmal mehr in den Händen gehabt, alle Voraussetzungen waren vorhanden, aber eben: Es wär zu schön gewesen, es hat nicht sollen sein. Ich will hier nicht versuchen, Gründe und Entschuldigungen aufzuführen, die für das Versagen unserer 1. Mannschaft verantworltich gemacht werden können. Ich will euch auch nicht Aufschluss geben über die sportliche Tätigkeit, darüber dürfte der Spezialbericht des Spiko-Präsidenten hier im Anschluss an meine Ausführungen hinreichend orientieren. Nein, ich möchte wieder einmal mehr an die Kameradschaft und Hilfsbereitschaft jedes einzelnen Spielers appellieren, die in der vergangenen Saison sehr zu wünschen übrig liess. Kameraden, diese Eigenschaften sollten nicht nur am Biertisch gefplegt und gefördert werden. Die echte Kameradschaft und Freundschaft tritt erst dann richtig in Erscheinung, wenn man auch bei unangenehmen und unerfreulichen Angelegenheiten zusammen steht, gemeinsam und mit gegenseitiger Unterstützung versucht, den Weg aufwärts zu beschreiten. Es ist jeweils bemühend, während Meisterschaftsspielen festzustellen, dass einige, kaum hat der Kampf begonnen, die guten Vorsätze und die gute Kinderstube vergessen und eigene Mitspieler beschimpfen und mit Vorwürfen überschütten. Solche Episoden führen nur dazu, den Mannschaftsgeist zu untergraben und hinterlassen zudem den denkbar schlechtesten Eindruck an die Zuschauer. Wenn eine Mannschaft das gesteckte Ziel erreichen will, un dieses Ziel streben wir nun seit einigen Jahren an, so genügen allein die spielerischen Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers nicht, nein, viel wichtiger ist das Benehmen auf dem Spielplatz, immer bereit sein, seinem Kameraden helfend zur Seite springen zu können wenn er einmal versagt. Erfüllen wir diese Voraussetzungen, so stellen sich die Erfolge ganz bestimmt von selbst ein. Mit Vorwürfen und endlosen Diskussionen können nämlich keine Wettspiele gewonnen werden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Euch auch bitten, in Zukunft an den getroffenen Entscheiden der Spielkommission weniger Kritik zu üben und ihre Anordnungen strikte zu befolgen. Für die Mitglieder der Spielkommission ist die erforderliche Mannschaftsaufstellung sicher kein Vergnügen, sondern es handelt sich dabei um eine ihrer ernsthaftesten Pflichten, die sie im Interesse des Vereins nach bestem Wissen und Können erfüllen. Die in die zweite Mannschaft gesetzten Erwartungen gingen leider auch nicht in Erfüllung. Gegen Ende der Saison war bei einigen Blustavianern eine solche Interessenlosigkeit vorhanden, dass mit Mühe und Not eine Mannschaft zusammengestellt werden konnte. Ja, es ging sogar so weit, dass wir einen Match forfait verloren, weil bei Spielbeginn nicht genügend Leute vorhanden waren. Es ist eine Unverschämtheit und Disziplinlosigkeit gegenüber unserem Club und gegenüber seinen Mitspielern, die sich Sonntag für Sonntag zur Verfügung stellen, um eine schlagkräftige Elf ins Feld stellen zu können und um dem Verein Ehre einzlegen. Blustvianer, eine solche Nachlässigkeit darf nicht mehr über Hand nehmen. Wenn sich ein Spieler zur Verfügung stellt am Beginn einer Saison, so soll dies für das ganze Jahr sein und nicht nur für bestimmte Sonntage wo es ihm passt und wo er nichts Spezielles vorhat. Es gibt leider noch einige Leute, denen das Vort Disziplin ein Fremdwort sein dürfte. Im Berichtsjahr versammelten sich die Vorstandsmitglieder 11 Mal zu einer Sitzung, um die laufenden Geschäfte zu erledigen und die Vereinsmitglieder wurden zu 4 Versammlungen einberufen. An der ordentlichen Delegiertenversammlung des Sol. Kant. Fussballverbandes in Selzach wurde unser Sportclub durch Franz Bergetzi und Hugo Flury vertreten und schliesslich sei noch die Tagung für Vereinsfunktionäre in Wangen b/O aufgeführt, an der sich wieder einmal mehr Franz Bargetzi besteiligte. Der traditionelle Bänzenjass wurde am 5. Dezember im Hotel Roter Turm durchgeführt. Als gewiegter Organisator dieses Anlasses amtete wiederum Hans Leuenberger. Dass der Bänzenjass unter den Vereinsmitgliedern und zum Teil auch deren Ehegattinnen stets guten Anklag findet, zeigt uns auch diesmal wieder der grosse Aufmarsch. Die Professoren des Sidis konnten sich an dieser Konkurrenz nicht durchsetzen. Jeder, der an diesem Festchen mitgemacht hat, trat sicher zufrieden und vergnügt seinen Heimweg an. Zu erwähnen wäre noch das feudal spendierte Suurchrut mit Wienerli von Jäggi Tschägger. Samstag und Sonntag, den 2. und 3. Juli 1959 wurde auf unserem Sportplatz Aarmatt das 5. Tschutti-Turnier durchgeführt. Der Erfolg blieb auch dieses Jahr nicht aus, haben sich doch 35 Mannschaften zur Teilnahme eingeschrieben. Wenn ich unserem Kameraden Franz Bargetzi, der wiederum als umsichtiger und verantwortungsvoller Turnierleiter amtete, hier an dieser Stelle den hrzlichsten Dank für seine Mühe und zeitraubende Arbeit ausspreche, so gilt dies auch für alle diejenigen Kameraden, die bei diesem Anlass wertvolle Dienste verrichten. Ich denke da besonders auch an Herrn Hänggi. Ich glaube, wir können es nicht genügend schätzen, einen solchen umsichtigen, pflichtbewussten und einsatzfreudigen Platzwart zu besitzen. Im gleichen Atemzuge möchte ich seine liebe Ehegattin erwähnen, die zusammen mit ihrem Gemahl unser Clubheim und unsere Anlage so sorgfältig unterhalten und betreuen, dass es direkt eine Freude ist sich darin und darauf bewegen zu dürfen. Wir danken Ihnen Herr und Frau Hänggi für Eure uneigennützige Aufopferung, stete Hilfsbereitschaft und gewissenhafte Arbeit. Eine fröhliche Schar Blustavianer mit Gemahlinnen, Bräuten und Verwandten fanden sich am 30. Januar 1960 im Rest. Baseltor zu unserem Familienabend ein. Der Organisations- und Vergnügungspräsident Robert Götschi mit seinem Adjunkt Ubald Flury, hatte alle Vorkehren inkl. einer gerissenen Dekoration für ein gutes Gelingen dieses Soirées getroffen. Leider liess die Beteiligung von Seiten einiger Kameraden sehr zu wünschen übrig, was jedoch dem Anlass und der guten Stimmung in keiner Weise Abbruch tat. Von Anbeginn herrschte ein ungezwungener froher Betrieb, der sich mit gerissenen Produktionen, abgelöst durch Tanzmusik, für die das bestbekannte Duo Borrer sorgte, und Tanz-Spielen im Verlaufe der Stunden zu einer gehobenen Stimmung steigerte. Es ist nur zu hoffen, dass das nächste Mal alle Mitglieder mitmachen. Es wäre eine weitere Gelegenheit, die Kameradschaft zu fördern. Zum Schluss meines Berichtes möchte ich allen meinen Kameraden im Vorstand, sowie Euch allen danken für Eure Mitarbeit und Euren Einsatz. Möge das Vereinsjahr 60/61 uns Glück und Erfolg bringen. Ich erwarte von jedem Blustavianer stete Bereitschaft, uneigennützige und kameradschaftliche Mitarbeit. Solothurn, den 13. August 1960 Der Präsidend: Walter Ammeter |
History der Spiele Saison 1959/1960 1. Mannschaft Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenliste, Zeitungsartikel usw. |
Folgende Dokumente sind im Fotoalbum: Jahresbericht des Präsidenten Jahresbericht der Spiko Vereinsversammlungen 1959/60 Vorstandssitzungen 1959/60
Mitgliederverzeichnis 3. August 1960
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17. Generalversammlung vom 3. August 1960 im Rest. Baseltor Beginn: 19.30 Vorsitz: Walter Ammeter, Präsident Anwesend: 35 Mitglieder Traktandum 1 Das Protokoll der letzten GV vom 14.8.59 wird verlesen und von der Versammlung genemigt. Traktandum 2 In seinem Rückblick auf das verflossene Vereinsjahr bedauert der Präsident in erster Linie, dass der Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Liga einmal mehr nicht erreicht wurde. Leider konnte auch der 2. Mannschaft nichts rühmliches nachgesagt werden. Es sollte, so sagt der Präsident, nicht vorkommen, dass für eine Mannschaft nicht 11 Spieler aufgebracht werden. Im abgelaufenen Veriensjahr wurden 11 Vorstandsstizungen sowie 4 Vereinsversammlungen abgehalten. Der Präsident verdankt ganz besonder die aufopfernde Arbeit von Hr. Hängi und seiner Frau, sowie den unermüdlichen Franz Bargetzi und Hans Leuenberger. Das traditionelle Tschutti-Turnier wurde bei einer Beteiligung von 35 Mannschaften abgehalten. Ebenso wurde ein Bänzenjasset woeie ein Soirée durchgeführt. Zum Schluss des wirklich glänzend abgefassten Jahresberichts, gibt der Präsident der Hoffnung Ausdruck, dass die Saison 60/61 mehr Glück bringen möge. U. Flury verdankt den Jahresbericht und wünscht ihn durch die Versammlung als genehmigt. Traktandum 3 Die Rechnung unserer Vereinskasse stellt sich wie folgt: Einnahmen Total: Fr. 6412,85 Total Ausgaben: 6437,35 ergibt einen Ausgabenüberschuss von Fr. 24.50 Vereinsvermögen: Kassa Fr. 5.91, Postcheck Fr. 82.10, Bank Fr. 60.55 ergibt ein Totalvermögen von Fr. 148.56 per 31.7.60 Präsident Walter Ammeter verdankt die grosse Arbeit unseres Kassiers Otto Bläsi bestens. Revisionsbericht: Hans Oberer verliest den Revisionsbericht von Otto Bläsi und verdankt die gleistete Arbeit und die saubere Ausführung derselben. Er schlägt der Versammlung die Kassaabrechnung zur Genehmigung vor (1stimmig genehmigt) Traktandum 4 Spiko-Präsident Franz Bargetzi berichtet eingehend über Erfolge und Misserfolge der beiden Mannschaften. Die Gründe über die Misserfolge sind deren verschiedene. Es ist wirklich betrüblich Jahr für Jahr im Jahresbericht die selben Gründe aufzuführen. Als Hauptgrund befand der Spiko-Präsident das mangelhafte Interesse einzelner Blustavianer. Es sollte enfach nicht vorkommen, dass für die Fanionelf 24 Spieler und für die 2. Mannschaft 27 Spieler veerwendet werden müssen. Wenn man die Aufstellung so oft ändern muss, leidet automatisch das ganze Mannschaftsgefüge und dadurch wird unweigerlich auch ein voller Erfolg erschwert. Sämtliche Spiele, Meisterschaft, Cup und Training hat allein der Captain der 1. Mannschaft Albin Strähl bestritten, wozu der Spiko-Präsident, ihm gratuliert und dankt. Franz Bargetzi gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die kommende Saison mehr Glück bringen möge: Traktandum 5 Es liegen folgende Demmission vor: Edy Amiet, Hugo Flury, Max Elser und Max Ingold Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Walter Ammeter - Vizepräsident: Hansruedi Pfister - 1. Kassier: Otto Bläsi - 2. Kassier: Marcel Meroni - Aktuar: Max Ingold - Sekretär: Ubald Flury - Präsident Platzkommission: Hans Leuenberger - Presse und Propaganda: Hans Fasnacht - Materialverwalter: Max Elser - Beisitzer: Albin Strahl, Edy Amiet - Trainer: Willy Mollet - Platzwart: E. Hänggi Revisoren: Hansruedi Pfister, Hans Oberer, Ersatz: Anton Binz Uebrige Kommissionen: Spiko-Präsident: Franz Bargetzi - Willy Mollet sowie die 2 Captains Platzkommission: Präsident: Hans Leuenberger - Mitglieder: Max Elser, Franz Bargetzi, E. Hänggi, Albert Lüthy, W. Däppen Platzkassiere: Albert Lüthy, R. Thomsen, H. Ingold Presse und Propaganda: Fasnacht, Wolf, Schönholzer Passivwesen: Hans Oberer, R. Müller, H. Ingold Die Wahlen wurden gesamthaft vorgenommen. Traktandum 6 Mitgliederbeiträge: A-Mitglieder: Fr. 25.-- B-Mitglieder Fr. 15.-- Traktandum 7 Das Budget für die nächste Saison ergibt neuerdings eine Ausgabenüberschuss von Fr. 330.--, bestehend aus Einnahmen von Fr. 6645.-- und Ausgaben von Fr. 6975.--. Das auführliche Budget von Otto Bläsi wurde von der Versammlung genehmigt. Traktandum 8 Anträge: Art. 19 neues Alinea - Für Aktiv-A Mitglieder ist die Teilnahme an der Generalversammlung obligatorisch. Unentschuldigtes Nichterscheinen zieht eine Busse von Fr. 2.-- nach sich. Als Entschuldigungen gelten vor allem: a) Krankheit b) Ortsabwesenheit Art. 23 neues Alinea - Mitglieder-Versammlungen und öffentliche Vereinsanlässe können vom Vorstand, wenn nötig unter Auferlegung einer Buss bis zu Fr. 5.-- im Falle unentschuldigtes Nichterscheinen als Obligatorisch erklärt werden. Als Entschuldigung gelten a) Krankheit b) Ortsabwesenheit Traktandum 9 Auch dieses Jahr werden wir wieder am Cup teilnehmen. Ferner soll ein Soirée für unsere Mitglieder stattfinden. Dann soll der Lotto-Match und das Tschutti-Turnier durchgeführt werden. Im Dezember findet der traditionelle Bänzenjass statt. Traktandum 10 Hans Oberer und Albert Lüthy werden im Namen des SCB zu Freimitglieder erklärt. Ebenso wird Ihnen das goldene Vereinsabzeichen überreicht, wir gratulieren. Hans Ingold wird als Aktiv-B Mitglied (beitragsfrei) in den Verein aufgenommen. Im weiteren wurden folgende neue Mitglieder aufgenommen. Urs Schär, Jules Meer, Willy Gähwiler, Willy Ruf, Anton Dinz, Kurt Haas, Anton Haas, Otto Killer, Endre Kurtosy, Toni Morand, Paul Hafner. Um 22.15 Uhr schliesst der Präsident die flott verlaufene 17. GV. Der Aktuar: Max Elser |