Dies ist eine weitere Saison, die schlecht dokumentiert ist. Es gibt nicht viel zu schreiben. Der sportliche Bereich ist gar nicht dokumentiert.

 

Jahresbericht Saison 61/62

Da ich nicht einer für alle lästigen Routine verfallen möchte, habe ich einen bedeutend kürzeren Jahresbericht verfasst als gewöhnlich. Ueber die allgemeine fussballerische Tätigkeit wird der Bericht der Spiko Auskunft geben. Die finanzielle Katastrophe wird der Kassier erläutern. Ich begnüge mich deshalb damit, bloss einige besondere Vorkommnisse zu streifen und mich etwas über Allgemeinheiten auszulassen.

Der Sprechende, der als aktiver Fussballer nie an den vordersten Reihen gestanden hat, aber dennoch viel Sport betrieb und zum Teil jetzt noch betreibt, hat über Fussball, Sport und Spiel so seine eigenen Ideen und Ansichten. Ohne tiefgehende philosophische Abhandlungen über diese Begriffe erörtern zu wollen, so glaube ich doch, einige meiner Gedanken diesbezüglich auf zählen zu dürfen. Ich persönlich suche im Fussball Abwechslung, Erholung, Spiel und Sport und im Sport körperliche Ertüchtigung, Sauberkeit des Körpers und der Moral, die Entwicklung des Verantwortungsgefühls sich selber und den Kameraden gegenüber und, als Krönung, die saubere offfene Kameradschaft.

Die verflossene Saison bot von dem allem eigentlich äusserst wenig, aber dafür umso mehr Gehässigkeit, Intrige, Starrköpfigkeit, Eigensinn, trauriges Sich-fallenlassen, Verlust von Selbstvertrauen, Vergessen aller sportlichen Grundsätze und allgemeines Verlieren der Begriffe Spiel und Sport im engsten Kreise der Verantwortlichen. Der Vorstand ist sich bewusst, dass an der Tatsache nicht zu ändern ist, dass unsere 1. Mannschaft das Schaufenster unseres Clubs ist und dass je nach der dort gebotenen Leistung das Begeisterungsbarometer steigt oder sinkt. Ich stelle mit Schrecken fest, dass ich wieder wie letztes Jahr auf dem besten Wege bin, den Jahresbericht zu einer ausgeprägten Moralpredigt zu gestalten. Setzen wir einen Punkt hinter das Vergangene und richten die Blicke vorwärts. Erinnern wir uns alle wieder an die Grundgedanken des Sports im allgemeinen und des Fussballs im besondern. Tun wir das, so bin ich überzeugt, dass in der kommenden Saison viel Erfreuliches zu berichten sein wird.

Ich möchte meinen Jahresbericht nicht abschliessen, bevor ich einmal speziell einem unser wichtigsten Mitglieder noch ein Kränzlein winde. Ich denke da an unseren lieben Herrn Hänggi, Ich glaube, wir können es nicht genug schätzen, einen solchen umsichtigen, pflichtbewussten und einsatzfreudigen Platzwart zu besitzen, der, zusammen mit seiner Gemahlin unser Clubheim und unsere Anlage so sorgfältig unterhaltet und betreut, dass es direkt eine Freude ist, sich darin und darauf bewegen zu dürfen. Es ist ihnen kein Gang und kein Opfer zuviel um unseren Wünschen gerecht zu werden. Herr und Frau Hänggi, wir danken Euch für Eure uneigennützige Aufopferung, stete Hilfsbereitschaft und gewissenhafte Arbeit.

Zum Schluss meines Berichtes möchte ich allen meinen Kameraden im Vorstand, sowie Euch allen danken für Eure Mitarbeit und Euren Einsatz. Möge das Vereinsjahr 62/63 uns Glück uns Erfolg bringen. Dazu braucht es Eure stete Bereitschaft, Eure uneigennützige und kameradschaftliche Mitarbeit.

Der Präsident: Walter Ammeter

Originaldokument

 

Sport-History von allen Mannschaften 1961/1962

Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenlisten, Zeitungsartikel usw.

 

Folgende Dokumente sind im Fotoalbum:

Jahresbericht des Präsidenten

Vereinsversammlungen 1961/62

Vorstandssitzungen 1961/62

Zu den Originaldokumenten

 

19. Generalversammlung vom 25. August 1962 im Rest. Baseltor

Vorsitz: Walter Ammeter, Präsident

Anwesend: 26 Mitglieder

Traktandum 1

Das Protokoll der letztjährigen GV wurde durch Handerheben von der Versammlung genehmigt.

Traktandum 2

Der Jahresbericht des Präsidenten, der in kurzen Details abgefasst wurde, streifte im allgemeinen die Gehässigkeit, Starrköpfigkeit, Eigensinn und Selbstvertrauern. Er betonte weiter, dass der Jahresbericht wieder zu einer ausgeprägten Moralpredigt ausgefallen ist.

Ein Kränzchen besonderer Widmung widmet der Präsident unserem Mitglied Ernst Hänggi und seiner Frau, in der wie er erklärt, einen pflichtbewussten und umsichtigen und einsatzfreudigen Platzwart zu besitzen. Zum Schluss seines Jahresberichtes dankt der Präsident all seinen Kameraden im Vorstand sowie allen Mitglieder, die tatkräftig und immer zur Stelle waren, wen sie gebraucht wurden. Franz Bergetzi dankt dem Präsidenten für seinen ausführlichen Jahresbericht der von der Versammlung genemigt wurde.

Der Bericht der Spiko kann infolge Abwesenheit des Spikopräsidenten nicht verlesen werden.

Traktandum 3

An Einnahmen wurden eingenommen Fr. 6013.30 - Ausgaben Fr. 6316.45 ergibt einen Ausgabenüberschuss von Fr. 303.15. Vermögen per 15. August 1962 Fr. 630.81.

Der Revisionsbericht wurde verlesen und als richtig befunden. Er wird der Versammlung zur Genehmigung unterbreitet und von ihr bestätigt.

Traktandum 4

Demissionen liegen von Franz Bargetzi als Spiko-Präsident, Urs Rieder als Vizepräsident, Marcel Meroni als Einzugskassier, Max Elser als Materialverwalter, Hans Fasnacht in der Propaganda, Albin Strähl und Edy Amiet als Beisitzer vor.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Walter Ammeter - Vizepräsident: Franz Bergetzi - Kassier: Otto Bläsi - Sekretär: Ubald Flury - Spikopräsident: vakant - Propaganda: Hugo Flury - Beisitzer: Ernst Baumann, Bruno Strähl - Trainer: Jean Maradan - Platzwart: Ernst Hänggi - Präsident Platzkommission: Hans Leuenberger - Einzugskassiere: Albert Lüthy, Hans Ingold, René Thomsen

Rechnungsrevisoren: Robert Götschi, Hans Jehle, Hugo Flury

Passivwesen: Hans Oberer, Hans Leuenberger

Traktandum 5

Mitgliederbeiträge: A-Mitglieder: Fr. 25.--    B-Mitglieder Fr. 15.--

Traktandum 6

Budget: Fr. 5420.-- Einnahmen, Fr. 5545.-- Ausgaben ergibt einen Ausgabenüberschuss von Fr. 125.--. Das vorliegende Budget wurde von der GV einstimmig genemigt.

Traktandum 7

Antrag von Hans Leuenberger: Er beantragt zuhanden der Versammlung Rechnungsstellung der obligatorischen Pflichtstunden. Mit grosser Mehrheit wurde der Angrag Leuenberger angenommen und bestätigt.

Traktandum 8

Als grosse Attraktion des SCB steht wiederum unser beliebtes und allgemein bekanntes Tschutt-Turnier im Vordergrund. Der unsern Mitglieder bekannten Bänenjass im Dezember, sowie ein Vereinssoirée und ein Unterhaltungsabend.

Traktandum 9

Austritte aus dem SCB sind zu verzeichnen von: Urs Rieder, Hans Reinhard, Willi Däppen, Rolf Christ, Urs Schär, Paul Hauri, Urs Zumsteg, Fischer, Toni Binz

Eintritte in den SCB wurden getätigt von: Arn, Grossenbacher, Pfister, Simonis, Vanazzi, Müller, Spinnler

Die Ein- und Austritte wurden von der Versammlung genemigt.

Traktandum 10

Als 15 jährige Mitgliedschaft im SCB wurden Kurt Häni, Marcel Meroni sowie unser Präsident Walter Ammeter ausgezeichnet.

Traktuandum 11

Unter Verschiedenem verliesst der Präsident die Vermählungsanzeige von Ernst Bolliger. Edy Amiet dankt dem Präsident im Namen aller Mitglieder für seine nicht immer leichte Aufgabe, hebt hervor, dass nicht nur der Präsident ein präsident sei, sondern auch ein Kamerad wie Du und Ich.

Franz Bargetzi muntert die Spieler auf, mit viel Optimismus Kammeradschaft und Verantwortungsgefühl in die neue Saison zu steigen, nur dann kann das erreicht werden, was schlon lange der Traum war, der Aufstieg in die 2. Liga.

Nach diesen kurzen Referaten schliesst der Präsident die 19. GV um 22.00 Uhr um wie er beton, die nächsten paar Stunden im Kreise der SCB-Familie zu verbringen.

Der Aktuar: Max Ingold

Originaldokument