
Ebenfalls ein Jahr mit wenig Dokumenten. Aus den Worten des Präsidenten hört man heraus, dass in den letzen Jahren der Blusti-Geist nicht so vorhanden war und zu viel Zwist, wenig Hilfsbereitschaft und zu viele Gehässigkeiten vorkamen. |
Jahresbericht Saison 62/63 Vor ungefähr 8 Jahren, anlässlich der Platzeinweihung auf der Aarmatt, wurde in einer Zeitung die Frage gestellt: "Wer ist eigentlich der Sportclub Blustavia." Die Antwort lautet so: " Es ist ein Sportverein, der allem voran Kameradschaftstreue, also das stellt, was man einen flotten, guten Sportgeist nennt. Es wird in erster Linie darauf gehalten, dass sich einer in Beruf und Familie und im gesellschaftlichen Kreis bewährt. Es wird darauf geachtet, dass der Fussballsport als ein Stück Kultur gelten kann." Soweit ein Aussenstehender. Ja, wir sind ein Fussballclub, sogar ein verhältnismässiger recht erfolgreicher, wenn auch in den verflossenen Jahren der grosse Wurf weder der 1. noch der 2. Mannschaft gelungen ist. Wir haben aus eigener Initiative und mit eigenen Händen einen hübschen Sportplatz und uns in der Oeffentlichkeit einen recht guten Namen geschaffen. Wir waren in den Augen des Publikums ein den gestellten Anforderungen entsprechender Fussballclub, der das Zeug in sich hatte, sich zu einem grösseren Verein zu entwickeln. Und heute, wie ist die Situation, wie sehen wir es mit unseren eigenen Augen? Das 20. Jahrhundert ist dem Menschen über den Kopf gewachsen, dem Menschen, Sklaven seiner Zeit, seiner Welt, seiner selbst. Wir sind eingespannt in einen riesigen Arbeitsprozess, wir werden gehetzt, gejagt, von unseren eigenen Geistern verfolgt. Die Besinnung auf uns selbst, auf unsere Werte, auf das was der Mensch ist oder doch sein sollte, wird selten und hat in einer breiten Masse bereits nur noch antiquarischen Wert, Wehe uns, wenn wir in unserem stürmischen Jahrhundert uns ziellos teiben lassen und nicht Anker werfen, nicht festen Halt suchen. Vielleicht sind wir uns noch nicht bewusst geworden, welche Kraft in der Kameradschaft, in der Freundschaft liegt - Vielleicht sind wir der wahren und echten Freundschaft nicht mehr fähig und müssen wieder lernen, aus dem Kollektivismus, aus der Trägheit unserer Bahn aufzusteigen und uns die Hand reichen zum Du und Ich. Vielleicht haben wir noch nicht alle gemerkt, dass unser Sportclub nicht einfach die Mannschaften auf dem soundsovielten Tabellenplatz mit soundsovielen Verlustpunkten und Minustreffern sind, ein Fussballverein, der sich nichts anderes zu sagen hat als wenig schmeichelhafte Bemerkungen und Kritiken bei einem Fehlpass am Wettspiel? Sind wir uns wirklich alle bewusst, dass der SCB, dass unser Sportclub Blustavia ein Quell der Kameradschaft, der treuen Freundschaft sein sollte und sein muss? Ich glaube es nicht, der der gute Kameradschaftsgeist, der früher gewirkt und gewaltet hat, ist heute nur noch zu einem kleinen Teil vorhanden. Blustavianer, wollen wir uns für das neue Vereinsjahr nicht das Sprichwort: "Wer in guter Gesellschaft ist, ist in guter Kameradschaft" zu Grunde legen? Ich glaube, wir können es, ich glaube fest daran. Ich baue auf jeden Einzelnen von uns, dass er sich bewusst ist, welche Verantwortung er mit dem Beitritt zu unserem Club auf sich genommen hat, dass er immerfort bestrebt ist, sich einzuordnen, sich einem höheren Ziele unterzuordnen, bestrebt ist, den Geist der Kameradschaft, der Freundschaft wachzuhalten, zu hegen und damit stets neue Stunden der frohen Geselligkeit und der Erholung zu schaffen, dass jeder Einzelne aber auch weiss, dass er für den andern und nur für den andern da sein soll, wenn die Freundespflicht ihn ruft. Es gibt während eines Vereinsjahres genug Gelegenheiten um die stete Hilfsbereitschaft zu einer gemeinsamen Arbeit unter Beweis zu stellen. Ich möchte hier nur ein einzelnes Beispiel herauspflücken, unser alljährlich durchgeführtes Tschutti-Turnier. Hat sich jedes Mitglied, ich betone ausdrücklich, jedes Mitglied Gedanken darüber gemacht, welch ungeheuren Arbeitsaufwand es kostet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wie es bei unserem Turnier dieses Jahr erneut der Fall war. Könnt ich Euch vorstellen, wieviele Arbeitsstunden es nur braucht, unseren Platz so herzurichten um ein Turnier überhaupt durchführen zu können? Wisst Ihr was es heisst, aus über 100 Anmeldungen ein Turnier so zu organisieren, dass es im entscheidenden Moment auf die Minute, ja wenn nicht auf die Sekunde genau klappt? Nein, der grösste Teil von Euch weiss es nicht oder hat sich überhaupt noch nie Gedanken darüber gemacht; aber ein Franz Bargetzi, ein Hans Leuenberger, ein Max Ingold, ein Ernst Hänggi und andere mehr sind gerne bereit Euch darüber ausführlich Auskunft zu geben. Ich weiss, dass eine GV weder unbedingt ein Anlass zur Gewissensforschung noch eine überaus günstige Gelegenheit zur Meditation über Theorien ist, die in erster Linie grau und in zweiter Linie predigerhaft anzuhören sind. Zudem möchte ich mich herzlich ungern der Gefahr aussetzen, als Moralist verschrien zu werden. Wenn ich mir trotzdem gestatte, anstelle eines Jahresberichtes ein ernstes Mahnwort an Euch, meine lieben Kameraden, zu richten, dann nur aus dem Grund, weil die Entwicklung unseres Clubs und auch die Einstellung einzelner Mitglieder - ich sage das ganz offen, ein solches Mahnwort zu einer dringenden Notwendigkeit macht. Un nicht zuletzt auch deshalb, weil ich mich während 4 Jahren meiner Präsidialzeit zusammen mit den Vorstandsmitgliedern für echten Kameradschaftsgeist unseres Vereins mitverantwortlich gefühlt habe. Wenn meine Worte jenes Gehör finden, das sie zu finden hoffen, dann sehe ich für den SCB mit Mut und Zuversicht eine gute Zukunft voraus. Der Präsident: Walter Ammeter |
Sport-History von allen Mannschaften 1962/1963
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Folgende Dokumente sind im Fotoalbum: Jahresbericht des Präsidenten Vereinsversammlungen 1962/63 Vorstandssitzungen 1962/63 Sowas wie die erste EDV-Liste des Schweizerischen Fussballverband
Mitgliederverzeichnis 17.08. 1963
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20. Generalversammlung vom 17. August 1963 im Rest. Baseltor Vorsitz: Walter Ammeter Anwesend: 20 Der Präsident verliest zu Beginn der GV ein Telegramm, dass uns vom FC Solothurn übersand wurde. Erwiedert wurde ebenfalls ein Telegramm an den FC Solothurn zum Wiederaufstieg in die Nat. B mit folgendem Wortlaut. Die Schlacht ist aus, der Weg ist offen Richtung A, so wollen wir hoffen, möge es rollen, ohne zu rasten, von Gribi weg in des Gegners Kasten, zur heutigen GV nach hartem Sieg, zum Schritt B und Wiederaufstieg ertönt ein kräftiges Hipp-hipp-hurra von der GV des SC Blustavia Traktandum 1 Das Protokoll der letztjährigen GV wurde durch Handerheben von der Versammlung genehmigt. Traktandum 2 Der Jahresbericht unseres Präsidenten Walter Ammeter der wiedermal alles kreuzt was ein Blustavianer ist und sein sollte, wurde ganz deutlich hervorgehoben mit dem Sprichwort "Wer in guter Gesellschaft ist, ist ein guter Kamerad." Lasen wir uns nicht trügen von dem Glanze, denn ein jeder ist und soll sich bewusst sein, welche Verantwortung er sich mit dem Beitritt in unseren Club auf sich genommen hat. Nicht nur Fröhlichkeit sondern auch Trübsal bindet uns alle. Die Arbeit die auf den Verantwortlichen lastet, die eine Funktion auf sich nahmen, nennen wir nur in erster Linie unser Tschutti-Turnier, all das braucht Männer mit eisernen Nerven und Ausdauer. Zum Schluss seines Jahresberichtes hofft der Präsident, dass seine Worte Gehör finden werden, sodass man mit Zuverischt un Mut eine gute Zukunft erwarten kann. Franz Bargetzi verdankt den flott abgefassten Jahresbericht unseres Präsidenten mit dem Wunsche all das zu beherzigen, sodass es doch Früchte tragen wird. Traktandum 3 Die gesamten Einnahmen für das laufende Jahr betrugen: Einnahmen: 5049.95 - Ausgaben: 4869.25 ergibt einen Reingewinn von Fr. 180.70. Vermögen per 10. August 1963 Fr. 811.61 Revisionsbericht verlesen von Robert Götschi und der GV zur Genemigung unterbreitet, wurde mit Handerheben einstimmigt genemigt. Traktandum 4 Der Vorstand des SC Blustavia setzt sich nach den vorgängigen Wahlen wie folgt zusammen: Präsident: Franz Bargetzi - Vizepräsident: vakant - Aktuar: Max Ingold - Kassier: Otto Bläsi - Sekretär: Ubald Flury - Beitragskassier: Edi Amiet - Propaganda: René Siegfried - Präsident Platzkommission: Hans Leuenberger - Platzwart: Ernst Hänggi - Beistitzer: Ernst Baumann und Michael Gfrörer - Spikopräsident: Hans Leuenberger - Trainer: Günter Simonis - Jun. Trainer: Grossenbacher - Platzkassiere: H. Ingold, A. Lüthy - Revisoren: Götschi, Jehle Passivwesen: Oberer, Leuenberger Traktandum 5 Mitgliederbeiträge: A-Mitglieder: Fr. 25.-- B-Mitglieder Fr. 15.-- Traktandum 6 Für die Saison 63/64 wurden Fr. 5110.-- Einnahmen und Fr. 5275.-- Ausgaben budgetiert, sodass ein Ausgabenüberschuss von Fr. 165.-- budgetiert wurde. Traktandum 7 Hans Leuenberger stellt Antrag auf Platzbeleuchtung. Er weisst darauf hin, dass eine Beleuchtung von grossem Nutzen für unseren Verein ist. Können wir doch bis weit in die Nacht hinein trainieren, sodass alles später Früchte tragen wird. Einen Gegenantrag von Ubald Flury, der der Meinung ist, dass man doch noch zuwarten sollte, und anderwertige Schulden doch zuerst bezalen, stösst im Allgemeinen auf Wiederstand. In der anschliessenden Abstimmung die mit 10 Stimmen zu 3 Stimmen zu Gunsten von Leuenberger ausfällt, wird dieses Traktandum abgeschlossen. Traktandum 8 Das Tätigkeitsprogramm vom SCB sieht unter anderem das Tschutti-Turnier, einen Kegelabend, Bänzenjass und eventuell einen Lotto-Match vor. Traktandum 9 Unter Verschiedenem steht der Austritt von René Thomsen und der Eintritt von Werner Obi zur Debatte. Der Aus- wie der Eintritt wurden von der Versammlung genehmigt. Unter Verschiedenem wurde die letzte Reise nach Dänemark aufgegriffen, sollte doch versucht werden, wiederum Verbindungen aufzunehmen. Schluss der GV: 23.00 Uhr Der Aktuar: Max Ingold Titgliedschaft im SCB wurden Kurt Häni, Marcel Meroni sowie unser Präsident Walter Ammeter ausgezeichnet. |