
Der Jahresbericht des Präsidenten ist vorhanden. Wie immer die Einladung zum Bänzenjass. Sportlich kann man dank des Journals etwas berichten. Es fehlen jedoch einige Journale. |
Jahresbericht des Präsidenten Saison 69/70 Ich freue mich, heute zu Ihnen sprechen zu können. Gestatten Sie mir, dass ich meinen Bericht über das verflossene Vereinsjahr nicht mit tierischem Ernst, sprich Aufstellungen, belege, sondern Sie in etwas aufgelockerter Form über das Verinsleben orientiere. Als ich den SC blustavia von meinem Vorgänger Walti Ammeter übernahm, erfreute er sich bester Gesundheit. Mein Wunsch war es, Ihnen den Verein so zu bewahren und zu pflegen. Jedoch ist der beste Arzt wertlos, ohne ein gutes Team von Assistenten und Schwestern bei schwierigen Operationen. Ich kann nun sicher sagen, dass ich ein gutes TEam zur Seite hatte. Ein Team, das sich zur Erledigung der Vereinsgeschäfte im letzen Jahr 9 x traf und sicher nicht schlechte Arbeit leistete. Die Vereinsmitglieder wurden 1 x zu einer Versammlung einberufen, wobei jedoch von den 58 Eingeladenen nur deren 14 der Einladung Folge leisteten. Und dabei ging es um die Vorbereitung des Tschutti-Tuniers 1970, da sicher allen bewusst sein sollte, dass jeder Mann gebraucht werden kann. Erlauben Sie mir, kurz beim Turnier zu verweilen. Traditionsgemäss fand es während der ersten Juli-Woche statt, doch waren wir, ausser vom Wettergott, nicht sehr begünstigt, gab es doch gegenüber dem letzten Jahr eine erhebliche Verminderung der teilnehmenden Mannschaften. Dass dem Turnier trotzdem ein Erfolg in sportlicher und in finanzieller Hinsicht beschieden war, ist vor allem das Verdienst jender Leute, die Jahr für Jahr mithelfen, die Vereinsfahne hochzuhalten. Dafür sei allen herzlich gedankt. Was nun das gewellige Vereinsleben betrifft, darf ich sicher annehmen, dass allen, die mitgemacht haben, der durch Hans Leuenberger organisierte Bänzenjass in bester Erinnerung blieb und Hans sicher dieses Jahr im Dezember mit einer grossen Teilnehmerzahl rechnen kann. Zu erwähnen bleiben weiter das beinahe schon traditionelle Ski-Weekend in Adelboden (für nächstes Jahr wieder geplant) und die von Bruno Kocher so hervorragend organisierten Fahrten ins Grüne, Balu usw. Alle diese Anlässe dienen der Pflege und Erhaltung der Kameradschaft und vor allem des Sich-Verstehens, alles Grundlagen für ein erfolgreiches Vereinsleben. A propos Erfolg: Unsere beiden Aktiv-Mannschaften kämpften mit unterschiedlichem Erfolg in der 3. resp. 4. Liga um den Gruppenmeister. Ja ich möchte Brunos Mannen einmal zurufen: Es gibt auch in der 4. Liga einen Gruppenmeister. Versuchts doch noch mal! Das Fanion-Team führte, wie Euch allen sich noch in Erinnerung, lange Zeit die Tabelle an. Alles schien bestens. Doch plötzlich war der Wurm drin. Alle waren gereitzt, keiner erduldete mehr eine Kritik, alles dies Faktioren, die sicher schlussendlich dazu führten, dass die Mannschaft am Ende der Saison nicht den ersten Platz in der Gruppe belegte. Meine Herren, die vorhin erwähnten Gründe und nicht ein Desinteresse oder, wie verschiendentlich erwähnt, ein Nicht-Aufsteigen-Wollen der Vereinsleitung, führten zu den unnötigen Niederlagen. Aber freune wir uns am Erreichten. Wir sahen schöne Spiele, es wurde zum Teil guter Sport geboten und ein 2. Rang ist doch auch was, oder? Diesen Erfolg und vielmehr noch verdanken wir dem leider nur noch als Gast bei uns weilenden Livio Bernasconi. Ich spreche sicher in Eurem Namen, wenn ich Livio für alles, und das war nicht wenig, was er für unseren Verein geleistet hat, den herzlichsten Dank ausspreche. Die, ich will sie mal so nennen,Aera Bernasconi, hat unserem Verein doch wirklich viel gebracht, und zwar nicht nur neue Spieler, sondern genau das, was ein Sportverein zur Gedeihung bracht: Kameradschaft, Einsatzwillen und Disziplin. Ich hoffe gerne, dass auch Livios weitere Trainer-Laufbahn von Erfolg gekrönt sein wird, meine besten Wünsche begleiten ihn in die Zukunft. Der König ist tot, es lebe der König! So sehr wir das Scheiden Livios bedauern, so sehr freuen wir uns, in der Person von Gerold Weidenbach einen neuen Mann gefunden zu haben. Und alle, die bisher am Training mitgemacht haben wissen, dass er ein guter Mann ist. Ein altes Sprichwort sagt: Neue Besen kehren besser. Ich möchte meinen, dass manchmal auch die alten noch einigen Staub aufwirbeln. Spass beiseite. Hoffen wir, dass Gerolds Arbeit Früchte tragen wird und wir im nächsten Jahr zufriede auf das verblassene zurückblicken können. Die Visitenkarte eines Fussballclubs ist sein Spielfeld. Wie sie sicher alle bemerkt haben, präsentiert sich unser Platz in gewohnt ausgezeichnetem, aber etwas verändertem Zustand, bedingt durch Bauarbeiten am Gaswerk. Dass wir trotz dieser Einschränkungen heute gleichwohl eine gefreute Anlage haben, ist vor allem das Verdienst unseres Platzkommissionspräsidenten Hans Leuenberger, der viele Stunden, ja viele Tage seiner sicher knapp bemessenen Freizeit für Arbeiten am Platz geopfert hat. Ein spezielles Kränzchen möchte ich deshalb ihm und seinen Helfer, allen voran Toni Peduzzi, unser Platzwart, winden. Gelichzeitig möchte ich euch bitten, die Rufe Hans Leuenbergers nach gelegentlicher Hilfe nicht ungehört verhallen zu lassen, sondern zu zeigen, dass Worte wie Einsatz, Kameradschaft und Disziplin nicht leere Phrasen sind. Ich habe bis heute geglaubt, dass Dankessprüche in Präsidialreden einfach so hineingehören. Wenn ich aber auf das vergangene Jahr zurückblicke und feststelle, welche Arbeit z.B. unser Kassier leistet, wie sehr sich der Coach mit der 1. Mannschaft verbunden fühlt und was er alles für sie tut, mit wieviel Begeisterung unsere Dress gewaschen und geflickt werden, um nur ein paar Beispiele zu nennen, so kann ich nicht umhin als allen, die irgend eine Arbeit zum Wohle des Vereins geleistet haben, von ganzem Herzen zu danken! Lasst uns deshalb hoffen, dass wir im kommenden Jahr mit unserem Verein viele schöne Stunden erleben. Um dies jedoch tun zu können, bedarf es den Einsatz eines jeden, und zwar sollten wir uns vermehrt in Erinnerung rufen, Blustavianer zu sein. Wir tragen nicht nur irgend ein Dress, sonder das des SC Blustavia. Versuchen wir's also noch einmal, auf dass wir solz sein können, zu unserem Verein zu gehören! Solothurn, 28 August 1970 - Der Präsident Urs Schreiber |
Sport-History von allen Mannschaften 1969/1970
1. Mannschaft 1969/1970 Hinten von links: Günther Simonis, W. Sterki, M. Orlando, René Biberstein, H. Ruetsch, Albert Hohl, U. Kohler Vorne von links: Spielertrainer L. Bernasconi, M. Hess, E. Schönmann, W. Albrecht, F. Stampfli, U. Schreiber
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SC Blustavia Journal |
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SCB Journal Nr. 7
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SCB Journal Nr. 8
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SCB Journal Nr. 10 |
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