Dies war ein grausames Jahr für den SC Blustavia, die 1. Mannschaft stieg, nachdem fast alle Spieler den Verein verlassen hatten, sang- und klanglos in die 4. Liga ab und die zweite Mannschaft fand sich in der 4. Liga auf dem letzten Platz wieder. Die Zeit der Aarmatt lief ab. Der Verein stand kurz vor dem Aus. Im Mittleren Brühl, wo die Spiele ausgetragen wurden, stand noch gar nichts (keine Garderoben, keine Duschmöglichkeit). Nach dem sportlichen Abstieg, stand danach eine weitere sehr schwierige Saison bevor, da man kein Trainingsfeld mehr besass und man ständig imporvisieren musste. Aschi Brühweiler, der 1975 zum neuen Präsidenten gewählt wurde steuerte das Schiff jedoch wieder auf Kurs. Mit der Hilfe der treuen und alten Blustavianer, vor allem wieder einmal Hans Leuenberger, wurde das Projekt Mittlerer Brühl vorangetrieben und die Finanzierung eines neuen Clubhauses gefunden. Die Stadt Solothurn stellte dem SC Blustavia eine Parzelle zur Verfügung und die Planung für das Clubhaus gedieh.

 

Jahresbericht des Präsidenten Saison 75/76

Liebe Blustvianer

Eine hektische, unrihige Saison liegt hinter uns. Ich glaube, das erste Mal in der Geschichte Blustavias geschah soviel revolutionäres und umwerdendes wie in der Saison 75/76 und nie zuvor war die Auflösung des Klubs so nahe wie diesmal.

Wäre es aber nicht schade, eine solch alte und auf festen Füssen stehende Vereinigung so einfach aufzulösen? Man kann doch jahrelange Zusammengehörigkeit und Kameradschaft nicht einfach wegwerfen. Dies waren sich auch die jetzt noch anwesenden alten Blustavianer bewusst und versuchten mit Ausdauer und hartem Wille, den SC Blustavia aufrecht zu erhalten, und wie heisst es doch so schön...

Edles Wagen, starkes Wollen wanken nie auf dem Pfade der Pflicht.

Denn wer jetzt noch zum Club zählt (dazu gehören selbstverständlich auch die Neumitglieder), darf man aufrichtig als Blustavianer bezeichnen.

Vor einem Jahr nun, habt ihr mich zum Präsidenten des SC Blustavia gewählt und es ist für mich eine grosse Ehre, diesen Verein führen zu dürfen, obwohl es am Anfang meiner Amtszeit sehr schwer war, überhaupt die Meisterschaft zu Ende spielen zu können, da immerhin 12 Stammspieler in der 1. Mannschaft fehlten. Es ergab sich deshalb die Frage: Wie könnte man wieder eine gute 1. Mannschaft für die 3. Liga Meisterschaft hervorbringen?

1. Mussten in dieser Mannschaft Idealisten und Kameraden anzutreffen sein und

2. Musste der Ligaerhalt in Betracht gezogen werden.

3. Basierte der neue Club auf keinerlei finanzieller Forderung für Trainer und Spieler.

Dazu kann folgendes gesagt werden:

Punkt 1 und 3 wurden Dank dem persönlichen Einsatz eines jeden erreicht.

Der Punkt 2 allerdings, ging nicht ganz in Erfüllung. Es stellt sich die Frage, warum? Ohne nach einer faulen Ausrede zu suchen, muss man objektiv eingestehen, dass die Auflösung des Sportplatzes Aarmatt dem Club von der Substanz nahm. Ferner gibt es auch zu betrachten, dass auf dem Sportplatz Brühl keine Duschgelegenheiten vorhanden sind und auch die Trainings-Möglichkeiten waren teilweise oder gar nicht vorhanden.

Auch fehlte es natürlich an der nötigen Erfahrung der Mannschaft und man vermisste die Routine einer gut eingespielten 3. Liga-Mannschaft.

Die Kameradschaft der jetzigen Mannschaft und die Tatsache, dass dieselbe nun wesentlich verstärkt wurde, sollte jedoch ein Anreiz sein, sofort wieder den Aufsteig in die 3. Liga anzustreben.

Reise SCB nach Ruwer/Trier. Es war ein ganzer Erfolg für diejenigen, die mit dabei waren und war trotzdem beschattet von der grossen Enttäuschung der kleinen Anzahl der Beteiligten an dieser einmaligen Reise. In Trier wurden wir aber trotzdem sehr nett empfangen und durften über die Pfingsttage sicher vier sehr schöne und unvergessliche Tage erleben.

Vorstandssitzungen: In der Saison 75/76 wurden 9 Vorstandssitzungen abgehalten, bei welchen es z.T. recht heiss zu und her ging, da es um die Räumung des Platzes Aarmatt ging.

Solothurn, 30.07.1976 - Der Präsident: Ernst Brühweiler

Originaldokumente

 

Sport-History von allen Mannschaften 1975/1976

Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenlisten, Zeitungsartikel usw.

 

Folgende Dokumente sind im Fotoalbum

Vorstandssitzungen 1975/1976

Jahresbericht des Präsidenten

Protokoll GV

Alle Bilder

 

Kündigung der Aarmatt durch die Einwohnergemeinde

Reise nach Trier zu den Freunden aus Ruwer

Originaldokumente

 

37. Generalversammlung vom 30. Juli 1976 im Restaurant St. Niklaus

Anwesend: 19 Mitglieder

Der Präsident Ernst Brühweiler begrüss die wenigen Anwesenden

Ein Protokoll ist nicht vorhanden, da anscheinend der alte Aktuar keines geführt hat.

Der Jahresbericht des Präsidenten: siehe schriftlicher Bericht

Kassa-und Revisionsbericht: siehe Kassabuch. Der Bericht wurde einstimmig genehmigt

Walhlen: Als neuer Aktuar wurde Martin Haudenschild gewählt. Die restlichen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig bestätigt. Max Glanzmann hat als Aktuar demissioniert. Anstelle von Walter Bessire wurde Heinz Derendinger als 2. Revisor gewählt. Weiter Funktionäre: Dieter Wiggli, Platzkassier, 1. Ersatz Ernst Brühweihler, wenn beide nicht anwesend sind, bestimmt der Trainer einen Tageskassier. H. Leuenberger meint, dass der Platzkassier nicht der 1. Mannschaft angehören sollte.

Mitgliederbeiträge: Bleibt wie bisher 110.-- inkl. Dresswaschen und Duschenbenützung.

Budget: Einnahmen: 11'000.--, Ausgaben 8'600.--, Ueberschuss Fr. 2'400.--. Auftrag an den Präsidenten: Jedes Mitglied wird verpflichtet 3 Passivkarten zu Fr. 5.-- und 3 Kleber zu Fr. 3.-- zu verkaufen. Wurde einstimmig genehmigt.

Verschiedenes: Kündigungsbrief vom 13. Mai 1976 der Städt. Werke für Pachtvertrag Fussballplatz Aarmatt wurde vorgelesen. G. Simonis erwähnt Reise nach Ruwer, die für ihn eine grosse Entäuschung war, da sich nur wenige entschliessen konnten, mitzufahren. Antrag R. Götschi: Alle die sich für diese Reise angemeldet haben und sich kurzfristig abmeldeten, sollten Fr. 60.-- an die Reise bezahlen. Gegenantrag von R. Grimm: Kosten erst nach Rechnungsstellung einziehen (+ Fr. 40.-- für das Essen). Dem Gegenantrag wird zugestimmt. Bruno Kocher orientiert Versammlung über folgendes: Es werden Schiedsrichterkanditaten gesucht, da der SC Blustavia nur ein Schiedsrichter stellt. R. Grimm macht den Vorschlag GV nicht mehr im Juli abzuhalten. Vorstand nimmt dies zur Kenntnis.

Originaldokumente