Ein Jahr des Neuaufbaus. Im letzten Jahr stand der Verein fast vor dem Aus. In dieser scheinbar auswegslosen Situation waren sich alle Blustavianer darüber im klaren, dass nur ein neues Heim gepaart mit neuem sportlichem Erfolg den untergehenden Verein noch retten konnte. Der Initiative und dem unermüdlichen Einsatz des ersten Vereinspräsidenten Hans Leuenberger und des damaligen Präsidenten Ernst Brühweiler jun. verdankt es der SC Blustavia, dass es wieder aufwärts ging. Auf dem sportlichen Sektor wurde der Wiederaufstieg in die 3. Liga ganz knapp verpasst, doch standen die Chancen gut, dies wieder zu erreichen.

 

Jahresbericht des Präsidenten Saison 76/77

Liebe Blustavianer

Wieder einmal ist es soweit: Wir blicken zurück auf eine erfolgversprechende Saison, jedohc wie heisst es doch schön:

Es wär so schön gewesen, es hat nicht sollen sein!

Das Ziel war nahe, doch war es nicht das einzige Ziel, dass wir uns gesteckt haben. Wurden diese Ziele die wir uns für die Saison 76/77 gesetzt haben, auch alle erreicht?

Erstes Ziel war, dass der SC Blustavia wieder ein geordneter Verein werden sollte, der sich auch überall sehen lassen kann. Und man muss es ihm zugestehen, dass der SC Blustavia nach diesem Fussballjahr einen recht guten Ruf bei den Schiedsrichtern hat. Man kann isch also wiederum auf jedem Fussballfeld sehen lassen!

Ich bin überzeugt davon und glaube auch, dass viele ebenfalls dieser Meinung sind, dass die misslichen Trainingsbedingungen der Grund dazu waren, dass uns der letzte Schliff zum Aufstieg gefehlt hat. (Die Spieler der 1. Mannschaft absolvierten ihr Training auf dem Hartplatz des Werkhofschulhauses und mussten sich zu Hause umziehen und duschen). Das wichtigste aber war, dass die meisten Trainings-Abende sehr gut besucht waren. Auch die Auswärtigen scheuten die lange Anfahrt nicht und waren regelmässig dabei.

Der Trainer, Heinz Ruetsch, hat sich ebenfalls grosse Mühe genommen, dem SC Blustavia einen Rückhalt zu geben und zwar kostenlos. Ihm sprechen wir unseren besten Dank aus!

Auch die 2. Mannschaft spielte in der vergangenen Saison ausgezeichnet und ist jetzt ebenfalls im oberen Viertel der Rangliste zu finden. Auch dieser Mannschaft gebührt unser ganzer Stolz auch in Sachen Fairness und gutes Betragen.

Unter grosser Aufopferung der Freizeit von vielen Blustavianern, die zum Teil über 100 Stunden Fronarbeit aufweisen, insbesondere von Herrn Leuenberger Hans, Bläsi Otto, Haudenschild Martin und Herrn Paul Bachmann, war es möglich, unser Clubhaus auf den jetzigen Stand zu bringen. Herr Haudenschild wird sie unter dem Traktandum 2 genauer darüber informieren. Ich glaube, dass dieser Clubhaus-Bau auch sehr wichtig war für den Zusammenhang der beiden Mannschaften des SC Blustavia, da man doch alles gemeinsam schaffte, man transportierte, nagelte und malte zusammen. Nur so ist es doch möglich, dass man sich näher kennenlernt.

Das 3. Ziel war, dass die Saison 76/77 ein Aufbau für die kommenden Jahre sein sollte. Ich glaube, dies haben wir mehr als erreicht, wenn man bedenkt, dass kein einziger Aktiver dem Verein den Rücken gekehrt hat. Allen vielen Dank.

Die Reisen der 1.- und 2. Mannschaft stiessen bei den Aktiven auf ein grosses Echo. Das Engelberg-Weekend und die Fahrt ins Blaue wurden für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Nicht zu vergessen der Höck bei Martin Brühweiler in seinem Bauernhaus in Biezwil, wo's doch so richtig gemütlich zu und her ging.

Wir sind alles sehr froh, dass wir nun ein neues Clubhaus unser eigen nennen dürfen und sind natürlich ganz mächtig stolz darauf, dass nur durch unser Zutun dieser Bau erreicht wurde.

Jetzt gilt es, diesem Eigentum gerecht zu werden und zu beweisen, dass wir in der Lage sind, unseren Verein ordnungsgemäss zu führen. Ich danke schon jetzt allen für ihre Mithilfe.

Solothurn, den 1. Juli 1977 - Der Präsident: Ernst Brühweiler

Originaldokumente

 

Neues Clubhaus - Brief vom April 1977

Es hat sich gelohnt - Das neue Clubhaus im Rohbau

Originaldokumente

Für die gesamte Geschichte gibt es ein spezielles Fotoalbum mit allen Dokumenten.

Umzug von der Aarmatt ins Mittlere Brühl

 

Sport-History von allen Mannschaften 1976/1977

Ranglisten, Resultate, Matchberichte, Aufstellungen, Torschützenlisten, Zeitungsartikel usw.

 

Folgende Dokumente sind im Fotoalbum

Vorstandssitzungen 1976/1977

Jahresbericht des Präsidenten

Protokoll GV

Alle Bilder

 

38. Generalversammlung vom 01. Juli 1977 im Restaurant St. Niklaus

Der Präsident begrüsst die anwesenden Blustavianer

Protokoll: Jedem Mitglied wurde mit der Einladung eine Kopie des letztjährigen Protokolls zugesandt. Dieses wurde an der GV einstimmig genehmigt.

Jahresberichte: Der Präsidentenbericht wurde durch Ernst Brühweiler verlesen und mit Applaus verdankt und genehmigt.

Die Jahresberichte der Spielerkommission wurde durch Bruno Kocher, Trainer der 2. Mannschaft und Ernst Brühweiler i. V. für den Trainer der 1. Mannschaft vorgetragen und genehmigt.

Im Jahresbericht der Baukommission gibt Martin Haudenschild den neusten Stand unseres Klubhauses bekannt und ruft alle Mitglieder auf, die restlichen Arbeiten zu Ende zu führen. Sein Jahresbericht wird genehmigt.

Kassa- und Revisionsbericht: Siehe Kassabuch. Beide Berichte wurden einstimmig genehmigt.

Wahlen: Einstimmig gewählt wurden: Der bestehende Vorstand. Die Revisoren Werner Obi und Heinz Derendinger, neu als 1. Ersatz noch Roland Fellmann. Neu: Trainer der 1. Mannschaft: Livio Bernasconi, Trainer der 2. Mannschaft Bruno Kocher. Bestehende Kapitäne der beiden Mannschaften. Die bestehende Transferkommission. Als Platzkassier schlägt der Präsident Rudolf Aegeter vor. Das Ziel des Präsidenten ist, das Loch in der Kasse durch den Platzeinzug ein wenig zu stopfen, sollte durch den Einzug grössere Beträge eingehen, könnte an eine Senkung des Mitgliederbeitrages für das nächste Jahr gedacht werden. Franz Bargetzi schlägt vor, Rudolf Aegeter einstimmig zu wählen. Ein Klubhauswart wird unter den Vereinsmitgliedern keiner gefunden. Weitere Schritte werden durch den Vorstand unternommen.

Mitgliederbeiträge: Für die kommende Saison wird der Mitgliederbeitrag nicht erhöht. Der bestehende Betrag wird genehmigt.

Budget: Einnahmen Fr. 10'400.--, Ausgaben Fr. 10'100.--, Ueberschuss Fr. 300.--. Weitere Details siehe Budgetbericht des Kassiers. Budget für das Jahr 77/78 wird genehmigt.

Anträge: Antrag Gilbert Ambühl, man möge unser Klubhausrestaurant für kleinere Anlässe vermieten, um so zu noch mehr Einnahmen zu gelangen. Gegenargument von Walter Ammeter: Den Wirten sollten nicht noch mehr Einnahmen, wegen den Div. Waldhütten und Klubrestaurants wegfallen. Der Antrag von Gilbert Ambühl wird innerhalb des Vorstandes geprüft. Antrag von Hans Leuenberger, man solle für die 1. Mannschaft wieder einen Coach ins Leben rufen. Er schlägt für dieses Amt Franz Bargetzi vor. Er wird einstimmig gewählt.

Verschiedenes: Herr Reize, ein ehemaliges Mitglied des SCB, telefoniert während der GV ins Rest. Pintli, lässt sich sein Nichterscheinen entschuldigen und spendet dem Verein einen Matchball. Vielen herzlichen Dank.

Livio Bernasconi, Trainer der 1. Mannschaft stellt sich mit ein paar netten Worten den Anwesenden vor.

Franz Bargetzi verdankt die Worte von Livio und wünscht für die neue Saison eine gute Harmonie mit dem neuen Trainer und den Wiederaufstieg in die 3. Liga.

Peter Schärlig möchte vom Vorstand wissen, wie die 1. Mannschaft in der neuen Saison mit neuen Spielern aussieht. Präzise Angaben konnten noch keine gegeben werden.

Der Präsident kündigt für die 1. Mannschaft eine Reise nach Budapest an.

Zum Schluss der GV würdigte und dankte Walter Ammeter unserem Hans Leuenberger für seine unermüdlichen Bemühungen in unserem Verein, im besonderen aber für unser Klubhaus. Diesem Dank schliessen sich Vorstand und anwesende Vereinsmitglieder mit grossem Applaus an. Danke schön Hans.

Originaldokumente