
In dieser Saison wurden nach wie vor nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Während des Krieges waren die Aktivitäten nicht sehr gross, da immer Mitglieder im Dienst waren. |
Trainer: Charles Bernet ab Januar 1941 E. Hofer
Von Links: Bamert, Zimmermann, Hostettler, Neher, Bernet, Hofer, Zarro, Maurer, F. Jenny, Oppliger, Leuenberger, Rüefli |
Spiele
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9. Spiel: Matchbericht vom ersten Auswärtsspiel gegen den SV Sissach vom 21.7.1940 Original Matchbericht SV Sissach - SC Blustavia 1:3 (0:2) Der 21. Juli 1940 wird wohl jedem von den 15 Sissach-fahrenden in Erinnerung bleiben. Zuerst sah die ganze Geschichte nicht sehr rosig aus, denn wie wollten wir auch gegen einen 2. Ligaclub siegen! Dazu kam noch das scheussliche Gewitter am Morgen und der linke Verteidiger wollte einfach nicht anrücken. Spät kam er, doch er kam und wie? Sogar per Taxi!! Item, die Bahnfahrt verlief in rosigster Stimmung. Am Sissacher Bahnhof holten uns einige unserer Gegner ab, glaubten aber, als sich unser Präsident vorstellte, ein paar junge Solothurnerfussballfanatiker hätten sich ins Baselbiet verirrt. An ihren Gesichter an hatten sie uns jedenfalls schon vor Beginn im Sack. Nach einem guten und reichlichen Mittagessen zogen wir nun mit unserm für teures Geld gekauften Gladiolenbukett zum Sportplatz hinaus, wo mehr oder weniger begabten Nachwuchs aus Sissach sich mit 11 Gelterkinderkicker massen. Nach dem Vorspiel also, das zwar mehr einem Ringkampf glich, betraten wir unter tosendem Beifall der etwa 150 Zuschauer den Platz. Nach einer ergreifenden Rede des Sissacher Spielführers und einer noch ergreifenderen unseres Vizekapitäns Röbi Maurer begann unser erstes grosses Spiel: Unsere Aufstellung: Edy Hostettler W. Zimmermann W. Bamert R. Maurer Fr. Jenny H. Leuenberger E. Hofer Ch. Bernet A. Zarro P. Oppliger A. Rüefli Das Spiel geginnt beiderseits sehr lebhaft, bis die Sissacher gefährlich in Tornähe kommen, doch der Schuss geht in Behind. Es dauert etwa 3 Minuten, bis unser Team sich gefunden hat, dann aber wird das Spiel ausgeglichen, bis in der 5. Minute Ernst Hofer mit einer Steilvorlage Ch. Bernets davonzieht, die beiden Verteidiger stehen lässt und mit placiertem Eckschuss unsere Farbe in Führung bringt. 0:1 Ich glaube nicht fehlzugehen, wenn ich behaupte, dass wir dank diesem Tor das Spiel gewonnen haben, denn es hat die Moral unserer Elf kolosal gefestigt. Nun rollen die Angriffe ununterbrochen gegen das Tor der Einheimischen, die nur mit Glück um weitere Verlusttreffer herumkommen. Die Vorstösse der Gastgeber werden von der überrschend sichern und stosskräftigen Verteidigung der Weissen abgewiesen, wobei auch ihr Tormann oft zur Seite steht. Etwa 6 Minuten vor Halbzeit - es ist dies der Höhepunkt des Spieles - wird auf der linken Seite ein Vorstoss der Sissacher gestoppt, der Ball gelang zu Fritz Jenny der sofort an Ch. Bernet verlängert, welcher seinerseits 2 Gegner abhängt, herrlich unseren Rechtsaussen freispielt, dessen Flanke von Micky Rüefli sofort in halber Höhe an Bernet zurückgegeben wird, der mit prächtiger Direktabnahme aus gut 20 m den schönsten der 4 Treffer erzielte. Nach der Pause müssen wir gegen die Sonne spielen was unsere Maschinerie etwas ins Stocken bringt. Auch machen sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar, besonders in der Halfreihe. Doch hält die Verteidigung den immer dichter werdenden Sissacher Angriffen stand, bis in der 23. Minute der Mittelstürmer auf Fehler des linken Läufers zum Skoren kommt. Doch hat sich unser Team wieder gefunden und stürmt nun meist mit 6 Mann gegen das Landschäftlertor. Zehn Minuten vor Schluss köpfte Toni Zarro eine abgespielte Flanke zum 1:3 ein. Der nun folgende Endspurt bringt die Sissacher oft in arge Bedrängnis, doch können sie bis zum Schluss ihr Tor rein halten. Dieser prächtige Sieg ist eigentlich der erste grosse Erfolg unseres Clubs, besonders da er noch auf fremden Boden erzielt wurde und gegen einen Gegner, der uns physisch stark überlegen war. Doch zogen sie in technischer Hinsicht und in der Schnelligkeit so sehr den Kürzern. Eine Kritik über unsere Leute erübrigt sich, den jeder gab sein letztes her und war von A bis Z bei der Sache. Es bleibt noch zu erwähnen, dass der Basler Schiesrichter das Spiel souverän und sehr sicher leitete. Was nach dem Spiel alles passierte, darüber schweigt die Geschichte, es war auf jeden Fall "sauglatt".
Dieses erste Mannschaftsfoto von einem Team des SC Blustavia stammt von diesem Spiel. Von Links: Bamert, Zimmermann, Hostettler, Neher, Bernet, Hofer, Zarro, Maurer, F. Jenny, Oppliger, Leuenberger, Rüefli |
10. Spiel Original Matchbericht FC Utzenstorf - SC Blustavia 5:4 (4:3) Um den abflauenden Spielbetrieb etwas aufzufrischen und auch um vor Antritt der spielfreien Wintersaison doch noch ein Spiel unter Dach zu bringen, bemühte sich unser Vorstand eifrig, einen würdigen Gegner aufzufinden, der sich zu einer Freundschaftsparie mit unsern Leuten ofere. Die Wahl fiel auf Utzenstorf, in welcher Mannschaft sich unser zweiter Tormann, nebenbei gesagt, aktiv betätigt. Eigentlich war es die Auswahl, d.h. das Fehlen eines andern Gegners, der uns dazu veranlasste, gegen Utzenstorf antreten zu wollen, denn es muss gesagt werden, das Interesse, das diesem Spiel entgegengebracht wurde, liess zu wünschen übrig, und diese Einstellung wurde denn auch durch die nachfolgende Partie gerechtfertigt. Spielbeginn: 2 Uhr 30, dem Utzenstorf überaus freundlich gesinnten Schiedsrichter stellen sich die Mannschaften wie folgt: R. Jenny W. Zimmermann W. Bamert R. Maurer Fr. Jenny H. Leuenberger E. Hofer Neher A. Zarro P. Oppliger Von Felten Vielversprechend für Utzenstorf fängt die Partie an, denn schon in der 1. Minute ist es ihr Rechtsaussen, der seine Farben in Führung bringt, um gleich in der 3. Minute diesen Vorsprung um ein weiteres Tor zu bereichern. Dasselbe in Weiss vollbringt aber auch unser Halblinker Oppliger, so in den folgenden 3 Minuten den Ausgleich mit 2:2 Toren erzielend. Der ahnungslose Zuhörer mag denken, das müsse aber ein furchtbar rasches und fast klassisches Spiel sein, in dem sich in so kurzen Zeitabschnitten erfolgreiche Angriffe und Gegenangriffe folgen. Tatsache jedoch ist, dass der Platz die Schuld an diesem Umstande allein trug, denn er war wohl ein kleines bisschen zu kurz, dafür aber ein sehr grosses bisschen zu schmal, so dass dem Ball fast keine andere Wahl blieb als torwärts zu rollen oder in Out. Jedenfalls erübrigt sich eine detailliierte Reportage des Spielverlaufs, denn schöne Angriffe oder gerissene Kombination liessen weder der Gegner noch der Platz zu, und um es zu sagen, unsere Leute waren nicht besonders in Form, es fehlte ihnen der Schwung, die treibende Kraft, d.h. es fehlte ihnen Bernet. Nun, es wurden trotzdem noch zwei Tore erzielt, und zwar bringt Zarro die Weissen in der 22. Minute mit 3:2 Toren in Führung. Die 38. Minute bringt den Ausgleich durch Inversini 2. 3 Minuten vor Halzeit ist es wieder Utzenstorf, das erfolgreich ist. Mit diesem 4:3 geht es in die Pause. Es ist noch zu erwähnen, dass unser rechter Läufer Maurer in dieser ersten Halzeit verletzt wurde (hätte er das zum voraus geahnt, sicher hätte er an seinem Vorsatz, den Ausmarsch der Vorunterrichtler auf die Hasenmatte diesem Treffen vorzuziehen, festgehalten). An seiner Stelle tritt in der zweiten Halbzeit Hodel. Diese Halbzeit scheint torlos zu verlaufen, bis drei Minuten vor Schluss Utzenstorf seinen Vorsprung auf 5:3 zu erhöhen vermag, damit seinen Sieg, (der zwar nicht unbedingt verdient war) sicherstellend. Das zeigt sich auch dadurch, es in letzter Minute unserm rechten Verteidiger Zimmermann gelingt durch gut platzierten Kopfstoss das vierte Tor für Blustavia zu schiessen. Weiter Erfolge verhinderte der Schlusspfiff. Nach dem Match wäre man beinahe gemütlich beisammen gesessen, wenn nicht der Wille jedes einzelnen diesem Vorhaben ein wenig entgegengearbeitet hätte. (Einige gingen, die andern heim). Nur der im Metropole, nach Ankunft in Solothurn genossene Schlummerbecher vermochte dann die zum Teil etwas enttäuschten Gemüter zu beruhigen. |
11. Spiel FC Solothurn Junioren - SC Blustavia 1:5 (1:0)
R. Jenny W. Zimmermann W. Bamert Leuenberger Doensch Hodel E. Hofer Neher Schenker P. Oppliger von Felten Torschützen: Schenker 3, Oppliger 2 Leider kein Matchbericht vorhanden |
12. Spiel Original Matchbericht Von Rollsche Eisenwerke - SC Blustavia 4:5 (3:1) Zum zweitenmal im Jahre des Heils 1941 zog unser Team ins Feld, diesmal gegen eine Auswahlmannschaft des Eisenwerkes Gerlafingen, die sich aus einigen Grössen des FC Gerlafingen und aus sonstigen Fussballbegeisterten rekrutierte. Unsere Aufstellung: Edy Hostettler Doensch Zimmermann R. Maurer Bamert H. Leuenberger E. Hofer Zarro Bernet Schenker Oppliger Es war dies eines der unglücklichsten unserer Spiele, die meisten ausser Form und dazu annullierte der Schiedsrichter 2 Tore, die kaum aus Ofside heraus erzielt wurden. Das Spiel selbst ist anfänglich ziemlich zerhackt, bis sich die Einheimischen als erste gefunden hatten. Sie setzten nun unserer Hintermannschaft sehr zu, die noch nie gezeigte Schwächen aufweist. Die Folgen sind denkbar, nämlich 2 verhütbare Tore. Auch die Umstellung von Zimmermann und Leuenberger bewirkt nichts. Endlich gelingt E. Hofer ein Tor, das aber annulliert wird, ebenso eines von Ch. Bernet. doch gelingt es unserem Centreforeward endlich, mit täuschendem Aussenristschuss den Abstand zu verringern, aber schon im Gegenangriff kommen die Eisenwerkler zu ihrem 3. Erfolg. Nach der Pause stellen wir unsere Hintermannschaft radikal um. Bamert spielt linker Verteidiger, Zimmermann Mittelläufer, Zarro rechter Läufer und Neher Rechtinside. Röbi Maurer tritt aus, spielt aber nach der Verletzung H. Leuenbergers an dessen Posten weiter. Diese Umstellung hat Wunder gewirkt. Unaufhaltsam greift unsere Forward an, von der Läuferreihe mit brauchbaren Bällen versorgt, und die Verteidigung wird plätzlich ein fast unüberwindbares Bollwerk. Zuerst holt Bernet einen Treffer auf, erzielt bald darauf den Ausgleich, und E. Hofer setzt aus spitzem Winkel einen Ball in Hardess Tor. Nun gewinnen auch die Einheimischen wieder etwas an Boden, aber die Verteidigung ist auf dem Damm. Etwa 12 Minuten vor Schluss vergrösset Neher den Vorsprung auf 3:5. Nun legen die Platzherren einen formidablen Endspurt hin, können aber trotzdem nur ein Goal aufholen. Gegen den Schluss flaut die Partie merklich ab, und Blustavia verlässt als glücklichen Sieger das Terrain. Die Weissen zeigten eigentlich erst in der 2. Halbzeit, was sie können. Die Verteidigung war nach der Pause bedeutend stärker, wie übrigens auch die Sturmreihe. Besonders erwähnt zu werden verdienen die beiden "Kleinen" Ruedi Schenker und Päuli Oppliger, die wirklich prächtig kämpften und spielten, wie auch Ch. Bernet, der vor allem als Torschütze eine entscheidende Rolle spielte. Das Treffen war jedenfalls sehr aufschlussreich über unsere Stärke. Aber mit vermehrtem Training werden wir bald wieder die Vorjahresform erreicht haben. |
Torschützenliste |
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|---|---|---|---|
Name
|
Tore
|
Name
|
Tore
|
Charles Bernet |
4 |
Zarro |
2 |
Oppliger |
4 |
Zimmermann |
1 |
Schenker |
3 |
Neher |
1 |
Hofer |
2 |
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