
Der Verein spielte 1948 zum erstemal an einer offiziellen Meisterschaft mit. Im Schweizerischen Firmensportverband - Regionalverband Bern fand man Unterschlupf. Die Mannschaft spielte in der Gruppe 1 der Serie A (höchste Liga) mit. Es wurden folgende Wettbewerbe ausgetragen: Die Meisterschft, der Cup (sogenannter Hasler-Cup) und die Schweizerischen Firmensporttage (kann man als Turnier um den Schweizer-Meister bezeichnen) und die Regionalen Firmensporttage. Es wurden aber auch noch weitere Turniere ausgetragen, die irgendeine Firma sponsorte (z.B. der Turmix-Cup von der Firma Electro-Norm in Murten. Die Saison ist resultatmässig gut dokumentiert. Es kommt auch zum ersten Freundschaftstreffen von einer zweiten Mannschaft des SC Blustavia. |
Trainer: Ubald Flury |
Spiele
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Freundschaftsspiele 13. März 1948 FC Scintilla - SC Blustavia 2:3 im Emmenholz, Luterbach Aufstellung: Schläppi; Allemann, Oppliger (Maienfisch); Zimmermann (W. Flury), Götschi, A. Lüthy; Leuenberger (Bohnenblust), U. Flury (Neher), R. Lüthy, O. Henzi, H. Oberer Torschützen: U. Flury, Leuenberger, Neher Weitere Spiele SC Blustavia - FC Bellevuegarage Bern 20:2 SC Blustavia - FC Rüttenen 1:1 FC Scintilla 2 - SC Blustavia 2 3:3 |
SFV - Firmenmeisterschaft 1948 - Serie A Gruppe 1
Matchberichte 1. Meisterschaftsspiel: FC Von Roll Bern - SC Blustavia Solothurn 0:4 (0:3) Zum ersten Meisterschaftsspiel der Saison reiste der SCB am Samstag nach Bern. Nachdem die Solothurn in den vorangegangenen Trainingsspielen den SC Scintilla 3:2 und den FC Bellevue-Garage Bern 20:2 geschlagen hatten und gegen Rüttenen 1 ein 1:1 erzielten, gelang es der jungen Mannschaft, auch die von Roll-Leute klar mit 4:0 zu besiegen und sich damit zwei vertvolle Punkte zu sichern. Blustavia konnte das Spiel jederzeit überlegen gestalten und sorgte mit drei schönen Toren für einen sicheren Pausenvorsprung. Nach Seitenwechsel wurde durch ein weiters Tor des Endresultat hergestellt. Mit diesem Kampf ist der SCB in der Schweiz. Firmenmeisterschaft - in der er zum erstenmal teilnimmt - recht erfolgreich gestartet und wird auch in den kommenden Spielen seine Chancen zu wahren wissen. 2. Meisterschaftsspiel: Eidg. Waffenfabrik Bern - SC Blustavia 1:0 (0:0) Der SCB musste eine erste, allerdings äusserst knappe Niederlage einstecken. Gegen die harte, manchmal geradezu grobe Spielweise der Berner führten die Blustavianer einen vergeblichen Kampf mit der ihnen eigenen Fairness. Die nicht mit der kompletten Murtener-Mannschaft angetretenen Solothurner konnten mit ihren Angriffen wohl bis in den gegnerischen Strafraum gelangen, wo aber das Schlusstrio mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die bestgemeinten Sachen zerstörten. Das entscheidende Tor fiel kurz vor Schluss, als man bereits an ein Unentschieden glaubte. Nach einem Durchbruch auf der linken Seite schoss ein Berner aus drei Metern Distanz eine harte Bombe satt am Pfosten vorbei, die vom Torwart nicht mehr genügend abgelenkt werden konnte, zum siegbringenden Treffer ein. Der SCB wird aber in den kommenden Spielen beweisen, dass ihn dieser unglückliche Kampf nicht davon abhalten wird, vor allem die Fairness hochzuhalten und die Spiele auf eine einwandfreie Art zu gewinnen und zu verlieren. 3. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia - FC Kiener + Wittlin Bern 10:1 (6:0) Zum ersten Heimspiel der laufenden Meisterschaft empfing der SC Blustavia den Finalgegner von Murten und konnte auf dem Platz des FC Rüttenen (die Spiele müssen aus verschiedenen Gründen dort ausgetragen werden) einen klaren Sieg erringen. Die Berner konnten sich während der ganzen Spieldauer nie richtig finden und wurden fast ständig in ihre Platzhälfte zurückgedrängt. Dr schiessfreudige Sturm der Solothurner schoss in regelmässigen Abständen die zehn Tore, die immer Früchte sinnreicher Kombinationen waren. Zum verdienten Ehrentreffer kamen die sehr anständigen Verlierer aus der Bundesstadt, als die Verteidigung des SCB zu stark gegen die Mittellinie aufgeschlossen war und der durchgebrochene Halblinke den Ball über den zu spät herauslaufenden Hüter in Tor liften konnte. Nach drei Meisterschaftsspielen - wovon zwei gewonnen und eines verloren wurde - kann sich der SC Blustavia über ein positives Torverhältnis von 14:2 ausweisen. 4. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia - SC Wander AG Bern 4:1 (2:1) Zum letzten Meisterschaftsspiel der Vorrunde empfing der SC Blustavia die Elf der Wander AG Bern. Der vollständig ausgetrocknete und gesprungene Boden auf dem Sportplatz Galmis in Rüttenen verunmöglichte ein genaues und schönes Spiel. Während der ersten Viertelstunde setzten sich die Berner in der Platzhälfte der Blustavianer fest und erzielten in dieser Druckperiode das Führungstor, das allerdings das einzige bleiben sollte; denn die Solothurner fanden sich nun bedeutend besser und schossen bis zur Pause zwei Tore: Bald nach Seitenwechsel lenkte der Berner Hüter einen flachen Schuss zum 3:1 ins eigene Tor. Aus einem Knäuel im 16er Raum heraus wurde das Endresultat hergestellt. Kurz vor Schluss schoss der Strumführer der Berner einen Hände-Elfmeter an den Pfosten und vergab damit die Chance einer Resultatsverbesserung. Es war ein etwas glücklicher Sieg über eine faire Mannschaft, dies sich mit den schlechten Bodenverhältnissen weniger gut abzufinden wusste. Die Solothurner behalten mit diesem Sieg einen sicheren zweiten Rang, wobei es durchaus möglich ist, dass sie in der Rückrunde die Tabellenführung erringen können. 5. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia Solothurn - FC Von Roll Bern 3:0 (0:0) Das erste Spiel der Meisterschaftsrückrunde schlossen die Solothurner erneut erfolgreich ab. Trotzdem das glitschige, stark aufgeweichte Terrain ausserordentlich grosse Anforderungen an die Akteure stellte, stand das Spiel auf einem ansprechenden Niveau, Beidseitig wurde mit letztem Einsatz gekämpft, wobei die vielen, klug durchdachten Spielzüge der Blustavianer gleich von Anstoss weg zu einer konstanten Ueberlegenheit führten. Nur der einwandfreien Arbeit ihres Torhüters hatten es die Berner zu verdanken, dass sie bis zur Pause nicht mit einigen Treffern im Rückstand lagen. Nachdem Blustavias Sturmreihe, von der Hintermannschaft gut unterstützt, immer wieder ins Feuer geschickt wurde, gelang es dem Sturmführer in der 70. Minute endlich über den sich werfenden Torhüter hinwegspringend, das Leder in die Machen zu setzen. Eine perfide Bombe aus gut 20 Metern jagt der Mittelläufer kurz darauf knapp undter die Latte. In der 85. Minute war es der Halblinke, der den Ball vor des Keepers fangbereiten Händen erwischte und zum durchaus verdienten 3:0 einschoss. Erwähnt bleibe noch das faire und sehr zielstrebige Spiel der sympathischen Berner Elf. Ihr Sturm wurde aber von einer ballsicheren und gewandten Verteidigung vor unlösbare Probleme gestellt. 6. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia - Eidg. Waffenfabrik Bern 0:2 Der SC Blustavia verlor das Meisterschaftsspiel gegen den SC Eidg. Waffenfabrik Bern mit 0:2 Toren. Das Spiel, das Schiedsrichter P. von Wartburg ausgezeichnet arbitrierte, war nicht sehr ansprechend. Die HItze mag ihren Teil beigetragen haben, dass zeitweise zuviel stehender Fussball gezeigt wurde. Mit dieser Niederlage hat der SC Blustavia seine Heimspiele für dieser Jahr beendet und muss nur noch in Bern zwei Meisterschaftsspiele und den Cupfinal austragen. _Für einen Cupsieg müsste aber anders gespielt werden. 7. Meisterschaftsspiel: FC Wander Bern - SC Blustavia 6:3 (2:0) Stark ersatzgeschächt mussten die Solothurner in Bern zum zweitletzten Meisterschafts-Spiel antreten. Eine Ueberlegenheit, wie es das Resultat auf den ersten Blick vermuten liesse, bestand aber auf Seiten der Berner nie. Vielmehr war es Blustavia, das sich oftmals über lange Strecken in der gegnerischen Platzhälfte festklammerte. Die Sturmreihe sündigte aber käglich und vergab die 100%igsten Chancen. Besser aber machte es der Gegner. Er nützte die sich ihm bietenden Gelegenheiten prompt aus, wobei er in seinem rechten Flügel einen ausgezeichneten Realisatioren besass, der allein für 4 Treffer zeichnete. Eine unzulängliche Torhüterarbeit hat allerdings viel z dieser für den SCB ungewohnent Verlusttor-Ziffer beigetragen. Aufstellung: Schläppi; Allemann, E. Amiet; Flury W. Götschi, Leuenberger; Oberer, Henzi, Oppliger, Lüthy A. , Hänni K. 8. Meisterschaftsspiel: SC Kiener + Wittlin Bern - SC Blustavia 3:12 (1:2) Mit einem überzeugenden Awaysieg haben die Solothurner die diesjährige Firmen-Fussbalmeisterschaft abgeschlossen. Das Treffen war äusserst schnell. Vor allem waren es aber die Blustavianer, die das Spielgeschehen diktierten, und was den Zuschauer speziell erfreute, es wurde nicht lange getändelt, sondern bei jeder sich bietenden Gelegenheit fleissig geschossen. Angriff über Angriff, von der Hintermannschaft gut vorbereitet, rollte aufs gegnerische Tor, und die hohe Trefferausbeute von einem vollen Dutzend dürfte die Ueberlegenheit der Solothurner eindeutig wiedergeben. Setzten sich die Berner in der ersten Halbzeit noch äusserst verbissen und erfolgreich zur Wehr, so fanden sich diese, nachdem sie zu Beginn der zweiten Hälfte innert sechs Minuten drei Treffer einstecken mussten, überhaupt nie mehr zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung zusammen. Ihre sporadischen Angriffe waren nur noch auf Zufall und Einzelaktionen eingestellt. Sie konnten dem Kombinationsspiel des Gegner, das nun auf hohen Touren lief, nicht mehr Einhalt gebieten. Mit disem Meisterschaftsspiel hat die Firmen-Fussballmeisterschaft 1948 der Region Bern ihren würdigen Abschluss gefunden. Mit zehn Punkten aus 8 Spielen und einem Torverhältnis von 37:12 nimmt der SC Blustavia in der Gruppe 1 der Serie A den zweiten Tabellenplatz ein.
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Hasler-Cup
Viertelfinale: FC Waffenfabrik - SC Blustavia 2:3 n.V. (0:1, 2:2) Nach dem die Solothurner kürzlich im Spiel um den Hasler-Cup die Mannschaft der Bellevue-Garage Bern in einem heissen kampf mit 5:4 besiegen konnte, traf sie in Bern auf die gefürchtete Elf der Waffenfabrik, der wegen ihrem überaus harten Spiel kein gerade guter Ruf vorangeht. Dennoch gelang es dem SC Blustavia, die favorisierten Leute der Waffenfarik mit dem Resultat von 3:2 nach Verlängerung aus dem Cup zu werfen. Die Solothurner rücken mit diesem Sieg in den Halbfinal vor. Halbfinale: SC Blustavia - SV Landestopographie Bern 3:1 (1:1) Im Halbfinal um den Hasler-Cup gelang es dem SC Blustavia Solothurn den SV Landestopographie Bern zu eliminieren und dadurch in den Final vorzustossen. Das Spiel, das, gemessen anden beidseitigen Torchancen, ein bedeutend höheres Resultat hätte zeigen solle, war bis kurz vor Schluss durchaus offen, bis die Berner durch ein Eigentor die Entscheidung selber herbeiführten. In den letzten Minuten festigten die Solothurn ihren Sieg, nachdem ein gutes halbes Dutzend Schüsse entweder die Latte oder den Pfosten getroffen hatten. Finale: FC Strassenbahner Bern - SC Blustavia 4:0 (2:0) Das Entscheidungsspiel um den Hasler-Cup fand vorgängig dem Freundschaftstreffen Young Boys Bern - FC Biel auf dem Wankdorf in Bern statt. In propagandistischer Hinsicht war dieses Spiel für die Schweizerische Firmensportbewegung ein voller Erfolg. Es wurde durchwegs recht ansprechender Fussball demonstriert, wobei besonders die Strassenbahner ein äusserst zielstrebiges, präzises Kombinationsspiel pflegten. Auf beiden Seiten wurde mit letztem Einsatz gekämpft, ohne jedoch die Grenzen des Erlaubten je zu überschrieten. Trotzdem die Solothurner bei Halbzeit bereits mit zwei Treffern im Rückstand lagen und nach Verletzung ihres Torhüters noch zwei weitere Tore entgegennehmen mussten, ide absolut nicht zwingend waren, behielten sie stets ihre gewohnte, faire Spielart bei. Diese gesunde sportliche Einstellung fand beim zalreichen Publikum, vor allem aber bei der siegreichen, gegnerischen Elf volle Anerkennung. Wenn beim SC Blustavia die Siegestrophäe auch versagt blieb, so darf er mit seinem ehrenvollen zweiten Platz der 18 teilnehmenden Mannschaften am Hasler-Cup des Firmensport-Regionalverbandes Bern dennoch zufrieden sein. Vielleicht gelingts nächstes Jahr.
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Turniere Turmix-Turnier in Murten (10 Mannschaften) 1. Rang
SC Blustavia gewinnt das Turmix-Tunier in Murten Von acht Mannschaften, die am Turmix-Tunrier teilnahmen, ging der SC Blustavia als Sieger hevor. In den Ausscheidungsspielen siegte der SCB gegen von Roll Bern mit 4:0 und gegen Bellevue-Garage Bern mit 2:0 Toren, um dann mit dem 1:1 Resultat gegen Strassenbahner Bern in den Final zu gelangen. Eim Endspiel gegen Kiener + Wittlin Bern, das der SCB stegs überlegen gestalten konnte, verhalf ein 1:0 dem SC Blustavia zum Turniersieg. Als Wanderpreis konnte ein Turmix im Werte von über 400 Fr. nebst einer originellen Murtener Flasche in Empfang genommen werden. Mit diesem Sieg hat sich der SCB im Schweizerischen Firmensport einen guten Namen verschafft.
Regionales Verbandsturnier in Bern (10 Mannschaften) 2. Rang
Der SC Blustavia beteiligte sich mit ersatzgeschwächter Mannschaft am Fussballturnier des Regionalverbandes Bern. Dennoch darf das Treffen das in äusserst fairem Rahmen gespielt wurde, für unsere Solothurner als Erfolg bezeichnet werden. Die Blustavianer siegten gegen SC Bellevue-Garage 2:0, SC Politisches 2:1 und spielten unentschieden gegen SC Hasler 1:1 und SC Kiener + Wittlin 0:0. Wegen Punktegleichheit mit dem SC Hasler entschied das bessere Torverhältnis.
Schweiz. Firmen-Sporttage in Basel (40 Mannschaften) 3. Rang
Auf den prächtigen Anlagen des St. Jakob-Stadions in Basel wickelten sich über das Wochenende die Kämpfe in den verschiedenen Sportzweige des Schweizerischen Firmensportverbandes ab. Es nahmen daran auch zwei Mannschaften aus der Stadt Solothurn mit gutem Erfolg teil: Der SC Blustavia erkämpfte sich am Fussballturnier von 38 teilnehmenden Mannschaften in der höchsten Stärkeklasse den 3. Rang. Das erste Spiel ging auf eine ganz unglückliche Art verloren, wobei der Gegner, Geigy Basel, den grossen Vorteil hatte, ohne Reiseermühdungen auf heimischen Boden spielen zu können und dann auch sehr knapp 1:0 gewann. Die beiden folgenden Spiele gegen Rentenanstalt Zürich und Strassenbahnen Bern wurden allerdings mit einem anderen Elan vom SCB 2:1 und 1:0 gewonnen. Damit war zwischen den Solothurnern und den Bernern ein Punktegleichstand erzielt und nur dank dem etwas besseren Torverhältnis gelangten die Strassenbahner in den Final und wurden nach einem unentschiedenen Spiel gegen Ciba Basel durch Punktevorteil Turniersieger. Die Solothurner haben neben ihrem sehr guten dritten Platz die Genugtung, als einzige den nachmaligen Sieger besiegt zu haben. |