Die sportliche Sicht sieht im Jahre 1949 noch besser aus als im Jahre zuvor. In der Meiserschaft wurde wiederum der 2. Gruppenrang erzielt. Im Cup-Wettbewerb schied man jedoch bereits im Viertfinale aus, aber beim Regionalen Verbandsturnier konnte man den ersten Platz erreichen. Das Turmix-Turnier wurde wiederum gewonnen, hingegen verzichtet man auf das Mitspielen an den Schweizerischen Firmensporttagen in Zürich, was im Spiko-Rapport bemängelt wird. Zum erstenmal spielte eine 2. Mannschaft regelmässig Freundschaftsspiele. Aufgrund einer Reklamation der Bellevue-Garage Bern, gegen den Status, dass der SC Blustavia ja keine Firmenmannschaft ist und deshalb aus dem Verband auszuschliessen sei, musste der Vorstand in Bern antraben. Man erhielt dort aber die Spielberechtigung für eine weitere Saison. Einige Höhepunkte waren sicher auch die Freundschaftsspiele gegen den 1. Ligisten SC Derendingen und gegen die Reserven des NLA-Clubs FC Grenchen (unter anderen spielte die Grenchner-Legende Ballabio mit). Für die Wettspiele konnte man zu Beginn den Platz vom FC Rüttenen benutzen, danach den vom FC Gerlafingen.

 

Trainer: Ubald Flury

 

Spiele

 

Freundschaftsspiele

SC Derendingen - SC Blustavia verstärkt 4:2 (0:0)

Sportplatz Heidenegg, Schiedsrichter: Hügli

Aufstellung: Liechti, Bühler, Zaugg, E. Amiet, Götschi, Oppliger, Oberer, Hänzi, Flury, Maienfisch, Fuchs

Bemerkungen: Blustavia spielte verstärkt mit Bühler (NL A La Chaux-de-Fonds) E. Fuchs (2. Liga FC Gerlafingen) und E. Zaugg (3. Liga FC Rüttenen)

Die Solothurnische Firmenmanschaft Blustavia war am Samstag zum erstenmal auf der Heidenegg zu Gast und stellte sich der ersten Mannschaft zu einer Trainingspartie zu Verfügung. Das Unverständnis, das allgemein unter dem Publikum gegenüber dem Firmensport herrscht, war nach dem Spiel kaum zu verstehen. Stellte doch Blustavia eine junge und vorbildlich faire Mannschaft aufs Feld. Fairplay schein der Elf schon lange höchstes Ziel zu sein. Und da auch bei Derendingen kein böser Mann in den Reihen steht, trat die Pfeife des Schiedsrichters recht wenig in Aktion. Solche Rencontres, die wirklich nur um des Spieles willen ausgetragen werden, sind für Spieler und Publikum immer eine Freude. Wohl merkte man den beiden Equipen die Winterferien an und auch die nahende Fasnacht machte sich in humoristischen Einlagen bemerkbar, wobei das glitschige Terrain das seinige dazu beitrug.

Bei Derendingen kam in der ersten Halbzeit Berret I erstmals zum Einsatz. Er gab sich grosse Mühe, doch kommt er begreiflicherweise noch nicht an die Sicherheit seines Bruders heran. Im Sturm bemerkte man Torhüter Sterchi als neuer Centervor, quiklebendig und mit einem für einen Torhüter beachtenswerten Repertoire an Tricks operieren. Wir befürchten aber, dass der Sturm auch in der zweiten Runde das Sorgenkind der Mannschaft sein wird. In der Fünferlinie kann man Spiel für Spiel schwache Punkte, die infolge ihrer Reaktionsarmut den Fordrang lähmen, feststellen.

Das Schlusstrio der Solothurner spielte sicher, wobei Bühler besonders auffiel. Die Läuferreihe war während des ganzen Spiels sehr aktiv. In der ersten Halbzeit baute sie ihre Angriffe immer durch das Innentrio auf, was den Erfolg zum vorneherein erschwerte. Nach Seitenwechsel bauten sie ihre Angriffe durch weite Vorlagen an die Flügel aus und so bekam der Angriff eine gefährlichere Note.

Nachdem der Mannschaftsführer den Zitronen einen schönen Blumenstrauss überreicht hat, stossen die Residenzler an. Obwohl in der ersten Halbzeit keine Tore gefallen sind, war das Spiel immer farbig.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit stehen ganz im Zeichen der Solothurner. In der 56. Minute klärt Liechti mit Fussabwehr. Den Gegenstoss unterbindet Schürch in gleicher Manier. Bernhard II wählt die 60. Minute zum ersten Treffer. 2 Minuten später trägt sich Sterchi in die Torschützenliste ein. Nach Wiederanstoss erbt Zulauf II. Die Offensive der Wasserämter hält weiter an. Mit unhaltbarem Schüss erhöht Bernhard I das Skore auf 4:0. Die Residenzler lassen sich aber dadurch den Mumm nicht nehmen. Schnell und freudig tragen sie ihre Angriffe vor. In der 66. Minute muss sich Schürch auf einen Schuss von Oppliger auch nach hinten bücken 4:1. Zehn Minuten später verringer die Gäste den Vorsprung auf 4:2 durch Hänzi. Die letzte Minute wickelt sich im Strafraum der Derendingen ab. Einen scharfen Schuss von Fuchs wehrt Schürch im Fallen. Der Ball springt vom Pfosten in die fangereiten Arme des am Boden liegenden Torhüters.

          

 

FC Grenchen Reserven - SC Blustavia 9:3

Sportplatz Brühl, Grenchen

Aufstellung: Liechti, Hans Allemann, Edi Amiet, Robert Lüthy, Hans Woodtli, Bruno Maienfisch, Hans Leuenberger, Robert Götschi, Otto Bläsi, Otto Henzi, Hans Oberer

Torschützen: Oberer, Henzi, Götschi

Das Vorspiel bestritten die Reserven mit den eingestellten Wartespielern gegen Blustavia Solothurn. Die Gäste hielten sich überraschend gut und vermochten bis zur Halbzeit das Resultat trotz Ballabio auf 2:2 zu halten. Dann iamen allerdings die Grenchner auf und siegten schliesslich mit 9:3

Bemerkungen: Grenchen verstärkt mit 7 National-Liga A Spielern. Diese waren: Ballabio, Sommer, Brunner, Hani, Zodra, Ardizzoni, Grütter

 

SC Scintilla Solothurn - SC Blustavia 2:8

FC Gerlafingen - SC Blustavia 7:2

SC Blustavia - FC Zuchwil 5:2

SC Blustavia - Tobler Bern 5:0

Freundschaftsspiele der 2. Mannschaft

SC Blustavia 2 - Scintilla        3:3

SC Schiedsrichter Solothurn - SC Blustavia 2      1:1

FC Rüttenen 2 - SC Blustavia 2        3:4

10.9.49 SC Verbandsdruckerei Bern - SC Blustavia 2      3:3

Aufstellungs: Dreier, Pfluger, Bläsi, Feusi, Zimmermann, Meroni, Ammeter, Arrigoni, Schläppi, W. Flury, A. Lüthy

Tore: Arrigoni, Flury, Schläppi

SC Blustavia 2 - SC Blustavia 1     0:7

29.10.49 SC PTT Bern - SC Blustavia 2        1:2

Aufstellung: Dreier, Pfluger, Bläsi, Hänni, Maurer, W. Flury, Ammeter, R. Lüthy, A. Lüthy, Zimmermann, Feusi

Tore: Maurer 2

Originale im Vergiss-Mein-Nicht Album "Chronik 1947 - 1956"

 

SFV - Firmenmeisterschaft 1949 - Serie A Gruppe 1

SC Eisenbahner - SC Blustavia
2:3
0:9 (0:3 forfait)
SC Von Roll - SC Blustavia
0:8
2:5
SC Strassenbahner - SC Blustavia
1:1
1:0
SC Bellevue Garage - SC Blustavia
1:3
3:6
Damit sind wir auf dem 2. Platz in unserer Gruppe. Wie haben in 8 Spielen 35 Tore geschossen und 10 Tore erhalten. Verglichen mit dem Jahre 1948, wo wir 36 Tore schossen und 14 entgegennahmen.

Matchberichte

1. Meisterschaftsspiel 9.04.1949: FC Eisenbahner Bern - SC Blustavia    2:3 (2:2)

Aufstellung: Schläppi, Oppliger, Allemann, Henzi, E. Amiet, U. Flury, Arrigoni, R. Lüthy, Götschi, Maienfisch, Oberer    Ersatz: Leuenberger, Dreier, W. Flury

Tore: Götschi 2, Maienfisch

Mit gemischten Gefühlen reiste der SC Blustavia zu seinem ersten Meisterschaftsspiel gegen die starken Eisenbahner nach Bern. Er löste seine Aufgabe jedoch glänzend, brauchte aber eine volle Viertelstunde, um durch einen markanten Treffer des halblinken in Führung zu gehen. Da nicht nur die Blustavia, sondern auch die Eisenbahner variantenreiches, schnelles Angriffsspiel demonstrierten, verlief das Spiel äusserst spannend. Ohne Zweifel hatten die Berner ihre besten Kräft in der Stumlinie. Dies ermöglichte ihnen, die ersatzgeschwächte Verteidigung der Blustavia vorerst mit Freistoss aus 16 m zu bezwingen und noch vor Ablauf der ersten Halbzeit durch Bogenschuss ein Tor vorzulegen. Die erstmals in gelb-schwarzen Dress spielenden Solothurner liessen jedoch nicht locker und erzielten durch ihren Mittelstürmer noch vor Halbzeit den Ausgleich. Nach Seitenwechsel waren die Blustavianer weiterhin überlegen.Spielzüge über mehrere Mann waren keine Seltenheit. Die aufopfernde Abwehrarbeit der Berner hinderte die Solothurner, ihre Feldüberlegenheit zahlenmässig zum Ausdruck zu bringen. Gegen den wohlgezielten Scharfschuss des Mittelstürmers waren sie aber machtlos.

2. Meisterschaftsspiel 14.05.49: FC Von Roll Bern - SC Blustavia 0:8

Aufstellung: Schenker, R. Lüthy, Allemann, Oppliger, E. Amiet, Maienfisch, Leuenberger, U. Flury, Götschi, Henzi, Oberer   Ersatz: Dreier, Mauerer

Tore: U. Flury 4, Götschi 2, Henzi, Leuenberger

Nach dem erfreulichen Erfolg am 2. Turmix-Turnier in Murten, setzte man in die 1. Mannschaft des SC Blustavia allgemein berechtigte Hoffnungen. Diese sind nun im zweiten Meisterschaftsspiel der Saison auf dem Neufeld in Bern gegen die Von Roll Leute deutlich bestätigt worden. Bereit in den ersten Spielminuten beherrschten die Solothurner das Spielgeschehen, ohne jedoch vorerst zu Treffererfolgen zu kommen. Wohl übten sich die Stürmer fleissig im Schiessen: ihnen gegenüber stand aber ein famoser Torhüter, der selbst die schwierigsten Bälle zu meistern verstand. Eine überraschende Hereingabe des rechten Flügels wurde in der 20. Minute von der Verteidigung nur unsauber abgewehrt, so dass der gut gefolgte linke Flügel freistehend übernehmen und zum unhaltbaren 1:0 einsenden konnte. Kurz darauf fand ein vom Schiedsrichter diktierter Händeelfmeter den Weg zum 2:0 in die Maschen, und auf prächtigen Alleingang hin stellte der Halbrechte in der 38. Minute das Pausenresultat her. Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die Berner energisch in der Platzhälfte Blustavias fest. Die Verteidigung hielt aber dicht und überstand die Druckperiode erfolgreich. Ein plötzlicher Gegenstoss schaffte Luft. Ueber drei, vier Mann wanderte das Leder zum freistehenden Mittelstürmer, der sich die Chance nicht entgehen liess, 4:0. Die Berner bauten nun zusehends ab, während dem Blustavia das Tempo immer mehr steigerte und zu einem imposanten Endspurt ansetzte. Ein wohlgezielter Hochweitschuss aus gut 20 m setzte der Halblinke zum 5:0 unter das Lattenkreuz. Von Roll versuchte sein Glück nun mit Abseitsstellen, was ihnen aber gründlich misslang, indem wiederum Blustavias Halblinker mit prächtigen Steilvorlagen bedient, dreimal hintereinander allein durchbrach und schliesslich auch dem Torhüter das Nachsehen gab.

3. Meisterschaftsspiel 11.06.49: SC Blustavia - FC Bellevue Garage Bern 3:1 (3:0)

Aufstellung: Pfyl, R. Lüthy, Allemann, Schenker, Amiet, Oppliger, Leuenberger, Götschi, U. Flury, Henzi, Oberer    Ersatz: Zimmermann, Aubry

Tore: Oberer, Leuenberger, Götschi

Ein Spiel, das keine grossen Wellen schlug. Blustavia kam nur während kurzer Zeit in der ersten Halbzeit an seine gewohnt gute Form heran und verschaffte sich bei dieser Gelegenheit gleich einen 3:0 Vorsprung. Ein wohl gezielter Weitschuss, für den Torhüter unhaltbar, wurde von einem Verteidiger mit den Händen aus dem Lattenkreuz gefischt. Dies wohl zum still erhofften Vorteil der Berner, denn der zu wenig placierte Penalty wurde vom Torhüter in feiner Manier abgewehrt. Die zweite Spielhälfte stand im Zeichen eines zersplitterten und oft zusammenhanglosen Spieles. Vor allem waren es die Solothurner, die sich ihres wirklichen Könnens nicht mehr zu erinnern schienen. Die Sturmreihe erging sich allzusehr in Einzelaktionen; es fehlte am letzten Einsatz, dies besonders bei den vielen Eckbällen, wo sich kaum einer energisch in die Schlacht zu werfen getraute. Diesbezüglich hatten die Bellevue-Leute gegenüber den Blustavianern bestimmt ein kleines Plus. Ungeachtet des bestehenden Torrückstandes hielten sie die Partie bis zum Schlusspfiff offen. Sie lieferten einen verbissenen Kampf und waren gewillt, wenn nicht ev. gar den Ausgleich, sodoch einen Ehrentreffer unterzubringen. Der Erfolg liess denn auch nicht lange auf sich warten. Aus einem verworrenen Geplänkel im Strafraum der Solothurner heraus, sauste das Leder unvermutet, für den Torhüter unhaltbar, ins Netz. Trotz erheblichen Anstrengungen auf beiden Seiten blieb es bei diesem einzigen Treffer der zweiten Halbzeit, deren eher monotones Spielgeschehen nicht zuletzt auch der erlahmenden, sommerlichen Wärme zuzuschreiben war.

4. Meisterschaftsspiel 25.05.49: SC Blustavia - SC Strassenbahner Bern 1:1 (1:0)

Aufstellung: Schenker, Oppliger, Allemann, Maienfisch, E. Amiet, U. Flury, Leuenberger, Aubry, Götschi, Henzi, Oberer  Ersatz: R. Lüthy, Zimmermann

Tor: Henzi

Als mustergültiger Sportfreund hat der FC GErlafingen sein Spielfeld dem SC Blustavia Solothurn für den Meisterschaftsmatch gegen die Strassenbahner Bern zur Verfügung gestellt. Wo anders in Solothurn könnte wohl der SC Blustaiva solches Entgegenkommen erwarten? Da der SC Strassenbahner als gefürchtete Elf den Halfinal um die Schweiz. Firmenfussballmeisterschaft pro 1948 gewann, wurde die Verteidigung und die Halfs der Blustavia auf Kosten des Sturmes verstärkt, was sich im Spielgeschehen auch entsprechend auswirkte. Die Strassenbahner stossen an und zwigen, dass sie nicht nur trämeln können sondern auch Fussballspielen. Doch gelingt es dem Halbrechten der Solothurner für seine Farben erstmals zu skoren. Kurz darauf sit es der Sturmführer, der den 2. Treffer buchen sollte, doch, obwohl alleine vor dem Tor, kann der Hüter mit Reflex den zuwenig placierten Schuss in Corner lenken. Mit dem Resultat 1:0 geht es in die Pause. Die 2. Halbzeit bringt den verdienten Ausgleich. Die Torchancen mehren sich beidseits. Da köpfelt ein Berner über das leere Tor. Dort jagt ein Solothurner den Ball neben das Gehäuse. Man bekommt schöne Speilzüge aufgetischt. Die Partie steht jetzt ganz im Zeichen der Berner, doch die Blustavianer verschaffen sich wieder Luft durch aufeinanderfolgendes Einsetzen der Fkügel. Besonders der äusserst rasche Rechte dringt stets gefährlich vor. Er ist es auch, der kurz vor Schluss das Resultat hätte ändern können, indem sein Roller am herauseilenden Torwart vorbei neben den Kasten geht. Das war Pech. Ein Unentschieden ist aber am Platze.

5. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia Solothurn - FC Eisenbahner Bern 9:0 (1:0)

Zum ersten Spiel der Meisterschafts-Rückrunde empfing der Sportclub Blustavia Solothurn in Gerlafingen die Mannschaft der Eisenbahner aus Bern. Ueberraschenderweise trat diese nur mit neun Spielern an und es war deshalb vorauszusehen, dass sich ein ungliecher Kampf abwickeln würde. Trotz ununterbrochener Belagerung des Berner Tores und unzühliger aufgelegter Chancen vermochte Blustavia während den ersten 45 Minuten nur einen einzigen Treffer zu erzielen. Als taktisch richtig erwies sich dann in der zweiten Halbzeit die Zurücknahme der ganzen Hintermannschaft. Umstellungen in der Mannschaft rugen das Ihrige dazu bei, den hartnäckigen generischen Widerstad schliesslich niederzuringen. Blustavia spielte nun feinen gwohnt flüssigen, zielstrebigen Fussball und in regelmässigen Abständen wurde das Pausenresultat um weitere 8 Treffer auf 9:0 erhöht.

6. Meisterschaftsspiel 20.08.1949: FC Bellevue-Garage Bern - SC Blustavia 3:6 (0:3)

Aufstellung: Pfyl, Allemann, R. Lüthy, Oppliger, E. Amiet, Maienfisch, Maurer, U. Flury, Götschi, Henzi, Oberer   Ersatz: Leuneberger, Schenker

Torschützen: Maurer, U. Flury 2, E. Amiet, Götschi, Henzi

Dieses Meisterschaftsspiel gelangte auf dem Sportplatz Schlossmatt in Bern zur Austragung, dessen ausserordentlich kleinen Ausmasse und vor allem harter, nahezu grasloser Boden das Spielgeschehen stark beeinträchtigten. Vom Anstoss weg spielt Blustavia resolut auf Angriff. Die Bellevue-Leute verlegen ihr Gewicht auf gut organisierte Verteidigung. Das Spiel dauert keine 10 Minuten, als der Halblinke Blustavias seine Farben mit prächtigem Tiefschuss in die entferntere Torecke 1:0 in Führung bringt. Die Solothurner demonstrieren trotz der Tücke des Platzes über weite Strecken begeisternden Kombinationsfussball. So fallen denn vor Seitenwechsel noch zwei weitere Treffer bester Marke. Die zweite Halbzeit vermittelt einen eher ausgeglichenen Kampf. Die Berner operieren mit weiten Vorlagen und schaffen damit vermehrte Gefahr vor Blustavias Gehäuse. Durch zwei Elfmeter können sie die Tordifferenz verringer, müssen aber unversehens zwei weitere Treffer, resultierend aus einem Penalty und einem stark applaudierten Alleindurchbruch des solothurnischen Mittelstürmers, einstecken. Ehe der Schiedsrichter das Spielende verkündet, müssen sich hüben und drüben die Torhüter ein weiteres Mal nach hinten bücken. Mit diesem erneuten Sieg führt der SC Blustavia mit 11 Punkten aus 6 Spielen weiterhin die Tabellenspitze an.

7. Meisterschaftsspiel 17.09.1949: FC Strassenbahner Bern - SC Blustavia 1:0 (0:0)

Aufstellung: Schenker, Allemann, R. Lüthy, Maienfisch, Amiet, Oppliger, Besire, Götschi, U. Flury, Henzi, Oberer

Zum Vorentscheidungsspiel um die Gruppenmeisterschaft in Serie A, Gruppe 1, stiess der SC Blustavia in Bern auf den Schweizerischen Firmenfussballmeister 1948/49. Mit der tiefstehenden Sonne im Rücken und Windvorteil können die Berner vorerst eine leichte Feldüberlegenheit erzwingen. Trotz anfänglicher Nervosität und gewissen Unsicherheiten in der Solothurnischen Abwehr gelingt dem Gegner der erfolgreiche Abschluss nicht. Nach und nach gleicht sich das Spielgeschehen aus. Gut durchdachte Angriffe werden von beiden Mannschaften nach vorne getragen, die aber allesamt den nun beidseitig hervorragend organisierten Verteidigungen zum Opfer fallen. War das Spiel in der ersten Halbzeit sehr rasch, so wird das Tempo nach der Pause noch mehr forciert. Die Strassenbahner überschreiten nun oftmals die Grenzen des Erlaubten und lassen sich zu Gehässigkeiten verleiten, was den Schiedsrichter entlich zu Verwarnungen veranlasst. Ein gefährlicher Vorstoss der Berner in der 60. Spielminute wird im Strafraum Blustavias durch angeblich unkorrekte Behinderung an der Schussabgabe unterbunden, worauf der Neutrale nach Diskussion mit den Spielern auf Penalty entscheidet, der mit rüzisem Tiefschuss unhaltbar verwandelt wird. Blustavia will unbedingt den Ausgleich herbeiführen und zwingt die Stassenbahner mehrheitlich zu stark defensiver Spielart. Eine 100% Chance vergibt der rechte Flügel, indem er alleinstehend aus kurzer Distanz die Kugel über das verlassene Tor hebt. Der Ausgleich scheint unvermeindlich in der Luft zu liegen. Turbulente Szenen spielen sich im Strafraum der Rot-Schwarzen ab, aus denen sich bei etwas besserer Uebersicht unbedint Treffer ergeben müssen. Eine Corner-Doublette bringt die sich verzweifelt zur Wehr setzenden Strassenbahner ein letztes Mal ausser Rand und Band. Doch gelingt es ihnen, mit viel Glück unter äusserster Anstrengung bis zum Schlusspfiff das Gehäuse reinzuhalten und sich mit einem Punk vorsprung auf den SC Blustavia an die Tabellenspitze hervorzuarbeiten.

8. Meisterschaftsspiel: SC Blustavia - FC Von Roll Bern 5:2 (4:1)

Mit einem schönen Erfolg über einen gefürchteten Spitzen-Aspiranten sind die Solothurner wiederum auf den 1. Tabellenplatz vorgerückt. Allerdings war dies ihr letzter Meisterschafts-Match, wogegen die mit nur einem Minus-Punkt hiter Blustavia liegenden Strassenbahner aus Bern noch ein Spiel ausstehend und somit die Möglichkeit haben, die Tabellenführung und damit auch die Meisterschaft in letzter Minute an sich zu reissen. Blustavia konnte das Spiel vom Anpfigg weg stets überlegen diktieren und zwang den Gegner während der ganzen 1. Halbzeit in die Verteidigung zurück. Interessanterwise waren es aber vorerst die von Roll-Leute, die bei einem ihrer sehr spärlichen sporadischen Vorstpsse überraschend zum Torerfolg kamen. Doch schon der Gegenzug führte durch Foulpenalty zum 1:1. In regelmässigen Abständen fielen drei weitere Treffer bester Marke, die allesamt Früchte kluger Kombinationszüge waren. Nach dem Tee flaute das Spiel merklich ab. Blustavia schien sich mit dem Pausenvorsprung zufrieden zu geben. Dadurch kamen die Berner etwas besser in Fahrt, mussten aber trotzdem ein weiteres Tor einstecken, ehe es ihnen vergönnt war, einen Elfmeter mit Gewaltsbombe zum 5:2 in die Maschen zu setzen.

 

          

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Hasler-Cup

Achtelfinal
SC Blustavia - Fortmann/Haco
3:0 forfait
Viertelfinal
SC Blustavia - Von Roll
1:3

30.06.1949 SC Blustavia - Von Roll Bern  1:3 (1:2)

Aufstellung: Schenker, Allemann, R. Lüthy, Maienfisch, Götschi, Leuenberger, Oberer, Bessire, Pfluger, Arrigoni, A. Lüthy

Dieses Spiel um den Viertel-Final im Hasler-Cup fand letzten Samstag-Nachmittag bei ausergewöhnlicher Hitze auf dem Sportplatz Galmis in Rüttenen statt. Blustavia musste zufolge Ferienabwesenheit auf fünf Standard-Spieler verzichten, währenddem die Berner komplett antraten. Das Spiel war noch keine 5 Minuten alt, als die von Roll-Leute bereits mit 1:0 in Vorsprung lagen. Kurz darauf erbte ihr Halbrechter einen von Bustavias Verteidigung unsauber abgewrhten Ball und liess sich die Chance nicht entgehen. 2:0 Die Solothurner reagierten darauf mit einigen schnellen Durchbrüchen, wobei es ihnen auch gelang, den Tor-Rückstand um einen Treffer zu verkleiner. Ein harmlos scheinender Flachball zu Begin der 2. Halbzeit führte überraschenderweise zu 3:1, indem der Ball von einer Boden-Unebenheit plötzlich abgelenkt an des Torhüters fanbereiten Händen vorbei über die ominöse Linie rollte. Trotz verschiedener Umstellungen und restlosem Einsatz eines jeden Spielers, vermochte Blustavia bis zum Schlusspfiff keine Resultatsverbesserung zu erzielen. Die Auscheidung aus der Cup-Konkurrenz ist mit dieser ersten Niederlauge des Jahres besiegelt.

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Turniere

2. Turmix-Turnier in Murten (10 Mannschaften)   1. Rang

SC Blustavia spielte mit 2 Mannschaften mit, die zweite ist auf dem 10. Rang klassiert

Zehn Mannschaften nahmen bei idealem Fussballweter am 2. Turmix-Tunier in Murten teil. Es gelang dem SC Blustavia auch diesmal, als Sieger aus dem Wettkampf hervorzugehen. Obwohl sich unter den Teilnehmern recht schnelle und überaus gut eingespielte Mannschaften befanden, konnten sich die Solothurner in allen Spielen erfolgreich durchsetzen. In den Vorentscheidungen besiegten sie den FC Steuerverwalung Bern 6:0, den FC Murten als Gast 1:0, den FC Kiener-Wittlin Bern 4:0 und gewannen den Halbfinal gegen den FC Bellevue-Garage Bern 2:0. In der zweiten Gruppe kam der FC Loeb Bern zur Gruppenmeisterschaft und bestritt mit dem SC Blustavia das Endspiel um den begehrten Wanderpreis. Während die Solothurner in der ersten Halbzeit mit einer prächtigen Leustung aufwarteten, waren es die Berner, die nach der Pause zum grossen Teil das Spielgeschehen diktirten. Die Verteidigung der Blustavia war jedoch nicht zu schlagen und hielt den errungen 1:0 Vorsprung sicher. Der SC Blustavia stellte eine schnelle und ausgeglichene Mannschaft ins Feld, was das Gesamtergebnis mit 5 Siegen und einem Torverhältnis von 14:0 bestätigt.

 

Regionales Verbandsturnier in Bern (24 Mannschaften)    1. Rang

Regionalbernisches Firmensport-Fussbaltunier 1949 im Wankdorf-Stadion Bern

Erneut bewies der SC Blustavia sein Können indem er sich letzten Sonntag wiederum gegen starke Konkurrenz an die Spitze sämtlicher 24 teilnehmenden Mannschaften stellte. Nachdem das Turnier bereits am Samstag seine Anfang nahm, griff der SC Blustavia erst am Sonntag-Morgen in die Kämpfe ein. Mit einer Prachtsleistung errang die Mannschaft in ihrer Gruppe den 1. Platz und qualifizierte sich damit dür das Endspiel. Es war eine schöne Demonstration für den Firmenfussballsport, die zwei Finalgegener FC Wander Bern und SC Blustavia Solothurn in Endspiel zu sehen. Trotz der grossen Hitze und der Härte des Terrains wurde von Anfang an ein schnelles und faires Spiel gezeigt. Mächtig wurden beide Mannschaften von dem zahlreich auf dem Wankdorf anwesenden Publikum angefeuert und trotzdem wollten auf keiner Seite die ersehnten Erfolge eintreffen. Torlos gingen die beiden Mannschaften an die zwei Verlängerungen, konnten aber, die Hitze tat das ihreige dabei, wiederum keinen Erfolg erzwingen. So musste denn, wie schon einige Male in der Geschichte des SC Blustavia, zum Losentscheid geschritten werden, wo sich Göttin _Fortuna erstmals ihm geneigt zeigte. Ein prächtiger Pokal belohnte die Mannschaft für intensives Training und foltte Kameradschaft.

Hinten von links: Oberer, Amiet, Pfyl, U. Flury, Maienfisch

Vorne von links: Henzi, Lüthy, Allemann, Oppliger, Bläsi, Pfluger

Resultate: SC Blustavia - Eisenbahner Bern 3:0 forfait, SC Blustavia - SC Scintilla 1:0 (Torschütze Henzi), SC Blustavia - Kiener & Wittlin 1:0 (Torschütze Henzi)

Final: SC Blustavia - FC Wander 0:0 n.V.  Blustavia Sieger durch Losentscheid

Mannschaft: Pfyl, Amiet E., Allemann, Lüthy R. Maienfisch, Oppliger, Oberer, Henzi, U. Flury, E. Bläsi, Bessire, Pfluger, Arrigoni, Dreier

             

Turnier in Wangen (SFAV) (8 Mannschaften) 5. Rang

Originale im Vergiss-Mein-Nicht Album "Chronik 1947 - 1956"