Da der Regionalverband Berne seine 3. Liga Mannschaften aus dem Solothurner Fussball- und Athletikverband zurückzog, stieg unsere 1. Mannschaft automatisch in die 3. Liga auf. Die erste Saison in der 3. Liga gestaltete sich für unsere Mannschaft vielversprechend, sie belegte hinter Gerlafingen und Biberist den 3. Platz. In der ersten Runde hatten unsere Leute Mühe zu Punkten zu kommen, dazu ist allerdings zu sagen, dass sie sämtliche Spiele auswärts ausgetragen werden mussten. Leider ging dann noch einer dieser wenigen Punkte aus dem ersten Match gegen Fulgor Grenchen verloren, da einer unserer Spieler nicht spielberechtigt war. In der 2. Runde konnten wir unsere Spiele auf den Plätzen der Scintilla und des FC Gerlafingen austragen, wo wir nun zu den nötigen Punkten kamen.

 

Trainer: ?

 

Meisterschaftsspiele
Runde
Spiel
Resultat
1. Runde
Fulgor Grenchen - SC Blustavia
3:0 forfait
2. Runde
FC Selzach - SC Blustavia
2:0
3. Runde
FC Bettlach - SC Blustavia
1:3
4. Runde
FC Biberist - SC Blustavia
2:1
5. Runde
FC Gerlafingen - SC Blustavia
1:1
6. Runde
FC Zuchwil - SC Blustavia
2:2
7. Runde
FC Solothurn 2 - SC Blustavia
0:5
8. Runde
FC Wacker Grenchen - SC Blustavia
6:3
9. Runde
FC Rüttenen - SC Blustavia
3:2
10. Runde
SC Blustavia - FC Fulgor Grenchen
3:2
11. Runde
SC Blustavia - FC Selzach
3:1
12. Runde
SC Blustavia - FC Bettlach
3:2
13. Runde
SC Blustavia - FC Biberist
2:0
14. Runde
SC Blustavia - FC Gerlafingen
0:3
15. Runde
SC Blustavia - FC Zuchwil
8:0
16. Runde
SC Blustavia - FC Solothurn 2
3:1
17. Runde
SC Blustavia - FC Wacker Grenchen
3:2
18. Runde
SC Blustavia - FC Rüttenen
2:2

 

Schlussrangliste 3. Liga Gruppe 1
1.
FC Gerlafingen
18
25
2.
FC Biberist
18
24
3.
SC Blustavia Solothurn
18
23
4.
Fulgor Grenchen
18
17
5.
FC Zuchwil
18
17
6.
FC Bettlach
18
16
7.
FC Selzach
18
16
8.
FC Wacker Grenchen
18
16
9.
FC Rüttenen
18
15
10
FC Solothurn 2
18
15

 

Matchberichte Meisterschaft

 

FC Biberist - SC Blustavia
2:1 (1:0)

Die Erwartungen, die auf dieses Spiel gesetzt wurden, erfüllten sich nur teilweise. An der Rasse, am Einsatz und an der Hingabe mangelte es zwar weder hüben noch drüben, die Klasse dagegen wies zeitweise arge Lücken auf, was um so erstaunlicher anmutete, als man doch sonst sowohl bei Blustavia wie Biberist nach achtbarem spielerischem Niveau trachtet. Gestern aber setzte es aus einer unverständlichen Nervosität heraus zu viel der unsauberen, verknorzten und unpräzisen Passbälle ab, als das der Freund flüssigen, raschen und selbstverständlichen Spiels auf seine Rechnung gekommen wäre. Auch blieb man beidseitig zu lange am Ball, und besonders die Einheimischen hätten, um die in WM-Formation operierende gegnerische Hintermannschaft schachmatt zu setzen, weit häufiger mit tiefen und raumgreifenden Spielzügen aufwarten müssen. Das beidseitig je länger je mehr einsetzende und zu Teams mit einem Spielermaterial, wie es Biberist und Blustavia aufweisen, gar nicht passende Gerede erwies sich, abgesehen vom schlechten Eindruck solcher Spielweise, auch nicht als jenes Rezept, um fussballerische Lücken schliessen zu können, im Gegenteil! Dem Spielgeschehen entsprechend wäre ein Unentschieden am Platze gewesen. Blustavia hatte insofern Pech, als seine Stürmer unter drei Malen das gegnerische Torholzanvisierten. Auch auch die Biberister Fünferreihe vergab verschiedentlich Chancen, die mit etwas mehr Uebersicht und Entschlossenheit zu weiteren Treffern hätten führen müssen.

 

SC Blustavia - FC Biberist
2:0 (1:0)

Während der ersten Halbzeit gestaltete sich dieses ansprechende Treffen ziemlich ausgeglichen. Von den beidseitig herausgearbeiteten Chancen vermochte aber nur der Gastgeber deren eine auszunützen. Sofort nach Platzwechsel konnte Blustavia seine Vorsprung mit einem überraschenden, jedoch haltbaren Treffer auf 2:0 erhöhen. Biberist gab sich aber noch nicht geschlagen und rängte nun seinen Gegner bis zum Schlusspfiff in die eigene Platzhälfte. Angriff auf Angriff sollte gegen Blustavias Tor. Zählbare Erfolge wollten sich aber nicht einstellen. Die zahlenmässig verstärkte und geschickt operierende Gastgeberverteidigung vermochte, wenn auch ab und zu mit Glück, immer wieder zu intervenieren, dies um so mehr, als Biberists Stürmer oftmals zu lange am Ball blieben, zu viel scheiberlten und zu wenig steil operierten und lange nicht alle Schussgelegenheiten erfassten, zudem noch schlecht zielten, besonders auch, als in psychologisch wichtigem Moment ein Elfmeter vergeben und einmal sogar das leere Tor verpasst wurde. So ging Blustavia als glücklicher Sieger aus diesem von Schiedsrichter Senn vorzüglich geleiteten Match hervor, während Biberist für sich beanspruchen darf, wenigstens bis zur letzten Minute gekämpft und die Flinte nicht ins Korn geworfen zu haben, welche Tatsache auch festgehalten zu werden verdient: zwar weniger als Trost für das verlorengegangene, denn als gutes Omen für die nächsten Spiele.

 

SC Blustavia - FC Bettlach
3:2 (1:2)

Die beiden Mannschaften lieferten sich einen ziemlich ausgeglichenen, sehr fairen Kampf. In der 1. Halbzeit führten die Gäste im allgemeinen die feinere Klinge und konnten einen 1:2 Vorsprung herausholen. Nach der Pause wendete sich das Blatt. Die Blustavianer diktierten nun das Spielgeschehen und konnten bald mit einem prächtigen Tor ausgleichen. Mit zügigen Angriffen kamen sie immer wieder gefährlich nach vorn, aber vor dem Tor versandete jeder Angriff. Das entscheidende Tor fiel gegen Ende der Partie durch die Verwertung eines Foulpenaltys. Das Spiel fand auf dem prächtigen Sportplatz Emmenholz der Firma Scintilla statt, wo der SCB sämtliche Rückrundenspiele austragen wird.

 

SC Blustavia - FC Selzach
3:1 (1:1)

Selzach spielte vom Start weg energisch auf Erfolg und stand immmer wieder im gegnerischen Strafraum. Dort war aber eine standfeste Abwehr, die die Skoreversuche der unermüdlich angreifenden Gäste lange Zeit zu vereiteln wusste. Die Blustavianer waren anfänglich reichlich nervös und unexakt im Aufbau. Schuld daran waren jedoch das glitschige Terrain und der nasse Ball, welche einige heikle Situationen vor den Toren verursachten. Pech hatte Selzach, als der Torhüter ausrutschte und einen harmlosen Schuss passieren lassen musste. Die Gäste spielten in der ersten Halbzeit mit grossem Einsatz, hielten jedoch nach der Pause das Tempo nicht mehr durch. Das schönste Goal kam in der 2. Halbzeit zustande, als der rechte Flügel der Blustavianer seine Gegner stehen liess und plötzlich scharf tief in die rechte Ecke schoss. Trotz einem Hechtsprung kam der Goali zu spät. Auf der Gegenseite wurde Blustavias Torhüter einige Male auf eine harte Probe gestellt; doch er erwies sich als sehr beweglich und entschlossen. Die Gäste hinterliessendurch ihren prächtigen Kampfgeist einen guten Eindruck. Der Schiedsrichter war dem Spiel ein guter Leiter, die beiden Mannschaften machten es ihm auch nicht schwer. So ist es ein Genuss einem Fussballspiel beizuwohnen mit eben sportlichen Manschaften.

 

SC Blustavia - FC Bettlach
3:1 (1:1)

Die Gäste konnten endlich wieder einmal komplett antreten. Die Spielleitung des FC Bettlach stellte eine starke, erfreulicherweise sehr faire Mannschaft zum Kampfe. Die erste Hälfte verlief unentschieden. Bettlach konnte gleich nach dem Anpfiff 1:0 in Führung gehen. Später kam dann auch Blustavia zu einem Erfolg, der wieder den Ausgleich herstellte. Auch in der 2. Halbzeit war das Spiel eher ausgeglichen. Wenn der Sieg schlussendlich an die Blustavianer fiel, so nur darum, weil sie es besser verstanden, die Torchancen auszunützen. Die Schiedsrichterleistung war auch in diesem Spiel gut.

 

SC Blustavia - FC Zuchwil
8:0 (1:0)

Nach ungefähr einer Viertelstunde konnte Blustavia mit einem Kopfstoss in Führung gehen. Dieses Resultat blieb denn auch bis zur Halbzeit bestehen. Nach einem weitern Erfolg unterlief dem Schiedsrichter ein Fehler, indem er ein zwar fragliches Offside nicht ahndete. Dies brachte die Gäste ausser Rand und Band. Noch blieb das Spiel stets ausgeglichen, und man darf sich mit Recht fragen, ob es das intelligenteste war, den Kopf hängen zu lassen. Von diesem Moment an war es für die Blustavianer ein Leichtes, in regelmässigen Abständen zu Erfolgen zu kommen. Die Stürmer des Platzklubs kämpften klug. Besonders aufgefallen ist der Halblinke Pfyl, der allein für sechs Tore zeichnete. Dr SC Blustavia hat damit nach wie vor die Möglichkeit, finalberechtigt zu werden.

 

SC Blustavia - FC Solothurn
3:1(1:0)

Gleich vom Anpfiff weg setzte Solothurn alles auf eine Karte, und man durfte bald feststellen, dass die Gäste gewillt waren, sich für die früheren Niederlagen zu revanchieren. Mit Rückenwind konnten sie die herausgearbeiteten Chancen nicht ausnützen. Durch Verwerten eines Elfmeters durch die Platzherren stand das Pausenresultat fest. Nach dem Tee profitierten nun die Blustavianer von der heftigen Bise und zogen bald auf 2:0 davon. Kurz darauf konnte ein Verteidigungsfehler ausgenützt werden. Solothurn konnte unmittelbar vor Schluss den Ehrentreffer erzielen. Das Spiel stand nicht auf hoher Stufe, und beide Mannschaften fielen durch die vielen Kommentare am meisten auf.

 

SC Blustavia - FC Wacker Grenchen
3:2 (1:1)

Auf prächtige Einzelleistung des linken Flügels geht Blustavia bereits kurz nach Spielbeginn 1:0 in Führung. Wacker drängt nun stark auf den Ausgleich, der sich Mitte der ersten Halbzeit denn auch verdienterweise einstellt, indem der von der Sonne stark geblendete Torhüter des Platzklubs einen haltbaren Hochweitschuss überraschend passieren lässt. Nach dem Tee sind es vorerst die Grenchener, die aus einem Gedränge vor dem Tor Nutzen ziehen. Nur knapp hinter der ominösen Linie senkt sich das Leder zu Boden, von wo es wuchtig ins Feld zurückprellt. Der Neutrale anerkannt aber den Treffer zurecht. Blustavia vermag den Gleichstand auf rasanten Einzeldurchbruch ihres einsatzfreudigen Mittelstürmers wiederum herzustellen. Hüben und Drüben ergeben sich in der Folge heikle Situatinen. Wacker visiert zweimal nur die Latte an, wahrenddem die Gelbschwarzen eine Kapitalchance ganz knapp vergeben. Der siegbringende Treffer für die Städter fällt auf gut gezielten Flachschuss zwischen den Beinen von Freund und Feind hindurch in die entfernte Ecke. Schade, dass die technisch und taktisch sehr gut beschlagene Elf Blustavias einige Spieler aufweisst, die oftmals zu vergessen scheinen, dass Fussball ein ausgesprochenes Kampfspiel ist. Wenn sich auch diese ihren sich förmlich aufopernden Teamkameraden gleich restlos und voll einsetzen werden, müssen sich zweifellos noch weit mehr Torerfolge einstellen. Wacker präsentierte eine ausgeglichene, zielstrebige und äusserts wendige Mannschaft. Es ist deshalb um so erstaunlicher, dass diese Elf immer noch die rote Laterne in der Rangliste innehat. Lobenswert seien noch die sehr korrekte Spielweise beider Mannschaften und die gute Schiedsrichterleistung.

 

SC Blustavia - FC Rüttenen
2:2 (2:1)

Dieses Spiel war sowohl für Rüttenen als abstiegsbedrohte Mannschaft als auch für Blustavia, das sicherlich bestrebt war, den Anschluss an die Spitze nicht einzubüssen, von grosser Bedeutung. Dass sich die beiden Mannschaften unter solchen Voraussetzungen dennoch einen in jeden Belangen fairen Kampf lieferten, war recht erfreulich. Obwohl gegen die starke Bise spielend, setzte sich Blustavia sofort in der gegnerischen Platzhälfte fest. Rüttenens vereinzelte Gegenstösse waren aber stets gefährlich und zwangen die gelb-schwarze Verteidigung zu grosser Vorsicht. Einen prächtigen Flankenball des rechten Flügels verwandelte Blustavias Mittelstürmer überlegt vor den griffbereiten Händen des Torhüters zum 1:0. Der Ausgleich liess aber nicht lange auf sich warten, indem der rechte Gästeflügel seinen Schuss aus spitzem Winkel überraschend im entfernten Lattenkreuz eindringen sah. Den durch Penalty erzielten Pausenvorsprung von 2:1 vermochten die Platzherren trotz mehrerer aufgelegter Chancen nicht weiter auszubauen. Vielmehr war es das unentwegt und verbissen kämpfende Rüttenen, das kurz nach Wiederbeginn einen Verteidigungsfehler zum erneuten Ausgleich auszunützen vermochte. Die nachfolgende Druckperiode Blustavias überstand die ballsichere Gästeverteidigung mit viel Glück. Ein herrliches Geschoss des Halblinken fand den Weg via Lattenkante - Torlinie zur Freude der konsternierten Rüttener wieder ins Feld zurück und einmal roch es stark nach Penalty, als ein Stürmer im Strafraum etwas forsch in die Zange genommen und durch unerlaubtes Wegstossen vom Ball getrennt wurde. Langsam löste sich Rüttenen mit letzter Aufopferung aus der Umklammerung und das Spielgeschehen glich sich gegen den Spielschluss hin wieder aus. Auch ihnen blühte noch eine reelle Chance, als der Ball quer vor dem Tor vorbeistrich, ohne das ihn jedoch einer der verzweifelt darum kämpfenden Stürmer ins Tor ablenken konnte. Wenn die Punkte-Teilung auch nicht ganz dem Spielverlauf entspricht, so war es doch die enorme Fleissliestung der Mannen aus Rüttenen, die den halben Erfolg bestimmt verdient hat.

 

SC Blustavia - FC Gerlafingen
0:3 (0:1)

Da Blustavia erst ab der neuen Saison 54/55 über seinen eigenen Sportplatz Aarmatt verfügten kann, wurde dieses Meisterschaftsspiel der 3. Liga in Gerlafingen ausgetragen. Der Hauptgrund der dem Spielverlauf noch etwas zu hoch ausgefallenen Niederlage Blustavias ist in erster Linie in der matten, zusammenhanglosen Spielweise der Sturmreihe zu suchen. Auch liess man sich von allem Anfang an von der etwas massiven Gangart der gegnerischen Abwehr allzusehr beeindrucken. Gerlafingen hat als Mannschaft besser gefallen. Seine Aktionen waren durchdachter. Die Leitung der Sturmreihe verdient besonders erwähnt zu werden. Mit schnellen geschlossenen Spielzügen wusste man Blustavias Hintermannschaft oftmals vor heikle Probleme zu stellen. Bereits nach 10 Minuten gelang denn auch schon der 1. Treffer. Bis zur Halzeit gestaltete sich das Spiel in der Folge ausgeglichen. Kurz nach Wiederbeginn kamen die Städter durch ihren Halbrechten zum möglichen Ausgleich. In bester Schussposition wurde dieser im 16 m Raum zu Fall gebracht, doch blieb die Pfeife des Schiedsrichter unverständlicherweise stumm. Eine Unkorrektheit eines Verteidigers auf der Gegenseite entging ihm hingegen nicht und der diktierte Penalty wurde mit Wucht unhaltbar in die Maschen gejagt. Gerlafingen kam kurz vor Spielende überraschend zum dritten Treffer. Der Sieg ist absolut verdient und die Elf dürfte nicht mehr von der Spitze der Rangliste verdrängt werden können. Wenn andererseits die Solothurner bei den restlichen Spielen den Hebel am richtigen Ort ansetzen, werden sie ihre gute Ranglistenstellung bestimmt nicht einbüssen.